Unterwössen – Früher eher ein Angebot für den Einzelnen in seiner Not, öffnete der Pfarrverband Oberes Achental sein Angebot mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin um das Sakrament der Krankensalbung. Über 20 Kirchenbesucher – damit fast alle Kirchenbesucher des Dienstagnachmittags – nahmen das Angebot des Pfarrverbandes an.
Tatsächlich hatte erst das Zweite Vatikanische Konzil Anfang der 1960er-Jahre die jahrhundertealte Engführung aufgebrochen. 1972 ordnete Papst Paul VI. den Ritus neu. Seitdem heißt das Sakrament offiziell Krankensalbung, nicht mehr letzte Ölung.
Das sprach Pfarrer Martin Straßer in seiner Begrüßung an. Später in der Predigt erläuterte er ausführlich, dass die Krankensalbung auch für Menschen in schwierigen Zeiten, in ihren Ängsten und Sorgen, Mittel sei, sich aufzurichten, Trost zu empfinden und körperliche Genesung zu erreichen.
Entsprechend der Liturgie solcher Gottesdienste kamen die Menschen nach vorn. Pfarrer Martin Straßer legte ihnen die Hand auf und sprach ein Gebet. Im weiteren Verlauf salbte er ihre Hände und Stirn mit dem Krankenöl, dem Oleum Infirmorum.
Das Öl war in der Chrisammesse am Gründonnerstag vom Bischof im Münchner Liebfrauendom geweiht und danach auf die Pfarreien der Diözese verteilt worden.
Es war ein reiner Gottesdienst zur Krankensalbung. Er folgte der üblichen bayerischen Liturgie, von Organistin Maria Blank musikalisch begleitet. Parallel bot Pfarrer Alfons Bartsch die Gelegenheit zur Beichte.
fg