An zwei Vormittagen im Mai durften die Kinder ihre Omas und Opas in den Wald einladen um gemeinsam mit ihnen einen Tag im Waldkindergarten zu verbringen. Dieses Angebot wurde freudig angenommen, sogar eine rüstige Uri-Oma war dabei. Beim Morgenkreis wurden gemeinsam alte Volkslieder gesungen. Bei den Klassikern wie „Auf der Mauer, auf der Lauer“ und „Häschen in der Grube“ konnten sowohl die Kinder wie auch die Großeltern textsicher mitsingen. Aber auch den Kindern unbekannte alte Lieder wie „Das Wandern ist des Müllers Lust“ lernten sie von der älteren Generation. Die Großeltern erinnerten sich zurück an ihre Kindheit und erzählten den neugierigen Zuhörern, was sie so als Kinder gespielt haben. Die Gemeinsamkeit lautete: Wir waren viel draußen, haben mit den Kindern aus der Umgebung und im Wald gespielt. Ein Großvater erzählte vom Aufwachsen in der Schmiede und eine Großmutter vom Leben mit den Tieren auf dem Bauernhof. Die wichtigste Frage der Kinder im Anschluss war jedoch: Wie alt bist du denn? Während der Freispielzeit im Wald wurden ein paar der Spiele nochmals aufgegriffen, darunter waren Kaiser wie viele Schritte darf ich gehen, Versteckstdi, Fangstdi und Wer war’s, ein Spiel bei dem ein Kind mit verschlossenen Augen von einem der darum herumstehenden Mitspieler angestupst wird und errät, wer es war.
Auch die Waldkinder zeigten den Großeltern was sie am liebsten im Wald spielen. Dazu gehörte das Klettern, das Bauen von Wichtel- oder Feenhäusern und das Ausgraben von Schätzen wie Dinosteinen. Am berührendsten waren wohl die gemeinsamen Aktivitäten wie das Bilderbuchlesen im Wald, und die Oma, die sich fest vorgenommen hatte, mit ihrem Enkelkind ein Lager im Wald zu bauen und das auch so verwirklichte.
Für das leibliche Wohl war mit Kaffee und Kuchen zur Stärkung gesorgt. Zur Mittagszeit durften die Kinder und Großeltern nach einem ereignisreichen Vormittag wieder nach Hause. Und wer weiß, vielleicht gab es dort sogar vereinzelt noch die weltbesten Pfannkuchen von der Oma.