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Mitteilungsblatt für die Verwaltungsgemeinschaft Triesdorf
Ausgabe 10/2026
Ornbau
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Bürgerversammlung Ornbau vom 28.04.2026

Bürgermeister Meier geht nach seiner Begrüßung auf die Einwohnerzahlen in Ornbau ein. Zum 01.01.2026 waren in Ornbau 1.714 Einwohner mit Erstwohnsitz aus 43 Nationen gemeldet. Im bisherigen Jahr wurde 3 Geburten und 3 Sterbefälle, jedoch noch keine Hochzeiten beurkundet.

In seinem Rückblick auf die Wahlperiode 2020 – 2026 führt Bürgermeister Meier aus, dass es den Stadtrat immer wichtig war, die Stadt gemeinsam modern und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Dabei sollte jedoch der historische und gesellschaftliche Charme beibehalten werden. Neben der Aufwertung des Rathauses, bei welchem die Öffnungszeiten erweitert, ein Kultur- und Tourismusbüro und ein Quartiersmanagement und Bürgerhaus eingerichtet wurden, wurden aus der vergangenen Wahlperiode noch weitere Projekte fertiggestellt. So mussten and der Schule Brandschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Der Neubau der Kinderkrippe wurde abgeschlossen und für den Bauhof und die Feuerwehren wurden Fahrzeuge angeschafft. Dabei wurden zahlreiche Fördermöglichkeiten ausgenutzt. Die Erschließung des Baugebietes „Am Schimmelwasen“ war sinnvoll, um Bauland zur Verfügung stellen zu können, jedoch auch um künftig weitere Einnahmen für die Stadt zu generieren. Neben den Projekten wurden die bewährten Feste erhalten, jedoch auch neue Formate eingeführt. Wichtig war dabei auch, der Erhalt der historischen Geschichte mit z.B. der Ausstellung zur Heimatgeschichte und dem Häuserbuch, voranzubringen.

Zu den aktuell laufenden Projekten geht Frau Kübler auf das Quartiersmanagement und Bürgerhaus ein, welches nun seit rd. 3,5 Jahren besteht. Es werden verschiedene Veranstaltungen/Aktionen angeboten. Unter anderem gibt es einen Mittagstisch, eine Schafkopfrunde, Marktfahrten und Handarbeitstreffen. Zudem werden im Bürgerhaus auch Beratungen durchgeführt. Ein neues Projekt ist die Nachbarschaftshilfe, welche von allen Bürgerinnen und Bürger, nicht nur von Senioren in Anspruch genommen werden können. Über eine App können Dienste angeboten und angefragt werden.

Bürgermeister Meier geht weiterhin darauf ein, dass zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung das MVZ Altmühlgrund GmbH gegründet wurde. Seit 01.02.2026 läuft der Praxisbetrieb mit steigenden Patientenzahlen in Ornbau. Wie beim Diska, den Bäckern und dem Metzger ist es auch bei der Arztpraxis wichtig, die Angebote vor Ort zu nutzen, um diese auch langfristig erhalten zu können.

Im Baugebiet „Am Kappelweiher“ entstehen Bauflächen, unter anderem auch für den Neubau des MVZs durch einen privaten Investor. Daneben sollen noch Wohnungen und die Tagespflege entstehen. Die Arbeiten zum Neubau des Feuerwehrsozialtraktes sind weitestgehend abgeschlossen. Hier wurden Synergieeffekte genutzt und auch Sozialräume für den Bauhof geschaffen. Weiterhin wird in Ornbau ein Nahwärmenetz durch die Genossenschaft gebaut. Aktuell sind rd. 75 % der Trasse verlegt und es werden bereits 70 Häuser mit Nahwärme versorgt. Die Fertigstellung der Trasse ist für August 2026 geplant, so dass bis Ende des Jahres alle Häuser angeschlossen werden können. Parallel dazu wird Glasfaser von der Firma Bisping & Bisping verlegt. Unter www.breitband-ornbau.de sind hierzu Informationen abrufbar. Ein weiterer Breitbandausbau ist in der interkommunalen Zusammenarbeit mit den Gemeinden Burk und Mönchsroth geplant. Hier laufen aktuell die Angebotseinholungen und die Umsetzung soll in den kommenden Jahren erfolgen.

Bürgermeister Meier erläutert weiterhin, dass die Stadt das Kaplanhaus (Altstadt 8) relativ günstig erworben hat und nun der künftige Stadtrat ein Projekt daraus entwickeln oder es an einen Investor übergeben kann. Das Gebäude An der Stadtmauer 5 wurde an einen Investor verkauft, der hierzu bereits einen Bauantrag zur Schaffung von 3 Wohnungen eingereicht hat. Die alte Gerberei, Rupertsweiler 10 konnte nicht zu einer Gastronomie weiterentwickelt werden. Bürgermeister Meier hofft jedoch, dass das Gebäude zu Wohnraum saniert wird. Weiterhin sind 2 Rundwege geplant, in der Altstadt und um die Altstadt herum. Sobald die Förderzusage vorliegt, kann mit der Umsetzung begonnen werden. Weiterhin hat der Stadtrat bereits beschlossen, einen Bauantrag für den geplanten Wohnmobilstellplatz erstellen zu lassen, damit ggf. 2027 einen Zuschussantrag gestellt werden kann.

Weitere geplante Projekte sind die Instandsetzung von Straßen, Erneuerung von Fahrzeugen für den Bauhof, Fortführung der Sanierung der Stadtmauer und die endgültige Stilllegung der Deponie. Zudem steht der Kauf der Arztpraxis für das MVZ im Neubau an und durch die Almosenstiftung soll eine Tagespflege gebaut werden. Hier laufen bereits Gespräche mit einem möglichen Betreiber, die zeitnah abgeschlossen werden können. Weiterhin soll der Friedhof weitergestaltet werden. Frau Weißmann erläutert hierzu die Planung und führt aus, dass in diesem Jahr neue Urnengräber, eine Baumurnengrabstelle geschaffen und der Vorplatz vor der Leichenhalle umgestaltet werden soll, damit er mehr Schatten und Sitzgelegenheiten bietet.

Zur finanziellen Situation erläutert Bürgermeister Meier, dass der Haushalt dieses Jahr ein Volumen von rd. 7,4 Mio. Euro bei rd. 4,3 Mio. Euro Einnahmen aufweist. Der Schuldenstand wird zum 31.12.2026 bei rd. 1,5 Mio. Euro liegen, was eine Prokopfverschuldung von rd. 880 Euro bedeutet. Die Rücklagen entwickeln sich auch positiv und inkl. von Sonderrücklagen liegen diese bei rd. 2 Mio. Euro.

Bei der anschließenden Frage- und Diskussionsrunde wurde nachgefragt, was mit der alten Deponie geschieht. Hierzu hat Bürgermeister Meier erläutert, dass keine PV-Anlage dort errichtet werden soll, sondern dass die Rekultivierungsschicht erhöht und dann die Deponie stillgelegt werden soll. Auf Nachfrage zur Höhe der Grundsteuer A führt Bürgermeister Meier aus, dass vor der Grundsteuerreform die Einnahmen bei rd. 26.000 € lagen und diese jetzt bei 29.500 € liegen. Die Mehreinnahmen von 3.500 € verteilen sich jedoch auf alle Grundstücke der Grundsteuer A. Die Flächen haben über die Jahre auch an Wert zugenommen und die Steuern müssen regelmäßig angepasst werden. Bei der Grundsteuer B sind Mehreinnahmen von rund 25.000 € zu erwarten.

Anschließend hat Bürgermeister Meier die ausscheidenden Stadträte für ihre langjährige, ehrenamtliche Tätigkeit im Stadtrat verabschiedet und ihnen zum Dank ein Geschenk überreicht. Stadtrat Josef Heumann jun. und Stadtrat Dr. Bernhard Göttler für 6 Jahre, Stadtrat Gerhard Herrmann war seit Dezember 2012 im Stadtrat und Manuel Göttler hat 18 Jahre im Stadtrat mitgewirkt.

In seinem Schlusswort geht Bürgermeister Meier darauf ein, dass 6 intensive, prägende und bewegende Jahre in Ornbau hinter ihm liegen und ihm seine Aufgaben sehr viel Spaß gemacht haben. Er bedankt sich bei allen, die in den letzten 6 Jahren zur Weiterentwicklung der Stadt beigetragen haben und wünscht dem neuen Stadtrat alles Gute, kluge Entscheidungen und ein gutes Miteinander.