Die „Jungbläser der Musikkapelle Surberg – Lauter“ mit Taktgeber Tobias Burghartswieser am Flügelhorn (rechts) begleiteten den Kirchenchor, Mitwirkende und Zuhörer bei einem stimmungsvollen Gemeinschaftslied.
„…und des Himmels ganze Freud…“
Ein ergreifendes Adventssingen gestalteten über dreißig Sänger, Musikanten und Lektor Diakon Tobias Raab, die im Altarraum der Pfarrkirche Surberg Aufstellung genommen hatten.
Zu Beginn stimmte der Kirchenchor unter der Leitung von Margret Zahnbrecher gemeinsam mit dem Surberger Klarinettenquartett das Lied „Ach mein Seel, fang an zu singen“ an. Der Funke der Freude aus der Liedzeile „und des Himmels ganze Freud“ schien spürbar überzuspringen, als die vielen Zuhörer im vollbesetzten Mittelschiff, der in stimmungsvolles Kerzenlicht getauchten Pfarrkirche begeistert mitsangen. „Advent is a Leucht’n“ oder „A Liacht is aufkemma“ hießen weitere Lieder, die der Kirchenchor beeindruckend darbot.
Stattlich besang der „Alterfinger Männerzwoagsang“ „Wir wünschen euch allen eine glückselige Nacht“ oder „Josef und Maria wollten geh mitanand“. „Heiliger Abend, wias frühra einmal war“ mit gesprochenen und gesungenen Textzeilen fesselte ganz besonders.
Mal ganz zart zu „Der Verliabte“, mal präzise zu „Es hat sich heut eröffnet“ oder leichtfüßig zu „Baierischer Advent“ tanzten eindrucksvoll die 40 Finger des „Surberger Klarinettenquartett“ über ihre schwarzen Instrumente.
Unwiderstehlich zog das „Leonharder Quartett“ die Zuhörer in den Bann. In der Besetzung Ziach, Gitarre, Kontrabass und dem markanten Cello von Regina Brandner spielten sie „Mein Stern“, „Engelein flieg“ oder „Dem Himmel sei Dank“.
Wahrlich aufhorchen ließen zwei Nachwuchsgruppen. Die „Jungbläser der Musikkapelle Surberg – Lauter“ mit dem 17jährigen Taktgeber Tobias Burghartswieser am Flügelhorn ließen gekonnt die Weisen „O Wunder, was soll das bedeuten“, „Heiliger Tag“ oder „Wenn du gehst durchs Tal“ durch den Kirchenraum klingen. Die vierköpfige „Oimröserlmusi“ bezauberte in der Besetzung Kontrabaß, Gitarre und zwei Harfen, wobei eine Harfe ein paar Mal mit dem Hackbrett getauscht wurde. „Hemmalaia“, „Staad werd’n“ oder „Hochberger Harfenweise“ hießen die Stücke, die die vier Dirndln im Alter zwischen 15 und 17 Jahren gefühlvoll darboten.
Mit eingängiger Stimme im schönsten Bayerisch las Diakon Tobias Raab nachdenkliche, aber auch hoffnungsfrohe sowie freudvolle Texte, passend dem Leitspruch zum dritten Advent: „Gaudete – Freuet euch“.
„Jetzt kimmt die heilig Weihnachtszeit“ sangen Mitwirkende und Zuhörer noch einmal gemeinsam in Begleitung des Klarinettenquartett’s und der Jungbläser, bevor ein ergreifendes Adventssingen mit dem Andachtsjodler zu Ende ging.
Der Reinerlös aus den freiwilligen Spenden komme der Kirchenrenovierung zu Gute, informierte Sepp Wimmer Vorsitzender des veranstaltenden Pfarrgemeinderates. zim