Die Kinder aus den vier Gruppen des Kindergartens St. Martin verabschiedeten ihre Großen ins Schulleben. Sie überreichten die Schultüten.
Unterwössen – 34 Vorschulkinder des Kindergartens St. Martin nahmen am Donnerstag im Kurpark Unterwössen Abschied. Nach den Sommerferien starten sie in die Schulzeit.
34 kindhohe Buntstifte säumten die Wege zum Musikpavillon, an ihren Spitzen wehten knallrote Luftballons in Herzform im Wind. Auf der Bühnenstufe lagen die von den Eltern gebastelten Schultüten bereit. Vor allem im Schatten der alten Bäume und des Pavillondaches drängten sich Eltern, Großeltern und Geschwister. Die Anteilnahme war groß.
Den Höhepunkt bildete die Schultütenübergabe. Gruppe für Gruppe traten die Kinder nach vorn. Kinder aus den Gruppen verabschiedeten ihre „Großen“ und überreichten ihnen die Schultüten. Eltern – die Frechdachse, die Wilden Kerle, die Wurzelzwerge und die Waldwichtel. Kleine Anekdote am Rande: Eine Erzieherin verspürte die enttäuschten Erwartungen und erklärte, dass in den Schultüten nur etwas Kleines stecke. Die prall gefüllte Schultüte gäbe es erst am ersten Schultag, gefüllt von Eltern und Großeltern.
Unter dem Leitgedanken „Abschied mit Herz" hatten die Erzieherinnen ein Programm aus Liedern und Gedichten zusammengestellt. Dupke deutete das Motto an den Buntstiften mit den Herz-Luftballons – ein Nebeneinander von Freude und Wehmut. Den Schlaufüchsen wünschte sie Mut und Neugier, vor allem aber stets einen Menschen an ihrer Seite, der an sie glaubt.
Die jüngeren Kindergartenkinder gaben den Schlaufüchsen gute Wünsche mit auf den Weg. Die Kinder sangen vom nahenden Schulstart – „Bald geht die Schule los" –, zum Abschied stimmten sie „Wenn wir gehen" an. In ihren Fürbitten wünschten sie sich Freunde an der Seite, geduldige Lehrer und erholsame Pausen. Nach jedem Wunsch antwortete der Musikpavillon im Chor: „Guter Gott, erhöre uns."
Pfarrer Straßer sprach das Vaterunser und den Segen über Kinder, Familien und Schultüten. In das Gebet schloss er die Einsatzkräfte des Waldbrands bei Oberwössen ein und bat um Fürbitte, dass das Feuer bald gelöscht werde.
Zum Abschied mit Herz gehörte auch die Verabschiedung aus dem Erzieherkreis. Ava Erdmann wechselt nach ihrem Einführungsjahr im September nach Traunstein, Birgit Gschoßmann übernimmt eine Leitung des Kindergartens in Staudach-Egerndach. Zum Dank von Birgit Dupke gab es großen Applaus der Familien. Ebenso groß der Applaus für Reinigungskraft Rosi Fladischer, die auch in der staubigen Umbauzeit stets zur Stelle gewesen sei, und den Hausmeister Lukas Hallweger. Er ist Nachfolger von Franz Mix.
Für die vorbildliche Zusammenarbeit mit Elternbeirat und Förderverein dankte sie stellvertretend den Vorsitzenden Amrei Loider und Kathi Christmann. Ein warmherziger Dank für ihr besonderes Vertrauen hatte Dupke für die Eltern.
Seit rund zwei Jahren wird der Kindergarten umgebaut. Über die Schließzeit im August soll die Sanierung weitgehend abgeschlossen werden. Zum Start des neuen Kindergartenjahres soll – bis auf Kleinigkeiten – alles fertig sein. Wünsche, so Dupke, seien dabei weitgehend berücksichtigt worden bis hin zur Farbe der neuen Turnhalle. In diesem Zusammenhang dankte sie auch der Gemeinde mit dem Bauamt und dem Bauhof.
Zum Schluss durften die Schlaufüchse ihre Buntstifte vom Wegesrand mit nach Hause nehmen. Diese Woche ist der Kindergarten noch geöffnet. Dann geht es in die großen Ferien und in ein neues Jahr.