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Wössner Gemeindezeitung Amtliches Bekanntmachungsorgan der Gemeinde Unterwössen
Ausgabe 18/2026
Vereine und Verbände
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BRK Traunstein

Herzstillstand kann jeden treffen – schnelle Hilfe durch Angehörige, Freunde und Kollegen ist entscheidend

Jeden Tag erleiden in Deutschland durchschnittlich rund 350 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses. Besonders häufig passiert dies nicht irgendwo auf der Straße, sondern im privaten Umfeld – zu Hause, bei Freunden, bei der Arbeit oder in der Freizeit. In diesen entscheidenden ersten Minuten sind es deshalb meist Angehörige, Freunde, Nachbarn oder Arbeitskollegen, die zu Ersthelfern werden.

Ein sofortiger Notruf über die 112 und der unverzügliche Beginn der Wiederbelebung können Leben retten. Bis der Rettungsdienst eintrifft, müssen die lebenswichtigen Funktionen des Körpers durch die richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen unterstützt werden, wie in diesem Fall z. B. mit 100 bis 120 Kompressionen pro Minute des Brustkorbes des Patienten.

Doch viele Menschen sind unsicher. Der eigene Erste-Hilfe-Kurs liegt häufig schon viele Jahre zurück. Was damals gelernt wurde, ist vielleicht nicht mehr präsent – und die Angst, im entscheidenden Moment etwas falsch zu machen, ist groß. Dabei gilt: Etwas zu tun ist in dieser Situation immer besser, als nichts zu tun.

Regelmäßige Erste-Hilfe-Schulungen können Sicherheit geben. Hilfsorganisationen wie das Bayerische Rote Kreuz bieten deshalb unterschiedliche Möglichkeiten an, Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen und praktisch zu trainieren.

Doch gerade im hektischen Alltag fehlt vielen Menschen die Zeit für einen ganztägigen Erste-Hilfe-Kurs. Genau hier setzt das kompakte Angebot „Lebensretter112“ des Bayerischen Roten Kreuzes an.

In nur 112 Minuten werden die wichtigsten Maßnahmen vermittelt, die im Notfall entscheidend sein können. Dabei bleibt es nicht bei theoretischen Informationen: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben auch die Möglichkeit, wichtige Maßnahmen praktisch zu üben.

Im Mittelpunkt steht die Wiederbelebung. Die Teilnehmenden erfahren, wie ein Herz-Kreislauf-Stillstand erkannt wird, wie der Notruf richtig abgesetzt wird und wie mit der Herzdruckmassage begonnen wird.

Darüber hinaus werden weitere häufige und lebensbedrohliche Notfallsituationen behandelt. Dazu gehören unter anderem Herzinfarkt, Schlaganfall, starke Blutungen und die Versorgung eines bewusstlosen Menschen.

Das Ziel ist einfach: Menschen sollen im Ernstfall nicht hilflos danebenstehen, sondern wissen, was zu tun ist.

Auch für den Landkreis Traunstein ist es wichtig, dass Notfallpatientinnen und -patienten die notwendige Hilfe möglichst schnell erhalten. Der Rettungsdienst benötigt trotz aller Professionalität einige Minuten, um den Einsatzort zu erreichen. Diese Zeit kann durch einen entschlossenen und gut vorbereiteten Ersthelfer überbrückt werden.

Mit „Lebensretter112“ möchte das Bayerische Rote Kreuz möglichst vielen Menschen die Angst vor Erster Hilfe nehmen und ihnen die Sicherheit geben, im entscheidenden Moment zu handeln.

Wenn ein Mensch zusammenbricht, ist es egal, wann der letzte Erste-Hilfe-Kurs war. Lebenswichtig ist, dass jetzt und in diesem Moment geholfen wird.