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Gemeindeblatt Strullendorf
Ausgabe 23/2026
Aktuelle Vorlauftexte
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Nachrichten aus dem Rathaus

1926 begann in Strullendorf die Pflanzung der namensgebenden Lindenbäume. Auf Initiative des damaligen Oberlehrers Fritz Stettner schuf man damit quasi ein „lebendiges Denkmal“ für die gefallenen und vermissten Strullendorfer Soldaten des 1. Weltkrieges.

100 Jahre später will man im passenden Rahmen an die Geschichte der Lindenallee erinnern und damit insbesondere an die gefallenen und vermissten Strullendorfer des 1.Weltkrieges.

Ein erstes Highlight des Jubiläumsprogramms war der bayernweite HeimatErlebnistag am 3. Mai. Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse unserer Grund- und Mittelschule haben mit Unterstützung durch Mitglieder des Heimatkundlichen Verein Zeegenbachtal e.V. 30 Erinnerungstafeln aus Holz gefertigt. Diese wurden mit dem Namen, dem Geburtstag, dem Todestag und dem Sterbeort der Strullendorfer Gefallenen und Vermissten beschriftet. Sie sind dann an den Lindenbäumen mit Bindedraht befestigt worden und sollen bis nach der Strullendorfer Kirchweih dortbleiben. Die Klasse hat sich auch mit Informationen aus der Zeit befasst und eine Kunstausstellung erarbeitet, die im Historischen Bauernhof in der Schulgasse zu bewundern ist. Dort waren auch historische Fotos aus der Lindenallee zu sehen. Ulli Spörlein führte am HeimatErlebnistag eine Gruppe von fast 100 Interessierten durch die Lindenallee und Peter Frank hat den bekannten Strullendorfer Nüssleinbrunnen und Details über den in Strullendorf geborenen Künstler erklärt. Als kleines Dankeschön wurde mittlerweile allen Schülerinnen und Schülern eine Dankesurkunde der Gemeinde überreicht.

Der Höhepunkt des Jubiläums soll die „Lange Tafel unter den Linden“ am Sonntag, den 7.Juni sein. Beginnen will man mit einem Gedenkgottesdienst mit Pfarrer Johannes Reinsch um 10.30 Uhr in der St. Laurentiuskirche. Zahlreiche Strullendorfer Vereine mit ihren Fahnenabordnungen haben sich dazu angemeldet. Im Anschluss folgt eine Agape im Pfarrgarten durch den Pfarrgemeinderat. Danach werden in der Lindenallee zwei neue Infotafeln zum Gedenken an die Strullendorfer Soldaten des 1. Weltkrieges durch Bürgermeister Desel enthüllt. Eine Ausstellung mit historischen Fotos und das Schülerprojekt „Leben vor 100 Jahren in Strullendorf“ zeigt der Heimatkundliche Verein Zeegenbachtal e.V. im Hof der alten Schmiede der Familie Ketteler in der Lindenallee 15.

Vereine, Anwohner und lokale Gewerbetreibende haben sich zusammengefunden und laden zur Mittagszeit an die „Lange Tafel unter den Linden“. Abwechslungsreiche Leckereien und fränkische Spezialitäten zum Mittagessen und Kaffee und Kuchen werden angeboten.

Um 14:00 Uhr findet eine öffentliche Führung durch die Lindenallee statt, bei der Ulrich Spörlein die Geschichte und Bedeutung der historischen Baumallee vermitteln wird. Treffpunkt ist an der St. Laurentiuskirche.

Andrea Spörlein