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Gemeindeblatt Strullendorf
Ausgabe 27/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Amtliche Bekanntmachungen

Auch dieses Mal hieß es wieder: beraten, diskutieren und entscheiden. Das waren die wichtigsten Themen der Gemeinderatssitzung vom 23. Juni 2026.

Mentor Landkreis Bamberg e.V. - Mehr als nur Buchstaben

Lesen ist eine wichtige Grundlage für den Schulalltag - doch nicht jedem Kind fällt das Lesen leicht. Genau hier setzt der Mentor Landkreis Bamberg e.V. an. Frau Thamm, selbst aus Strullendorf, stellte gemeinsam mit ihren beiden Mitstreiterinnen den Verein und seine Arbeit im Gemeinderat vor.

Das Konzept ist so einfach wie wirkungsvoll: Ein Kind, eine Lesepatin oder ein Lesepate und eine Stunde gemeinsame Lesezeit pro Woche. Über mindestens ein Schuljahr hinweg wird in einer entspannten 1:1-Betreuung gelesen, geübt und vor allem die Freude an Büchern und Geschichten geweckt. Dabei geht es bewusst nicht um Noten oder Leistungsdruck, sondern darum, das Selbstvertrauen der Kinder zu stärken und sie individuell zu fördern.

Die Lesepatinnen und Lesepaten engagieren sich ehrenamtlich und bringen vor allem eines mit: Zeit, Geduld und Freude am Lesen. Aktuell unterstützen in Strullendorf sechs Mentorinnen und Mentoren bereits 15 Kinder. Die Lesestunden finden vormittags in der Schule statt und werden eng mit den Lehrkräften sowie der Konrektorin abgestimmt.

Zum Abschluss wurde deutlich: Das Angebot ist eine wertvolle Unterstützung für die Kinder - und es wäre schön, wenn künftig noch mehr Schülerinnen und Schüler davon profitieren könnten.

Gut geschützt - Gut gestimmt - Schutzkonzept Musikschule Strullendorf

Musik soll vor allem eines machen: Freude bereiten. Damit sich dabei alle wohl und sicher fühlen, stellten Frau Graf und Frau Mittermair dem Gemeinderat das neue Schutzkonzept der Musikschule Strullendorf vor.

Das Konzept soll Gewalt vorbeugen, klare Strukturen schaffen und sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte bestmöglich schützen. Gleichzeitig trägt es dazu bei, die Qualität der Musikschule weiterzuentwickeln und die Rechtssicherheit der Gemeinde zu stärken.

Die wichtigsten Inhalte des Schutzkonzepts wurden dem Gemeinderat vorgestellt und kurz erläutert. Der Gemeinderat stimmte der Umsetzung einstimmig zu und setzte damit ein klares Zeichen für ein respektvolles und sicheres Miteinander.

Denn Musik macht am meisten Freude, wenn sich alle gut aufgehoben und sicher fühlen.

Der Wind dreht sich weiter - Windpark Zeegendorf

Beim Windpark Zeegendorf heißt es weiterhin: Schritt für Schritt geht's voran. Genehmigungsplaner Herr Niklas Rhein gab dem Gemeinderat ein Update zum aktuellen Planungsstand. Vieles davon kennen die Bürgerinnen und Bürger bereits aus unseren vergangenen Berichten - dennoch gab es einen Ausblick auf die nächsten Etappen.

Der nächste große Schritt steht nun schon fest: Damit das eigentliche Genehmigungsverfahren starten kann, wird der Antrag auf die notwendige immissionsschutzrechtliche Genehmigung beim Landratsamt Bamberg eingereicht.

Natürlich spielte auch die Wirtschaftlichkeit des Projekts erneut eine wichtige Rolle. Klar wurde dabei: Ist ein Schritt geschafft, geht's direkt mit dem nächsten weiter. So nimmt das Projekt Stück für Stück weiter Fahrt auf.

Gut gerüstet für den Ernstfall

Die Feuerwehr Zeegendorf beteiligt sich an einem bayernweiten Pilotprojekt zur Sammelbeschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeugs (LF 10). Ziel des Projekts ist es, durch eine gemeinsame Bestellung mehrerer Feuerwehren über ganz Bayern Kosten zu sparen und gleichzeitig von höheren Fördermitteln zu profitieren.

Für Zeegendorf bietet sich dadurch die Möglichkeit, das ursprünglich vorgesehene Hilfeleistungslöschfahrzeug durch ein LF 10 zu ersetzen und dieses bereits früher zu beschaffen. Auch Feuerwehrkommandant Florian Schick sowie die zuständigen Kreisbrandverantwortlichen unterstützen dieses Vorgehen.

Der Gemeinderat stimmte der Teilnahme an der Sammelbeschaffung zu und gab damit den Startschuss für die weiteren Schritte. So wird bereits heute die Grundlage dafür geschaffen, dass die Feuerwehr Zeegendorf auch künftig bestens für ihre Einsätze ausgestattet ist.

Die Spielregeln werden aktualisiert - Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrecht

Manchmal müssen nicht nur Straßen oder Gebäude modernisiert werden - sondern auch die Spielregeln. Genau deshalb wurde die Hauptsatzung der Gemeinde überarbeitet und an die aktuellen Abläufe angepasst.

Neben dem Wegfall des Haupt- und Finanzausschusses spielt dabei vor allem die Digitalisierung eine Rolle: Einladungen und Sitzungsunterlagen gibt es künftig ausschließlich digital über das Ratsinformationssystem (RIS). Ergänzend wurde dafür eine monatliche IT-Pauschale für die Gemeinderatsmitglieder aufgenommen.

Mit den weiteren kleineren Anpassungen ist die Hauptsatzung nun wieder auf dem neuesten Stand.

Gut angelegt für die Zukunft - Reinhard-Reichnow-Stiftung

Die Reinhard-Reichnow-Stiftung, die seit 1990 soziale Projekte in und um Strullendorf unterstützt, wird von der Gemeinde verwaltet und finanziert ihre Arbeit aus den Erträgen ihres Stiftungsvermögens.

In der Gemeinderatssitzung standen die Finanzplanung für die Jahre 2027 bis 2029 sowie die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan 2026 auf der Tagesordnung. Dabei ergaben sich gegenüber den bisherigen Planungen keine Änderungen.

Der Gemeinderat gab grünes Licht für die Finanzplanung und den Haushalt. Damit kann die Stiftung auch in Zukunft dort helfen, wo Unterstützung gebraucht wird.

Glasfaser: Wir bleiben dran

Zum Schluss noch ein kleines Update zum Glasfaserausbau, denn wir wissen, dass das viele von euch beschäftigt.

Aktuell läuft das Ganze leider noch ziemlich schleppend. Zwischen der Gemeinde, dem Ministerium und der UGG haben zwar bereits gemeinsame Termine stattgefunden, trotzdem gibt es nach wie vor einige offene Fragen.

Wie es in diesen Bereichen weitergeht, wird derzeit noch besprochen. Uns ist bewusst, dass sich viele von euch endlich Klarheit wünschen - uns geht es da nicht anders. Deshalb bleiben wir an dem Thema dran und stehen weiterhin im Austausch mit allen Beteiligten. In Kürze erfolgt eine ausführliche Information darüber im Amtsblatt.

Stella Gailus, Gemeindeverwaltung