Am 27.02.2024 fand die Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft Viereth/Weiher in der Gaststätte Mainlust in Viereth statt.
Jagdvorstand Rainer Hohner konnte rund 40 stimmberechtigte Mitglieder sowie die 1. Bürgermeisterin Regina Wohlpart und den 2. Bürgermeister Hubert Ebitsch begrüßen. Als Vertreter der Jagdpächter war Siegfried Behringer anwesend, als neuer Jäger stellte sich Joachim Bernhardt vor.
Der Jagdvorstand erinnerte die Jagdgenossen daran, Veränderungen in den Besitzverhältnissen jagdbarer Grundstücke beim Jagdvorstand zu melden, damit der Jagdkataster auf dem neuesten Stand gehalten werden kann.
Er informierte, dass heuer das forstliche Gutachten ansteht und er für das Jagdrevier Viereth/Weiher ein Reviergutachten beantragt hat. Grund dafür ist der massive Verbiss der Jungpflanzen im heimischen Wald, der eine Naturverjüngung ohne Einzäunung unmöglich macht. Umgekehrt ist eine Zunahme von Zäunungen eigentlich nicht im Sinne der Jagd. Ziel muss es sein, Wald und Wild in Einklang zu bringen.
Große Rehbestände führen andererseits zu einer Zunahme des Fallwilds, z.T. im Straßenverkehr, z.T. durch Hunde tödlich verletzte bzw. gehetzte Tiere. In diesem Zusammenhang werden Hundehalter eindringlich ermahnt, ihre Tiere in freier Natur nur angeleint zu führen.
Im Rückblick auf das vergangene Jagdjahr wurde außerdem insbesondere auf die anhaltenden Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen durch Wildgänse eingegangen. Durch zwei revierübergreifende Gemeinschaftsjagden im Maintal konnten einige Tiere erlegt werden. Angesichts der enorm hohen Bestände kann dies aber nur ein Anfang sein. Weitere Themen waren eine Zunahme von Saatkrähen und Tierverluste durch den Fuchs.
Meldebögen für Schäden durch Gänse oder Krähen können aus dem Internet heruntergeladen werden oder sind beim Vorstand erhältlich.
Auf das Jagdessen, das die Jagdpächter auch heuer wieder am 27.03. in der Gaststätte Mainlust veranstalten, wurde hingewiesen. Anmeldungen sind an Vorstand Hohner zu richten.
Anschließend wurde der Kassenbericht vom Kassier Jürgen Reus vorgetragen. Die Kassenprüfer Horst Mühlich und Andreas Nüßlein bestätigten eine korrekte Kassenführung. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte daraufhin einstimmig.
In ihrem Grußwort bedankte sich die 1. Bürgermeisterin Regina Wohlpart für die gute Zusammenarbeit der Jagdgenossenschaft und der Jägerschaft mit der Gemeinde. Sie registrierte erfreut, dass viele junge Teilnehmer die Veranstaltung besuchten. Kurz warf sie einen Blick zurück auf den Genusstag, der 2023 in Viereth stattfand und noch immer eine positive Resonanz hervorruft. Außerdem verwies sie auf die aktuell schwierige Situation der Landwirtschaft.
Über die Verwendung des Jagdpachtschillings wurde folgendes beschlossen:
1500,- € für Wegeunterhalt an die Gemeinde,
300,- € für die Landfrauenarbeit,
der Restbetrag geht an die Interessengemeinschaft.
Der Beschluss erfolgte einstimmig.
An die Versammlung der Jagdgenossenschaft schloss sich eine Versammlung der Interessengemeinschaft an.