Bernhard Essel ist heute 72 Jahre alt, lebt in Strullendorf und hatte in seiner Jugendzeit einschneidende Erlebnisse:
Als unbekümmerter Lausbub lebte er mit seinen Eltern am Wasserwehr in Neuses a. d. Regnitz. Sein Vater war dort als Wehrwärter beschäftigt.
Bernhard wollte ähnlich wie sein Vorbild Luis Trenker Kletterer werden.
In Neuses gab es aber keine Berge, deshalb kletterte er immer auf die Trafostation, die im Hof stand. Wenn er ganz oben angekommen war, hatte er ein großes Glücksgefühl.
Eines Tages aber geschah ein Unglück. Als er oben am Trafodach angekommen war, rutschte er aus und fiel in die Starkstromleitungen, die zum Trafohaus führten.
12.000 Volt schossen durch seine Arme, mit denen er in den Leitungen hing.
Damit begann die Geschichte und Bernhard musste seit dieser Zeit Armprothesen tragen.
Aber Bernhard war ein Kämpfer und meisterte dieses Schicksal.
Als er dann einige Jahre später seinen Freund vor dem Ertrinken rettete beschäftigte sich nicht nur die örtliche Presse damit, sondern auch Film- und Fernsehteams waren nach Neuses gekommen…
Otto Herzog ist stolze 91 Jahre alt und lebt in Strullendorf.
Der Jazzdinosaurier und Trompeter der Ende der 50er-Jahre wohlbekannten „Remi Dixilanders“ ist in der Tat eine lebende Legende.
Als Gründungsmitglied des Bamberger Jazzclubs organisierte er 1961 das erste deutsche Jazz-Amateurfestival in Bamberg. Auch in den folgenden Jahren war Otto niemals tatenlos.
1987 war er einer der Urväter der Uni Big Band Bamberg und gründete 2008 seine eigene Swing und Blues-Band an deren Spitze er noch heute steht.
Wie seine Karriere begann und wie er zum Trompetenbischof gekürt wurde, zeigt diese Dokumentation.
Heinz Tillig (2. von links), ein damaliges Verschickungskind in dieser Einrichtung, mit sechswöchigem Verbleib, erinnert an diese Epoche mit einem authentischen bebilderten Filmbeitrag und persönlichen Kommentaren.