Wahlleiterin Katharina Böswirth: Sie kam in die Aula, sah und verkündete das Endergebnis.
Der alles entscheidende Moment: Die Anspannung bei Wolfgang Desel löst sich. Erleichterung pur!
Es ist geschafft: Ein Bild sagt mir als Worte …
Gratulationscour in der Aula: Stefan Zahner beglückwünscht Wolfgang Desel.
Desel-Bürgermeister-Hattrick nach Sonntags-Krimi
Der aktuelle ist auch der Erste Bürgermeister bis in das Jahr 2032: Wolfgang Desel (CSU) schaffte nach 2014 und 2020 den anvisierten Hattrick bei der Rathaus-Titelvergabe. Dabei machten die Bürgerinnen und Bürger in der Großgemeinde ihm ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk zu seinem „Runden“ in ein paar Monaten. Der Fast-Sechziger konnte 52,6 Prozent der abgegebenen Stimmen verbuchen und setzte sich mit einem Vorsprung von 919 Stimmen vor Stefan Zahner (Neue Liste, 31,3%) und Magnus Gernlein (16,1%, AfD) durch.
Die über 6 400 Wahlberechtigen hatten in insgesamt zehn Wahllokalen, in denen eine 156-köpfige Helferschaft (Wahlleiterin: Katharina Böswirth) für einen reibungslosen Ablauf sorgte, oder per Briefwahl die Möglichkeit ihre Stimme abzugeben, wobei von der zweitgenannten Option bei einer Gesamt-Wahlbeteiligung von 67,9% die Mehrheit (3008 Briefe, knapp 69%) Gebrauch machte.
Bereits 22 Minuten nach dem Schließen der Wahllokale lagen die Ergebnisse der Urnenwahl aus den vier Ortsteilen Rossdorf, Geisfeld, Zeegendorf und Mistendorf vor (Desel: 58%), dann „Sendepause“ bis 18:55 Uhr bis Leesten dazu kam, ehe das große Warten und Bangen vor der Leinwand in der Aula der Mittelschule einem vorgezogenen Sonntagskrimi glich. Um 19:21 Uhr dann das Wahlergebnis mit dem entscheidenden Faktor „Briefwahl“: Wolfgang Desel schlug die Hände vors Gesicht, angesichts der großen Emotionen muss es ein riesiger Stein gewesen sein, der ihm von Herzen fiel. Jubel brandete auf, Ehefrau Ulli und Vater Bruno herzten den Wahlsieger und auch „Vize“ Stefan Zahner war postwendend zur Stelle um zu gratulieren.
„Ich bin sehr erleichtert darüber, dass die demokratischen Kräfte in der Gemeinde über 80 Prozent der Stimmen bekamen. Die Erleichterung wird noch stärker, wenn ich weiß, wie der Gemeinderat sich zusammensetzt und wir da miteinander umgehen. Ich bin ganz ehrlich, ich wünsche mir, dass so wenig wie möglich AfD-Mitglieder im Gemeinderat sind.“ Der Sieger des Abends führte weiter an: „Entscheidend war wohl, dass es dies war, was ich sechs Jahre lang gelebt habe. Nicht reden, sondern auch tun, ich bin draußen unter den Leuten, die spüren, dass wir ihre Anregungen mitnehmen und sie an Entscheidungen teilhaben lassen. Bürgernähe ist ein wichtiger Faktor.“
Von 18,6 % gesteigert auf diesjährige 31,3%: Da verwundert es nicht, dass sich der unterlegene Herausforderer Stefan Zahner auch sehr zufrieden zeigte. „Erst einmal Glückwunsch an Wolfgang Desel! Wir haben einen sehr intensiven Wahlkampf gemacht, ich hatte die volle Rückendeckung der Neuen Liste. Aufgrund der jüngsten Rückmeldungen war ich schon guter Hoffnung, dass ich das 2020er-Ergebnis verbessern werde. Letztlich war es eine enorme Steigerung. Ein hervorragendes Ergebnis, das auch knapp zur Stichwahl hätte reichen können.“ Ebenso wie Desel sprach auch er die Hoffnung aus, dass im Gemeinderat „wenig AfD-Sitze“ errungen werden.
Fazit: Doppelte Freude beim Tandem Desel/Zahner, das 3 615 Stimmen gewinnen konnte.
Bertram Wagner