Das wird die nächste größere Baumaßnahme in Surberg. In der Bürgerversammlung informierte Bürgermeister Michael Wimmer über Einzelheiten zum Neubau der maroden Eisenbahnbrücke in Burghartsöd im östlichen Gemeindegebiet an der vielbefahrenen Haupteisenbahnstrecke München-Salzburg.
Bei der mäßig besuchten Bürgerversammlung im Wirtshaus Lauter gab Bürgermeister Michael Wimmer einen ausführlichen Einblick in das Gemeindegeschehen und legte Fakten und Zahlen offen. Zudem informierte er zum nahenden Bauabschluss an der offenen Ganztagsgrundschule sowie baldigen Baubeginn mit den vorbereitenden Maßnahmen an der Eisenbahnbrücke in Burghartsöd. Bürgeranfragen gab es keine.
Die Bauarbeiten lägen gut im Zeitplan, sagte Bürgermeister Michael Wimmer zum Bau der offenen Ganztagsgrundschule in Surtal, die noch im Herbst abgeschlossen werden sollen. Wimmer rechne mit einem Einzug in die neuen Räume im August, sodass zum neuen Schuljahr im September gestartet werden könne. Für den Bau mussten zur Zwischenfinanzierung neue Schulden in Höhe von 800.000 Euro aufgenommen werden, nachdem Ende 2025 die Gemeinde, mit Tilgung einer letzten Darlehensrate für die 1999 gebaute Surtalhalle als schuldenfrei galt. In seinem Finanzbericht erläuterte der Rathauschef zudem die stabil gebliebenen Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt, führte zum Vermögenshaushalt im Rechnungsjahr 2025 detailliert die Ist-Ausgaben von über zwei Millionen Euro auf, die größtenteils von den verschiedensten Zuschüssen gedeckt wurden. Zudem gab er einen Ausblick auf den Vermögenshaushalt 2026, wo auch für den Neubau der Eisenbahnbrücke in Burghartsöd Geld veranschlagt ist. Gesamt soll die Brücke 1,7 Millionen Euro kosten. Die Hälfte der Kosten übernimmt die Deutsche Bahn (DB). Die andere Hälfte werde sich für die Gemeinde noch einmal halbieren, da sie mit einem Zuschuss aus dem ELER-Programm (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) rechne. Gebaut werden soll die Brücke in der ersten Jahreshälfte 2027, wo die Bahnstrecke München-Salzburg wegen geplanter Arbeiten der DB mehrere Monate voll gesperrt sein wird. Um den Zeitplan möglichst einzuhalten, beginnen bereits im September dazu vorbereitende Baumaßnahmen.
Eine weitere geplante Baumaßnahme ist die Straßensanierung der Weinleite, die gemeinsam mit der Stadt Traunstein in Angriff genommen werden soll. Bereits fertig abgewickelt ist der Bau der neuen Brücke über den Degenbach in einem Waldstück Nahe Fuchsreut sowie der seit Februar rechtskräftige Flächennutzungsplan, der, so Wimmer, jetzt das Handwerkszeug für den neu gewählten Gemeinderat für die Weiterentwicklung der Gemeinde sein werde.
Neu angeschafft wurde ein Kommunalfahrzeug, das die Gehwegräumung im Winter auch an beengtester schmalster Stelle (beispielsweise bei der „Guin“) ermöglicht.
Zu den Einwohnerzahlen informierte der Rathauschef, dass zum Stichtag 31.12.2025 die Einwohnerzahl Surbergs mit 3438 zum Vergleich im Vorjahr (3495) leicht abgesunken sei. Waren es 2024 noch 14 Sterbefälle, stieg die Sterberate in 2025 auf 39 an, dem gegenüber 22 Geburten standen. In der Gemeinde Surberg, dem größten Arbeitgeber am Ort, sind derzeit insgesamt 70 Personen beschäftigt. Die Kindertagesstätte „Moosflitzer“ und den Waldkindergarten besuchen insgesamt 144 Kinder und 137 Kinder im aktuellen Schuljahr die Grundschule Surberg.
Fünf Männer wechseln sich als Fahrer des Surberger-Senioren-Rufbus ab und in der Seniorenarbeit Surberg werden mit dem „Ehrenamtlichen Helferkreis“ regelmäßig interessante Aktionen angeboten. Neu gibt es die „Taschengeldbörse“, wo Jugendliche mit leichten Auftragsarbeiten für Senioren ihr Taschengeld aufbessern können.
Als Überbrückung für Notfälle, informierte Wimmer, stelle sich das große Lager an sanitären Hilfsmitteln dar, wo von der Windel bis zum Rollator, vom Rollstuhl bis zum Pflegebett betroffenen Bürgern schnell und unkompliziert geholfen werden könne.
Die Gemeinde koordinierte im Sommer 2025 das Ferienprogramm, wo Dank der vielen Vereine 18 Aktionen stattfanden und 92 Kinder teilnahmen. Zudem setzte die Gemeindejugendpflegestelle mehrere Aktionen für Kinder und Jugendliche um.
Viel Zeit zum Ratschen und Kennenlernen nahm sich der Bürgermeister für die Hochzeits- und Geburtstagsjubilare, die gemeinsam zu zwei Ehrennachmittagen im Wirtshaus Lauter eingeladen wurden.
Von den Zuhörern der Bürgerversammlung gab es keine Wortmeldungen, dafür aber würdigende Worte des Rathauschefs für die ganze Gemeinde, als er bezugnehmend auf die im vergangenen Jahr 2025 gefeierte Surberger Festwoche stolz meinte: „Gemeinschaft und zamhelfa – das macht unsere Gemeinde aus“.