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Mitteilungsblatt für die Verwaltungsgemeinschaft Triesdorf
Ausgabe 21/2024
Ornbau
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Amtliche Bekanntmachungen

Das Foto zeigt von rechts nach links: Susanne Gruber (Stiftungsvorsitzende Josef-und-Karolina-Bengel-Stiftung), Christa Weißmann (Gruppe Füreinander-Miteinander), Hans Popp (Bezirksrat), Christa Heckel (Vizepräsidentin des Bezirkstages), Ralf Czarnietzki und Harald Schiffermüller (Restauratoren), Friedrich Hilterhaus, Bürgermeister Marco Meier, Landrat Dr. Jürgen Ludwig, Elisabeth Schalk (Vorsitzende Katholischer Frauenbund), Markus Heinz (Vorsitzender Verein Freunde Triesdorf und Umgebung), Stadtpfarrer Dr. Wolfgang Börschlein, Generalkonsul Alexandre Vulic, Roberto Eichinger (Hilterhaus-Stiftung)

Am 28. September wurde in der Ornbauer Friedhofskirche St. Jodokus die gelungene und erfolgreiche Restaurierung des Bievre-Grabmals gefeiert. Im gepflegten Friedhof dominiert eben dieses Bievre-Grabmal oder Bievre-Denkmal, wie es in Ornbau oft genannt wird. "Durch ovale Luftlöcher kann man übrigens in die Gruft schauen und wenn die Sonne genau richtig hineinscheint, kann man sogar noch den Leichnam von Monsieur Marquis de Bievre sehen", informierte Bürgermeister Marco Meier. Für Ornbau ein historisch wichtiges Denkmal, das in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu zerfallen drohte.

Deshalb freute sich Bürgermeister Marco Meier, dass die Friedhofskirche bis auf den letzten Platz besetzt war: "Das große Interesse zeigt die Verbundenheit der Bevölkerung zum Grabmal, zu unserer Historie und zu unserer jüngeren Geschichte." Franziska Lehmann von der vom Bezirk Mittelfranken geförderten Forschungsstelle für fränkische Volksmusik referierte über die Geschichte des Denkmals: "Angesichts der sich anbahnenden umgreifenden Veränderungen im Frankreich im Jahr 1789 verließ der Schriftsteller und Angehörige der Leibgarde des Königs, Georges François Maréchal Marquis de Bièvre (1747-1789) Frankreich. Über England führte ihn sein Weg an den Hof des Markgrafen (Christian Friedrich Carl) Alexander von Brandenburg-Ansbach. Dort verstarb Bièvre am 24. Oktober 1789 - allerdings nicht in der Ansbacher Residenz, sondern in Triesdorf, der Sommerresidenz des Markgrafen. Der Katholik Bièvre konnte aber nicht auf dem protestantischen Triesdorfer Friedhof bestattet werden, so wurde sein Leichnam nach Ornbau überführt und hier beigesetzt, allerdings nicht sofort in diesem imposanten Grabmal. Dies entstand erst Jahre später im Auftrag von Anna Pas de Vassal." Bürgermeister Marco Meier: "Neben den zahlreichen Spenden waren zwei Argumente entscheidend, dieses Denkmal vor dem Zerfall zu retten: Zum einen ist es ein für Ornbau und die Region bedeutsames Denkmal, das einfach zur Geschichte Ornbaus gehört. Und zum anderen steht das Denkmal für die deutsch-französische Freundschaft." Der extra für die Restaurierungsfeier angereiste Französische Generalkonsul Alexandre Vulic freute sich, dass Ornbau das Denkmal restauriert hat und durch die Städtepartnerschaft ein kleines Zeichen für die Verbundenheit beider Länder und für Frieden in Europa gesetzt hat. Anschließend trug sich der Diplomat in das Goldene Buch der Stadt Ornbau ein. Von den Gesamtkosten in Höhe von 45.000 Euro konnten insgesamt rund ein Drittel durch Spenden und Zuschüsse abgedeckt werden. Bürgermeister Marco Meier sprach einen großen Dank an alle Spender und Beteiligte aus, die zum erfolgreichen Gelingen bei der Vorbereitung und der Durchführung beigetragen haben.

Die Stadt Ornbau sagt "HERZLICHEN DANK":

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Bauhofmitarbeiter der Stadt

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Geschäftsleitung der VG Triesdorf Stefanie Schöller

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Dr. Kerstin Kech vom Kultur- und Tourismusbüro

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Kulturbeauftragter Georg Hald

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Restaurator Ralf Czarnietzki und seinen Team

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Mitgliedern des Stadtrates

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Die Spende der Pfarrgemeinde Ornbau in Höhe von 4.000 Euro.

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Die Spende von Friedrich Hilterhaus in Höhe von 3.500 Euro.

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Heinz Walter, der den Kontakt zur Hilterhaus-Stiftung hergestellt hat.

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Die Spende vom Verein der Freunde Triesdorf und Umgebung in Höhe von 2.000 Euro.

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Die Spende in Höhe von 1.500 Euro aus der Josef-und-Karolina-Bengel-Stiftung. Herzlichen Dank an Prof. Dr. Manfred Bengel und Norbert Bengel.

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Der Bezirk Mittelfranken und der Landkreis Ansbach haben jeweils eine Lösung gefunden, um auch einen Beitrag für dieses überregional bedeutende Denkmal zu leisten: Herzlichen Dank für jeweils 1.500 Euro.

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Die Spende in Höhe von 1.000 Euro von der Gruppe Füreinander-Miteinander.

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500 Euro hat der Katholische Frauenbund gespendet.

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Jeweils 500 Euro haben Sparkasse Ansbach und die VR-Bank Mittelfranken Mitte als Spende überwiesen.