Die drittschnellste Frau in der gesamten Halbmarathon-Schar: Elina Gradl!
Zeigt her Euere Marathon-Finisher-Medaillen: Gemeinsam vorbereitet freuten sich Wolfgang Desel, Jürgen Ohlmann und Falko Garbisch(v.l.) auch zusammen über ihre Hamburger Zeiten.
Strullendorfer Quintett genießt Marathon-Spektakel in Hamburg
Wolfgang Desel bestand seinen 13. Marathon mit Bravour: Auch wenn das Strullendorfer Gemeindeoberhaupt schon vor dem 40. Jubiläums-Marathon im hohen Norden als „schnellster Bürgermeister-Marathoni im Landkreis Bamberg“ galt, packte ihm vor seinem „60er-Runden-Geburtstag“ noch einmal so richtig der Ehrgeiz. Nach dem Motto „Alter schützt vor Laufen nicht“ verbesserte er seine Hamburger Zeit aus dem Vorjahr um sage und schreibe 12 Minuten: 3:31:22 Stunden („ich hatte schon das Bestreben ein Stück weit besser zu sein“) und damit Rang 49 in seiner Altersklasse.
Dass genau vier Jahrzehnte nach seiner Marathon-Premiere in Essen (Bestzeit: 3:16 Stunden) dies möglich war, führt Wolfgang Desel vor allem darauf zurück, dass er sich in der „Community“ vorbereiten konnte („ich war sehr froh darüber“). Anders ausgedrückt: Neben dem Sonntags-„Long-Run“ über 20 Kilometer und mehr ging er unter Woche zweimal mit Jürgen Ohlmann und Falko Garbisch das „Unternehmen“ Hamburg an. Als Trio gemeinsam Seite an Seite beim Wettkampf zu laufen war nicht geplant („da muss Jeder sein Tempo laufen“). „Bis Kilometer 40 war es eigentlich ganz entspannt, der Endspurt dann zum Durchbeißen“, brachte Desel seinen insgesamt dritten Hamburger Marathon auf einen Nenner.
3:30 Stunden hatte sich Jürgen Ohlmann bei seiner Marathon-Premiere vorgenommen. „Insgesamt war es bis auf die letzten fünf Kilometer locker, ich konnte die Klasse Stimmung genießen. Ich hatte schon damit gerechnet, dass ich durchkomme. Mit meiner Laufzeit bin ich sehr zufrieden. Das intensive Training, ob Intervall oder längere Distanzen, hat sich ausgezahlt“, freute sich der gebürtige Strullendorfer, der bereits wie Desel den diesjährigen Brauereienlauf schon im Blickfeld hat. Seine Hamburger Zeit 3:21:34 Stunden spricht für sich!
In seiner früheren Heimat fühlte sich der gebürtige Schwabe Falko Garbisch sichtlich wohl: 3:32:24 Stunden („glücklich im Ziel“) bei seinem vierten Marathon brachten den 41-Jährigen, seit sieben Jahre in Strullendorf beheimatet, ins Schwärmen. „Es war grandios, die Sonne herrlich schon beim Start, ein tolles Rennen, dementsprechend viele Menschen an der Strecke. Es hat Spaß gemacht. Ich bin relativ schnell angegangen, musste dann etwas in den letzten sechs Kilometern Federn lassen.“ Seinen Arbeitsweg nach Bamberg münzt er oft am Kanal auch in seine Laufstrecke um.
Fazit: 10:27:20 Stunden insgesamt waren die drei „Strullis“ netto in der Hansestadt unterwegs und hatten einen hohen Genussfaktor bei Eitel Sonnenschein und besten Lauftemperaturen.
Die sportlich wertvollste Leistung vollbrachte beim Halbmarathon Elina Gradl, die mit einer Durchschnitts-Laufgeschwindigkeit von 15, 70 km/h die gut 21 Kilometer bewältigte und damit als drittbeste (!) Frau über die Ziellinie kam. Platz 1 in ihrer Altersklasse AK 45 damit schon eine Selbstverständlichkeit. Ulrike Desel vollendete die Frauenpower im Halbmarathon mit 2:07 Stunden.
Die Strullendorfer Lauf-Asse boten in Hamburg „großes Lauf-Kino“ und werden den Hamburg-Marathon 2026 in bester Erinnerung erhalten. Nach dem Marathon ist vor den nächsten 42, 195 Kilometern bzw. dem Brauereinlauf Mitte September.
Bertram Wagner