Unterwössen - Pfarrer Martin Straßer sandte im Gottesdienst zu Heilige Drei Könige in der Kuratiekirche Oberwössen die 21 Sterninger in sechs Gruppen aus. Die jungen Königinnen und Könige zogen darauf durch Oberwössen, um den Häusern den Segen zu bringen und Spenden für notleidende Kinder weltweit zu sammeln.
In seiner Predigt stellte Pfarrer Straßer die 68. Aktion Dreikönigssingen vor, die unter dem Motto "Schule statt Fabrik - Sternsingen gegen Kinderarbeit" steht. Er schilderte die Lebensumstände von Kindern und Jugendlichen in Bangladesch und anderen Ländern, die bereits in jungen Jahren in Fabriken und auf Feldern arbeiten müssen, statt eine Schule besuchen zu können. Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren sind laut Kindermissionswerk durch die Armut ihrer Familien dazu gezwungen.
Pfarrer Straßer zog einen Vergleich zu den Lebensverhältnissen der Kinder und Jugendlichen in Oberwössen und würdigte deren Bereitschaft, sich für Gleichaltrige in Not einzusetzen. Besonders dankte er Andrea Jelinski und ihrer Tochter Lucia sowie Christina Aberger, die die Sternsinger betreuten und auf ihren Einsatz vorbereiteten.
Im Anschluss an den Gottesdienst sandte Pfarrer Straßer die Sternsinger aus. Er segnete Weihrauch, Kreide sowie Wasser und Salz. Mit der gesegneten Kreide schreiben die Sternsinger den Segensspruch "20C+M+B26" an die Türen. Der steht für "Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus“. Aus Wasser und Salz entsteht das Dreikönigswasser.
Straßer sprach den Segen über die Sternsinger und verband das mit dem Wunsch an die Bevölkerung, den Kindern und Jugendlichen ein herzliches Willkommen zu bereiten und sie in ihrem Tun zu unterstützen.
Die Spenden der bundesweiten Aktion fließen in Hilfsprojekte für Kinder in rund hundert Ländern. Seit dem Start 1959 haben die Sternsinger in Deutschland mehr als 1,4 Milliarden Euro gesammelt.
Vor der Tür erwartete die jungen Strernsinger strahlender Sonnenschein, aber deutliche Minustemperaturen. Die Stimmung unter den jungen Leuten war gut und sie machten sich engagiert auf den Weg. Erfolgreich, wie sich nach einem Kassensturz ergab. Rund 2.900 Euro sammelten sie an Spenden im Ortsteil Oberwössen.