Alle katholischen Christen in Surberg sind eingeladen am Samstag, 28. Februar von 18 bis 20:30 Uhr sowie Sonntag, 01. März von 8 bis 11 Uhr den neuen Pfarrgemeinderat zu wählen.
Sorge um Gottesdienststreichungen und drohenden Sanierungsstau
Lebendige Pfarrei hält ausführlichen Jahresreport – Neuwahlen im März
Am 01. März 2026 wird der Pfarrgemeinderat neu gewählt.
Das Wahllokal befindet sich im Trachtenprobraum im Rathausgebäude in Surberg. Gewählt werden kann bereits am Samstag dem 28. Februar 2026 von 18 bis 20:30 Uhr und am Sonntag, dem 01. März 2026 von 8 bis 11 Uhr.
Wahlberechtigt sind alle katholischen Christen, die das 14te Lebensjahr vollendet haben.
In seinem Grußwort appellierte Bürgermeister Michael Wimmer das Wahlrecht unbedingt wahr zu nehmen. Er betonte die Bedeutung einer lebendigen Pfarrei für die Gemeinde und würdigte alle im Vorder-, besonders aber auch jene im Hintergrund, die dafür sorgen, dass es so gut funktioniere.
Zudem im Vordergrund standen bei der Pfarrversammlung der Pfarrei Surberg im Pfarrheim Ende November neben den ausführlichen Jahresrückblicken der verschiedenen Gremien, die Darstellung der aktuellen Situation zur herausfordernden Personallage im Seelsorgeteam sowie zu mehreren Baustellen.
Die Organisation der zukünftigen Gottesdienstordnung mit einem immer mehr zusammenschrumpfenden Seelsorgerteam in der fünf Pfarreien umfassenden Stadtkirche Traunstein, beschäftigt Stadtpfarrer Konrad Roider derzeit sehr. Die Stadtkirche Traunstein umfasst die Pfarreien Sankt Oswald, Heilig Kreuz, Haslach Kammer und Surberg. Man werde enger zusammenrücken müssen, stellte Roider fest und wies mit einem Augenzwinkern darauf hin, dass Surberg ja noch Filialkirchen habe, wo es möglich sei, Gottesdienste mitzufeiern, wenn diese in der eigenen Pfarrei wegbrechen. Noch wichtiger werde die Arbeit der Ehrenamtlichen, denn je stärker die Pfarrei durch die Ehrenamtlichen, betonte er, umso stabiler stelle sie sich dar.
Bei den Fenstern, dem Kirchenschiff, der Turmzwiebel oder Außenputz bestehe großer Sanierungsbedarf an der Pfarrkirche Surberg. Doch die Kirchenbegehung mit einem Architekten der Diözese, brachte ein ernüchterndes Ende, sagte Kirchenpfleger Hermann Winkler. Die unmittelbare Dringlichkeit einer Sanierung sei nach Einschätzung des Architekten noch nicht gegeben, sodass Zuschüsse derzeit nicht fließen werden. Daher habe man eine Kostenstelle für die Kirchenrenovierung angelegt, so Winkler, wohin Kollekten und Gelder verschiedener Veranstaltungen fließen sollen. Vorwärts geht es dagegen bei der Sanierung des Pfarrheimkellers, der seit einem Wasserschaden im August 2024 komplett gesperrt ist. Die Kosten werden von der Versicherung übernommen und mit etwas Glück, können an Weihnachten, schätzte Winkler, wenigstens die Toiletten schon wieder in Betrieb genommen werden. Aus eigenen Mitteln konnte ein Neuanstrich des ehemaligen Pfarrhauses sowie die Instandsetzung der mittlerweile 50 Jahre alten Kirchenheizung bewerkstelligt werden.
Diakon Tobias Raab gab als Pfarrverantwortlicher der Pfarrei Surberg einen Einblick in sein seelsorgerisches Wirken im vergangenen Kirchenjahr. Dazu gehörten Wortgottesdienstfeiern, Taufen, Trauungen und Trauerbegleitung, die Begleitung bei der Erstkommunions- und Firmvorbereitung ebenso, wie die Zusammenarbeit mit der Schule oder Krankenbesuche.
Johanna Wolfgruber und Lea Brettschneider sprachen in ihrem Ministrantenjahresrückblick von Übungs- und Gaudistunden, der erfolgreichen Sternsingeraktion, dem Fastensuppenessen mit mehreren selbstgekochten deftigen Suppen, dem Kräuterbuschnbindn sowie erlebnisreichen Mini-Ausflug in den Klettergarten Ruhpolding. Mit einem kleinen Präsent verabschiedete Diakon Tobias Raab sechs Ministranten und bedauerte, dass in diesem Jahr keine neuen Mini’s dazu kommen.
Beim „Stamm Stoabock Surberg“ haben nach Neuwahlen Domenic Heinz und Raphaela Dürney als Stammesvorsitzende die Geschickte der Pfadfinder übernommen, informierte Simon Weiß gemeinsam mit Heinz. Bei der Nikolausaktion 2024 besuchten die Pfadi’s 35 Haushalte als Nikolaus und Kramperl. Zudem brachten sie das Friedenslicht von der Münchner Frauenkirche nach Surberg und warteten mit vielen Kindern im Pfarrheim an Heilig Abend aufs Christkindl. Zu den Jahreshöhepunkten zählte die Zeltlagerwoche mit 160 Pfadfindern aus dem ganzen Bezirk Ruperti-Mühldorf sowie die Ferienaktion in den Escaperoom Salzburg.
Aus dem Team Surberger Familienkirche sprach Maria Zillner jahresrückblickend von vielen Familien-, Jugend- und Kindergottesdiensten und gemeinsam organisierten Aktionen mit der Jugendstelle der Gemeinde, der Trachtlerjugendleiter und Feuerwehrjugend. Dazu zählten die After-Church-Jugendfaschingsparty oder das Johannifeuer.
„Alle 14 Tage war im Pfarrheim Surberg für Senioren was los“, sagte Christl Wimmer vom Seniorenteam. Im Wechsel wurden Seniorennachmittage und das mit der Seniorenstelle der Gemeinde auf die Beine gestellte gemeinsame Mittagessen angeboten. Die Gerichte kochte das Team vom Wirtshaus Lauter. Bei den Seniorennachmittagen gab es interessante Vorträge von der Caritasstelle oder zum Thema Fastenzeit, unterhielten der Autor Franz Xaver Gapp oder der Zauberer „Scharini“ und es wurden kleine Ausflüge unternommen.
Der Frauenverein brachte sich in die Gestaltung einer Rorate, des Weltgebetstages der Frauen sowie der traditionellen Maiandacht ein, informierte Frauenvereinsvorsitzende Kathi Schallinger. Zudem boten sie Osterkerzen an, halfen beim Pfarrfrühschoppen, machten einen Ausflug nach Wasserburg mit einer beeindruckenden historischen Stadtführung und fertigten für ihren Adventsbazar wieder zahllose Kränze und Gestecke.
Neben einem Rorate mit anschließendem Frühstück veranstaltete der Pfarrgemeinderat in der Adventszeit 2024 das bestens besuchte Adventssingen, informiert der Vorsitzende Sepp Wimmer. Der Rat kümmerte sich zudem um die Organisation der Palmweihe, Fußwaschung am Gründonnerstag und den Aufbau des Heiligen Grabes am Karfreitag. Die Kirche wurde geputzt, Patrozinium gefeiert, die traditionellen Bittgänge abgehalten, die Erstkommunion und Firmung mit- sowie Fronleichnam und der Pfarrfrühschoppen hauptorganisiert. Besonders hob Wimmer den stimmungsvollen Berggottesdienst auf der Hocherbalm hervor sowie die zuletzt stattgefundene Feier für Ehejubilare. 17 Paare brachten es auf 975 Ehejahre, wobei zum Tausender nur noch „eine Silberhochzeit fehlte“, stellte Wimmer schmunzelnd fest. zim