„Das Fränkische Reichenbach“ feierte seine lang herbeigesehnte Eröffnung.
Die örtliche Rechnungsprüfung ergab keine Beanstandungen. Gute Nachrichten gab es bei der Reichenbacher Gemeinderat-Sitzung am Montagabend auch im Bereich Feuerwehr.
Die örtliche Prüfung der Jahresrechnungen 2017 bis 2024 der Gemeinde Reichenbach oblag dem Rechnungsprüfungsausschuss mit der Vorsitzenden Katja Duman (SPD), Johannes Förtsch (parteilos) und Peter Dressel (BLR). Die Rechnungsprüfung fand am 13. November 2024 sowie am 13. Januar dieses Jahres statt.
Der Gesamthaushalt 2017 schließt mit 1.290.344,44 Euro (Verwaltungshaushalt 998.303,99 Euro / Vermögenshaushalt 290.040,45 Euro), 2018 mit 1.506.444,50 Euro (Verwaltungshaushalt 1.042.060,19 Euro / Vermögenshaushalt 464.384,31 Euro), 2019 mit 1.405.861,13 Euro (Verwaltungshaushalt 1.062.084,90 Euro / Vermögenshaushalt 343.776,23 Euro), 2020 mit 1.439.527,56 Euro (Verwaltungshaushalt 969.366,30 Euro / Vermögenshaushalt 470.161,26 Euro), 2021 mit 2.070.904,89 Euro (Verwaltungshaushalt 1.146.093,16 Euro / Vermögenshaushalt 924.811,73 Euro), 2022 mit 1.676.496,74 Euro (Verwaltungshaushalt 1.120.077,02 Euro / Vermögenshaushalt 556.419,72 Euro), 2023 mit 2.877.809,73 Euro (Verwaltungshaushalt 1.181.167,83 Euro / Vermögenshaushalt 1.696.641,90 Euro) sowie 2024 mit 2.407.934,57 Euro (Verwaltungshaushalt 1.631.778 Euro / Vermögenshaushalt 776.156,57 Euro).
In 2017 ergab sich eine Zuführung zum Vermögenshaushalt von 130.596,43 Euro, 2018 von 162.273,36 Euro, 2019 von 135.596,65 Euro, 2020 von 43.287,30 Euro, 2021 von 261.922,73 Euro, 2022 von 176.533,62 Euro, 2023 von 184.815,22 Euro sowie in 2024 von 370.473,08 Euro. Der Überschuss beträgt 16.063,51 Euro in 2017, 24.079,94 Euro in 2018, 503.062,52 Euro in 2021 sowie jeweils 0 Euro in den übrigen Jahren. Die Jahresrechnungen wurden entsprechend festgestellt; über- und außerplanmäßige Ausgaben genehmigt. Auf Wunsch von Johannes Förtsch (parteilos) soll die Prüfung ab sofort - in Rücksprache mit der Kämmerin Sabine Suffa - jährlich durchgeführt werden.
Neuer Notkommandant und stellvertretender Notkommandant
Mitte Juli 2025 legte der Kommandant der Reichenbacher Wehr sein Amt nieder sowie kurze Zeit darauf auch sein Stellvertreter. Nachdem die Aktiven seither - also sei rund einem halben Jahr - führungslos sind, wurde die Thematik am 3. Februar in einer Sitzung behandelt. Wie Reichenbachs Erste Bürgermeisterin Karin Ritter (SPD) erläuterte, wurde - nach persönlichen Gesprächen - Christian Gäbler zum Notkommandanten bestellt. Sein Stellvertreter wird Kevin Hertel, der sich feuerwehrtechnisch noch von Haßlach nach Reichenbach ummeldet. Die Bestellung gilt jeweils bis zur nächsten erfolgreichen Kommandantenwahl. Beide hatten hierzu ihr Einverständnis erklärt. Sie werden noch die zur Amtsausübung erforderlichen Lehrgänge absolvieren. In einem am Sitzungstag an alle Aktiven herausgegangenen Schreiben wurden diese entsprechend informiert. Die Bürgermeisterin bat die Kameraden, den neuen Kommandanten ihre Unterstützung zu gewähren. Aufgrund der Entwicklungen wird die regulär in der ersten Woche nach Fasching abgehaltene Jahreshauptversammlung der Wehr erst zu einem späteren Termin abgehalten.
Leuchtturmprojekt feierte Eröffnung
In weiteren Tagesordnungspunkten - Bekanntgaben und Informationen - ging es einmal mehr um die Revitalisierung des Anwesens Rennsteigstraße 16. Das Ensemble wurde saniert und erhielt einen Anbau. Ende 2025 waren die Arbeiten am „Das Fränkische Reichenbach“ weitgehend fertiggestellt, sodass die Gastronomie ihre lang herbeigesehnte Eröffnung feiern konnte. Um den Bauablauf nicht wesentlich zu stören und dadurch Verzögerungen hervorzurufen, erfolgten als dringliche Anordnung mehrere Auftragsvergaben für den zweiten Bauabschnitt an die Fa. Fehn. Dabei handelt es sich um Kernbohrungen zur Einführung der Hausanschlüsse (8.003,94 Euro), Rasengittersteine für den Feuerwehrstellplatz (14.928,61 Euro), Lieferung und Einbau eines Fettabschneiders aufgrund der geänderten Küchenplanung (13.814,56 Euro) sowie um die Grabenherstellung für die neue Wasserleitung (Hausanschluss) und Stromleitung (23.966,58 Euro). Für die Instandhaltung der Brandmeldeanlage wurde ein Instandhaltungsvertrag mit der Fa. Bosch nach Rücksprache mit dem Ingenieurbüro KSR abgeschlossen. Der Vertrag beinhaltet einmal jährlich Inspektion, Wartung und Begehung. Eine Alternative gibt es laut dem Ingenieurbüro nicht. Die monatlichen Kosten betragen 119,41 Euro netto über eine Laufzeit von 120 Monaten.
Nachdem die Beauftragungssumme für Malerarbeiten bei 39.597,51 Euro brutto betragen hatte, lag die Abrechnungssumme bei 58.677,48 Euro. Ursächlich für die Mehrkosten waren - erläuterte die Bürgermeisterin - mehrere Gründe. Zum einen ergab sich eine Verschiebung der Kosten vom Leistungsverzeichnis Innenputz in die Malerarbeiten (LV-Summe 6.000 Euro). Hinzu kamen kleinere Ausbesserungsarbeiten; der Stundenaufwand wurde jeweils auf unter 3.000 Euro geschätzt. Darüber hinaus fielen Mehrkosten für Arbeiten aufgrund von Änderungen während der Bauarbeiten an (Toilette, zusätzliche Wände etc.)
Radsternfahrt mit Ziel Reichenbach
Der Bürgermeisterin lag ein Schreiben von Manja Hünlein, Tourismuschefin am Rennsteig, vor, dass die diesjährige traditionelle Radsternfahrt in der Rennsteigregion am 7. Juni dieses Jahres nach Reichenbach führen solle. Dabei gab Karin Ritter zu bedenken, dass die Ortsdurchfahrt zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt und eventuell auch Haßlach noch gesperrt sei. Laut Peter Dressel und Siegfried Stubrach (beide BLR), die die Radsternfahrt mit Ziel Reichenbach namens der Ski-Langlauf-Gemeinschaft (SLG) Reichenbach angemeldet hatten, stelle dies kein Problem dar. Zum einen könnten die aus verschiedenen Gemeinden startenden Teilnehmer außen um die Ortsdurchfahrt herumfahren. Zum anderen handele es sich bei einem Großteil der Radsportler um Mountainbiker.
Sonstiges
In der letzten nichtöffentlichen Sitzung vom 2. Dezember 2025 erhielt das Architekturbüro Müller aus Kronach den Auftrag für die Planungsleistungen Umbau und Instandsetzung der Turnhalle, Leistungsphasen 1 bis 3. Zudem gab die Gemeinde eine Bewerbung für die Turnhalle beim Projektaufruf „Sanierung kommunaler Sportstätten“ ab. Mit Freude verkündete die Bürgermeisterin, dass die SPD-Frauengruppe 500 Euro für den Spielplatz spendet. Damit soll im Spiel-Eck der Kleinkinder eine kleine weitere Attraktion für die jüngsten Spielplatz-Besucher angeschafft werden. Die Spende resultiert aus den Trinkgeldern beim Seniorencafé-Treff. Herzliche Einladung erging abschließend zur großen Faschingsparty für Jung und Alt am Faschingsdienstag ab 14 Uhr in der Reichenbacher Turnhalle.