Das Kinder- und Jugendtheater „Die Bühnenstrolche“ des Theatervereins Laetitia Untermeitingen hat in dieser Spielzeit einen echten Klassiker auf die Bühne gebracht. Mit „Alice im Wunderland“ präsentierte das Ensemble eine ebenso fantasievolle wie anspruchsvolle Inszenierung, die das Publikum von der ersten bis zur letzten Szene in ihren Bann zog. Grundlage der Aufführung war eine Bearbeitung des renommierten Theaterautors Helmut Kulhanek, die in vier Aufzügen ein vielschichtiges Theatererlebnis bot.
Kulhaneks Version des weltbekannten Kinderbuchs von Lewis Carroll verbindet poetische Sprache mit überraschenden und teils nachdenklichen Momenten. Dabei gelingt es der Inszenierung, einen behutsamen Zugang zu den großen Fragen des Erwachsenwerdens zu eröffnen. Im Mittelpunkt steht die junge Alice, die sich auf eine abenteuerliche Reise durch das geheimnisvolle Wunderland begibt. Auf ihrem Weg begegnet sie skurrilen Figuren und ungewöhnlichen Situationen, die sie immer wieder herausfordern – stets auf der Suche nach ihrer eigenen Identität und ihrem Platz in der Welt.
Dass dieses Stück für die Beteiligten eine besondere Herausforderung darstellte, beschreibt der Vorsitzende des Theatervereins Christian Schrodt so: „Dies ist für uns alle etwas Neues und Theater ist weit mehr als bloße Unterhaltung“. Diese Haltung war während der gesamten Aufführungen spürbar und spiegelte sich in jeder Szene wider.
Großen Respekt verdienen auch die Bühnenbauer sowie die Ton- und Lichttechniker, die mit viel Kreativität und technischem Können maßgeblich zum Gelingen der Aufführung beitrugen. Mit jedem Szenenwechsel wurde das Publikum tiefer in die Handlung hineingezogen, unterstützt durch stimmungsvolle Lichteffekte, passende Kostüme und ein liebevoll gestaltetes Bühnenbild. So entstand ein Gesamtkunstwerk, das nicht nur Kinder, sondern auch erwachsene Zuschauer begeisterte und eindrucksvoll zeigte, welch hohes künstlerisches Niveau das Kinder- und Jugendtheater „Die Bühnenstrolche“ erreicht hat.
Alice steht als Zeugin bei der Königin wegen eines Kuchendiebstahls vor Gericht.
Große Erleichterung bei allen Darstellern nach der Aufführung
Text: Jürgen Schmidt