Auslöser für die Idee am Kerwa-Sonntag zusätzlich zum normalen Programm einen Handwerkermarkt auf die Beine zustellen war eine Urkunde, die aktuell in der Ausstellung zur Stadtgeschichte im Ornbauer Rathaus zu sehen ist. In dieser Urkunde vom 26. Mai 1516 bestätigte der damalige Landesherr, der Eichstätter Fürstbischof Gabriel von Eyb, die sieben Märkte, die bis zu diesem Zeitpunkt zwischen dem Montag nach Maria Lichtmess im Februar und dem Tag des Heiligen Andreas Ende November in Ornbau stattfanden. Darüber hinaus erlaubte von Eyb einen weiteren Markt, der künftig am 28. Oktober, am Tag der Heiligen Simon und Judas, stattfinden durfte. 2026 jährt sich diese Aufstockung auf acht Markttage, die die wirtschaftliche Bedeutung der kleinen Stadt am Beginn der Neuzeit zeigt, zum 510. Mal und so soll der Jakobimarkt an diese alte Tradition anknüpfen.
Für Ornbau werden übrigens bereits in der Zeit um 1300, im Eichstätter Salbuch, die ersten Märkte erwähnt. Damit zählt das Marktrecht der heutigen kleinsten Stadt Mittelfrankens mit zu den Ältesten am Oberlauf der Altmühl. Zum Vergleich erhielten Wolframs-Eschenbach 1332, Bechhofen 1351, Gunzenhausen 1401, Weidenbach 1495 und Merkendorf gar erst 1479 das Marktrecht zugesprochen.
Für dieses Jahr haben rund 25 Aussteller zugesagt, die ihre Waren am 26. Juli ab 11 Uhr in der Ornbauer Altstadt, parallel zum übrigen Programm der Kerwa, anbieten werden. Neu im Kerwaprogramm ist dieses Jahr außerdem der Familiennachmittag am Kerwa-Montag. Ab 14 Uhr wird es hier ein besonderes Angebot für Groß und Klein geben.