Sie machten das Krippenspiel des Kindergartens St. Martin so ungewöhnlich. In einer Stallszene diskutierten Kinder als verkleidete Tiere.
Unterwössen - Dicht an dicht drängten sich Eltern, Großeltern und Geschwister in den hölzernen Bankreihen der Pfarrkirche St. Martin, das Krippenspiel des Kindergartens St. Martin zu erleben. Mit den Jüngsten in den Bankreihen ging es sehr lebendig zu. Davor der mit viel Tannengrün geschmückte Altarraum, der die Bühne bot.
Am Ambo stand auf einer kleinen Staffelei der junge Sprecher, weißes Hemd, Engelflügel Heiligenschein. Bäume mit Tannengrün standen in der Szene, rechts am Rand eine kleine Hütte aus Zweigen mit einem Tuch als Dach.
Es dauerte einen Moment, bis sich die Stille durchsetzte, als das Lied „Staad, staad, heut is Advent“ erklang. Leise, klare Töne von Gitarren begleitet und gesungen von einem vielköpfigen Engelchor. Es folgte ein Krippenspiel, kindgerecht für junge Darsteller und Zuhörer, verwurzelt im Dialekt und getragen von den Kindergartenkindern als Darstellern. So wurde das keine steife Aufführung einer tausendmal erzählten Geschichte. Lebendige Szenen, reihten sich zu einer Geschichte mit besonderen Momenten.
Während der Szenenwechsel sorgte der vielköpfige Engelchor immer wieder für die musikalische Untermalung und hielt die Handlung zusammen. Kinder in Weiß mit Heiligenschein und Engelflügeln sangen rechts des Altarraums. Erzieherinnen begleiteten mit Gitarren und Flöten. Lieder wie „Wos tuat denn da Ochs im Kripperl drin?“ oder das abschließende „Am Kranz das erste Kerzl brennt“ sangen die Engel kräftig in das Kirchenschiff hinein.
Als der letzte Ton verklungen war, dauerte es einen Moment der Stille. Dann brandete der Applaus auf. Laut, anhaltend. Die besondere Atmosphäre der abgedunkelten Pfarrkirche, das Spiel der Kinder, die so andere Geschichte schufen eine Atmosphäre, der sich die Familien nicht entziehen konnten.
fg