Der „Tag der offenen Baustelle“ machte seinem Namen in Untermeitingen alle Ehre. Trotz laufender Arbeiten gewährten Gemeinde und Sportverein Untermeitingen (SVU) den Bürgerinnen und Bürgern einen Einblick in das Millionenprojekt, das bislang nur von außen zu betrachten war. Die vor knapp 30 Jahren gemeinsam mit der Mittelschule eröffnete Zweifachhalle war zuletzt sowohl renovierungsbedürftig als auch zu klein geworden. Um den Anforderungen und dem intensiven Trainingsbetrieb – insbesondere in den Schwerpunkt-Sportarten – gerecht zu werden, erwies sich eine Erweiterung als unumgänglich. Mit dem Anbau einer dritten Halle sollen künftig deutlich mehr sportliche Angebote für alle Alters- und Interessengruppen möglich sein.
Die neue Dreifachsporthalle bietet auf großzügiger Fläche Raum für Sportarten wie Basketball, Tischtennis, Gymnastik und viele weitere Aktivitäten. Neben modernen Ausstattungen stellt sie damit nicht nur eine Bereicherung für den Schulsport dar, sondern auch für Vereine sowie für die gesamte Bevölkerung. Direkt vom Parkplatz gelangen Sportler und Besucher künftig in ein helles, großzügiges Foyer. Dieses lässt sich durch Trennwände in kleinere Räume unterteilen und kann unter anderem für die Mittags- und Ganztagsbetreuung genutzt werden. Eine neue Küche dient sowohl als Essensausgabe für Schulkinder als auch zur Bewirtung bei Vereinsveranstaltungen oder Turnieren. Große Fenster ermöglichen Einblicke in die tiefe gelegene Halle; zusätzliche Sichtachsen bieten zwei oberhalb verlaufende Gänge entlang der Spielflächen.
Zur Südseite entsteht eine neue, flexibel nutzbare Tribüne, die je nach Bedarf ein- oder ausgefahren werden kann und auch im eingefahrenen Zustand begehbar ist. Ebenfalls neu sind eine moderne Belüftungsanlage sowie eine Fußbodenheizung, die über eine Wärmepumpe in Verbindung mit Photovoltaik und Gas betrieben wird. Für die Reinigung der Hallenfläche ist ein Wischroboter im Wert von rund 40.000 bis 60.000 Euro vorgesehen, der selbstständig Schmutzwasser austauschen kann. Auf der Ostseite erleichtert eine Abfahrt den Transport von Sportgeräten direkt in die Halle. Ergänzend steht ein rund neun mal neun Meter großer Gymnastikraum zur Verfügung, der sich insbesondere für kleinere Gruppen oder Tanzangebote eignet.
Gut zwei Jahre nahm die Errichtung der Sportanlage in Anspruch – bislang liegt das Projekt weiterhin im Zeitplan. Probleme während der Bauphase blieben weitgehend aus, abgesehen davon, dass während der täglichen Arbeiten mehrere Paletten Dämmmaterial entwendet wurden. Planung und Bauleitung übernahm das Architekturbüro Christian Weiß aus Burgau.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 7,5 Millionen Euro. Darin enthalten ist ein Investitionspaket zur Sportstättenförderung von Bund und Freistaat Bayern in Höhe von über vier Millionen Euro. „Ohne diesen Zuschuss hätte dieses große Projekt so nicht realisiert werden können“, betont Bürgermeister Simon Schropp. „Auch der Zeitpunkt der Förderung war ideal.“
Die Fertigstellung steht kurz bevor: Bereits nach den Osterferien soll der Schulsport in der neuen Halle starten. Die Sportvereine werden die Anlage nach ihrem Auszug aus den Interimsquartieren voraussichtlich nach den Pfingstferien nutzen können.