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Wössner Gemeindezeitung Amtliches Bekanntmachungsorgan der Gemeinde Unterwössen
Ausgabe 18/2026
Aus dem Rathaus
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Das Alte Bad Unterwössen als Fallstudie im Forschungsprojekt „RaumTeiler“

 

Vielerorts stehen Gebäude leer oder werden nur teilweise genutzt. Gleichzeitig fehlen oft geeignete Räume für Vereine, Bildungs- und Betreuungsangebote, Kultur oder Begegnung. Statt neu zu bauen, stellt sich die Frage, wie vorhandene Gebäude besser genutzt, sinnvoll ergänzt und langfristig erhalten werden können. Hier setzt das Forschungsprojekt „RaumTeiler – Mehrwert durch Mehrfachnutzung“ der Wüstenrot Stiftung an.

Das Alte Bad in Unterwössen ist eine Fallstudie des Forschungsprojekts. Am 14. Juli 2026 besuchte das Forschungsteam von Weeber+Partner mit Simone Bosch-Lewandowski und Jana Ebeling, Institut für Stadtplanung und Sozialforschung, aus Stuttgart das Alte Bad, um das Projekt näher kennenzulernen. Bei einer Besichtigung wurden Eindrücke gesammelt und Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinde, des Achental Tourismus und des Musikvereins sowie mit dem Architekten geführt. Dies waren Altbürgermeister Ludwig Entfellner, ehemaliger Bauamtsleiter Hans Thullner, sowie Jana Schmidt-Hindinger, Christoph Scheithauer, Eli Keihl, Raffi Pothast, Alex Degener und Otto Dufter.

Nachdem das Hallenbad 2012 geschlossen wurde und leer stand, entwickelte die Gemeinde gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern ein neues Nutzungskonzept für das Gebäude. Heute vereint das Alte Bad vielfältige Angebote unter einem Dach: Die Achental Halle und der Gemeindesaal stehen für Veranstaltungen, Feiern und Vereinsaktivitäten zur Verfügung. Hinzu kommen der Achental Tourismus und die Almenwelt, Sport- und Bewegungsangebote sowie Räume für örtliche Vereine und das Familienzentrum des Wössner Regenbogen e.V. Aus dem ehemaligen Hallenbad ist seit seiner Neueröffnung 2019 ein vielseitiger Treffpunkt für Unterwössen und die Region geworden.

Das Forschungsprojekt untersucht anhand rund 20 solcher Fallstudien in Deutschland und Europa, wie Bestandsgebäude – darunter Schulen, Bahnhöfe, Kirchen, Fabriken, Hallenbäder – durch Mehrfachnutzung zu Orten des Austauschs und des sozialen Miteinanders werden können. Die Ergebnisse werden als Buch veröffentlicht, das Erfolgsstrategien ebenso wie Herausforderungen solcher Projekte aufzeigt. Es soll Kommunen, Einrichtungen, Vereine und Initiativen dazu anregen, bestehende Gebäude neu zu denken und ihre Potenziale stärker zu nutzen.

Weeber+Partner dankt der Gemeinde Unterwössen und allen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern herzlich für die Unterstützung und die interessanten Einblicke.