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Gemeindeblatt Strullendorf
Ausgabe 17/2026
Nachrichten aus dem Rathaus
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Nachrichten aus dem Rathaus

Am 13.04.2026 kam der Gemeinderat zur nächsten Bausitzung zusammen. Dabei ging es – wie so oft – um Bauanträge, Planungen und kleinere sowie größere Projekte im Gemeindegebiet. Wir geben euch hier einen kurzen und verständlichen Überblick darüber, was beschlossen wurde und was aktuell ansteht.

Noch ein Häuschen gefällig?

In der Hauptsmoorstraße geht’s weiter mit dem Bauen: Geplant ist der Neubau einer weiteren Doppelhaushälfte. Sie ist eine von insgesamt 10 Doppelhaushälften, die auf dem Gesamtgrundstück errichtet werden sollen. Das Grundstück liegt im bestehenden Baugebiet und ist erschlossen.

Damit entsteht weiterer Wohnraum – ein kleines, aber typisches Projekt für die Entwicklung der Gemeinde.

Neue Route, neue Regeln

Bei den Straßen hat sich diesmal auch etwas getan – genauer gesagt rund um die Siemensstraße.

Die wurde jetzt in mehreren Abschnitten offiziell zur öffentlichen Straße gemacht. Klingt trocken, heißt aber einfach: Sie gehört jetzt ganz offiziell zum Straßennetz der Gemeinde.

Und wo etwas Neues kommt, fällt auch mal etwas weg: Ein Teil der Hertzstraße wird nicht mehr gebraucht und deshalb gestrichen. Durch die neue Straßenführung hat der Abschnitt keine wirkliche Funktion mehr.

Unterm Strich: Die Siemensstraße übernimmt – die alte Strecke macht Platz.

Wenn der Rat tagt – das Wichtigste im Überblick

Am 20.04.2026 kam auch der Gemeinderat wieder zusammen – und es wurde über mehrere Themen entschieden, die Strullendorf bewegen.

„Geben, nehmen, zam leben – Wohnen, das verbindet“

Im Jugendheim Amlingstadt wurde das Projekt „Wohnen & Helfen – Generationen verbinden“ von Frau Steinbach vorgestellt – und die Idee dahinter ist eigentlich ganz simpel: zusammenwohnen, sich gegenseitig helfen und voneinander profitieren.

Es geht um junge Geflüchtete, die aktuell noch in einer Wohngruppe leben. Ab 18 heißt es aber: raus und selbst etwas finden – und genau da wird’s oft schwierig. Deshalb sucht das Projekt Menschen, die sich vorstellen können, einen der Jungs (oder auch mehrere) bei sich aufzunehmen.

Das Ganze ist keine Einbahnstraße: Im Gegenzug packen die jungen Männer im Alltag mit an – ob im Haushalt oder im Garten, da, wo eben Hilfe gebraucht wird. Nach einer gewissen Zeit setzt man sich zusammen und schaut, ob’s für beide Seiten passt.

Auch im Gemeindeleben sind sie schon mit dabei – zum Beispiel beim Brunnenfest mit Chai Latte und Waffeln.

Jetzt sind die Bürger gefragt: Wer sich vorstellen kann, so ein Zusammenleben auszuprobieren, darf sich gerne melden.

Zwischen Bahn, Bundesstraße und Zukunft

Beim Thema Bauleitplanung war diesmal einiges geboten – vom Feinschliff bis hin zum Blick in die Zukunft.

Die 8. Änderung des Bebauungsplans „zwischen Bahn und Bundesstraße“ ist jetzt unter Dach und Fach. Im Zuge der Beteiligung konnten Fachstellen und auch Bürger ihre Rückmeldungen abgeben – vieles war unkritisch, ein paar Hinweise gab’s trotzdem. Die wurden aufgenommen und teilweise eingearbeitet, große Änderungen waren aber nicht nötig. Am Ende hat der Gemeinderat den Bebauungsplan beschlossen.

Und dann ging’s noch einen Schritt weiter: Der aktuelle Flächennutzungs- und Landschaftsplan ist teilweise schon mehrere Jahrzehnte alt – also höchste Zeit für ein Update.

Ein erster Entwurf wurde bereits vorgestellt und vom Gemeinderat gebilligt. Jetzt geht das Ganze in die nächste Runde: Fachstellen und Öffentlichkeit, also die Bürgerinnen und Bürger, werden frühzeitig beteiligt und können ihre Stellungnahmen abgeben: Das Ganze wird in Kürze im Gemeindeblatt und auf der Internetseite veröffentlicht.

Unterm Strich heißt das: Es wird nicht nur an einzelnen Stellen nachjustiert, sondern auch langfristig geplant, wie sich Strullendorf weiterentwickeln soll.

Mehr Kosten, aber kein Nachschlag

In Mistendorf wurde es beim Thema Kirchturm noch einmal spannend: Die Katholische Kirchenstiftung hat einen Nachschlag beim Zuschuss beantragt.

Ursprünglich lag die Sanierung von Sakristei und Turm bei rund 20.000 Euro – dafür gab’s vom Gemeinderat 10 % Zuschuss. Im Laufe der Arbeiten kam dann die Überraschung: Die Schäden waren größer als gedacht, die Kosten sind auf knapp 45.000 Euro hochgeschossen.

Der Wunsch nach mehr Unterstützung stand also im Raum – aber der Gemeinderat blieb klar:

Die ursprünglich beschlossenen 10 % sind und bleiben die Obergrenze.

Zahlen, bitte! – Der Haushalt 2026 im Überblick

Auch der Haushalt für 2026 wurde vorgestellt – mit dabei: einige spannende Zahlen.

Insgesamt plant die Gemeinde mit rund 33,8 Millionen Euro. Der größte Teil fließt in den laufenden Betrieb, aber auch für Investitionen ist wieder einiges vorgesehen.

Ein Teil der Projekte aus dem letzten Jahr läuft noch weiter und wird ins neue Jahr übernommen. Gleichzeitig sind auch neue Investitionen geplant – dafür müssen neben bereits eingeplanten Mitteln auch weitere Kredite aufgenommen werden.

Heißt unterm Strich: Es wird weiterhin investiert und an vielen Stellen in die Zukunft der Gemeinde gearbeitet.

IGZ nimmt weiter Form an

Beim IGZ ging’s wieder ein Stück voran: Mehrere Gewerke standen zur Vergabe an – darunter Innenputzarbeiten mit WDVS-Sockel, die MSR-Technik sowie die Photovoltaik-Anlage.

Ein Teil der Aufträge konnte bereits vergeben werden, bei anderen wird noch einmal nachgeschärft und neu ausgeschrieben.

Heißt: Es geht weiter – Schritt für Schritt nimmt das IGZ Gestalt an.

Stella Gailus
Gemeinde Strullendorf