In der Reihe „Kultur in der Altstadt“, die sonst immer als Open-Air-Veranstaltung stattfindet, gastierte der Windsbacher Knabenchor am 10. Juli in unserer Jakobuskirche. Unter der Leitung von Ludwig Böhne präsentierte der rund 60-köpfige Chor eine beeindrucke Bandbreite seines Könnens.
Das Konzert gehörte dabei zu einer kleinen sommerlichen Konzertreihe, die den Chor zum Schuljahresende außerdem nach Naumburg an der Saale, Straupitz im Spreewald, Stuttgart, St. Blasien im Südschwarzwald und Münchenstein in der Schweiz brachte.
Zu hören gab es Klassiker wie „Geh aus mein Herz und suche Freud“ – ein Lied, dass sicherlich jeder im Ohr hat, von dem aber nicht jeder weiß, dass der Text von Paul Gerhardt bereits mehr als 350 Jahre alt ist.
Für ein unvergessliches Klangerlebnis sorgte das Stück „Viel: kamen, kommen, werden“ des in New York lebenden deutschen Komponisten Reiko Füting. Komponiert als Auftragswerk für den Windsbacher Knabenchor konnten die Knaben bei dem lautmalerischen Erlebnis, dass eine Mischung zwischen dem Sprechen und Singen einzelner Wörter und Sätze, von Zischlauten und gehauchten Passagen war, sein ganzes Können zeigen.
An der Orgel zeigten Stefan und Cornelius Ubl aus Herrieden ihr Können und verschafften dem Chor kurze Verschnaufpausen. Für ein Stück, zwei Sätze aus der Petite Suite von Denis Bédard, nahmen Vater und Sohn sogar nebeneinander an der frisch renovierten Orgel Platz und spielten mit vier Händen und Füßen.
Finanziell unterstützt von den Sparkassen in Mittelfranken hatte der Männergesangverein Cäcilia die Organisationsfänden für das Konzert in der Hand. Gerhard Herrmann hatte als Vereinsvorsitzer die Aufgabe übernommen den Chor in Ornbau Willkommen zu heißen und dankte in seinen Schlussworten im Besonderen Jürgen Kleider, der die Hauptarbeit in der Vorbereitung übernommen hatte. Im Anschluss an das Konzert nutzen viele Besucher die Möglichkeit den sommerlichen Abend in gemütlicher Atmosphäre rund um die Kirche ausklingen zu lassen.