Mit einem Gedenkgottesdienst und einer Gedenkfeier am Kriegerdenkmal beging Wald den Volkstrauertag. Gemeinsam zogen die Vereine mit den Gemeindevertretern vom Dorfplatz in die Pfarrkirche ein. Den Gottesdienst anlässlich des Volkstrauertages zelebrierte am Samstagabend Pfarrer Ralf Heidenreich mit Pfarrer i. R. Johann Götz.
Pfarrer Heidenreich sagte, weltweit begehen die Kommunen den Gedenktag. Sie rufen Menschen in Erinnerung, dass es immer wieder Leid und Elend gab und gibt. Die beiden großen Weltkriege haben so viel Leid in die Welt gebracht, setzen wir unsere Kraft und Energie in den Frieden, damit sich solche Katastrophen nicht wiederholen.
Nach dem Gottesdienst führte der Zug mit musikalischer Begleitung durch die Feuerwehrkapelle Zell zur Gedenkfeier am neuen Friedhof in Wald, um mit den Bürgern an die Kriegstoten sowie die Opfer von Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft der Weltkriege zu gedenken. Dort standen die Soldaten der Patenkompanie aus Roding Ehrenwache. Eingeleitet wurde die Feier durch die Feuerwehrkapelle Zell und ein Gesangsstück des MGV Wald.
Pfarrer Ralf Heidenreich sagte: „Der Monat November wird oftmals als Totenmonat bezeichnet. Heute ist der Volkstrauertag, der uns an die unzähligen Toten und Verwundeten der Weltkriege erinnert. Wir trauern nicht nur der Soldaten, die durch Krieg und Terrorakte ums Leben kamen, auch um alle Soldaten, Polizisten und Rettungskräften, die durch Hilfseinsätze ihr Leben lassen mussten. Das ehrende Erinnern an die Opfer lädt uns zum Nachdenken ein. Das Krieg und Terror wieder ganz nah an uns heranrücken, wissen wir seit den 24. Februar vergangenen Jahres mit dem Angriff auf die Ukraine und des aktuellen Kriegs des Nahen Osten, zeigt uns, dass es mit den Frieden nicht so weit her ist. So hat das Gedenken mehr Aktualität und mahnt uns zum Frieden und Versöhnung.“ Nach den Gebeten segnete er das Mahnmal.
Bürgermeisterin Barbara Haimerl dankte allen Teilnehmern. „Immer wieder begegnen uns Menschen, für die der Volkstrauertag ein Relikt aus der Vergangenheit ist. Die Ereignisse in der Welt zeigen, wie wichtig ein Tag des Gedenkens ist, wie in diesem und vergangenen Jahren, ihn heute zu begehen. Nicht nur, dass wir an unsere Verstorbenen denken, sondern vor allem, dass wir unseren Blick auf das Weltgeschehen richten.“ Haimerl erinnerte daran, dass große Teile der Patenkompanie derzeit in Litauen im Einsatz sind, um die Ostflanke der NATO zu sichern.
„Wir leben in einer Zeit, in der ein fehlgeleitetes Flugzeug oder eine fehlgeleitete Rakete genügen kann, um einen Weltkrieg zu entfesseln“, so Haimerl.
Nach einer Schweigeminute legten Bürgermeisterin Barbara Haimerl, die Bundeswehr, die Kameraden der RKK Roßbach/Wald mit dem Kameradschaftsbund Eitzing und der VdK Ortsverband Wald/Zell am Kriegerdenkmal einen Kranz nieder. Nach einem Ehrensalut und der Deutschlandhymne zogen die Abordnungen zurück zum Dorfplatz.
Auch in Süssenbach fand eine Gedenkfeier statt, an der sich die örtlichen Vereine beteiligten. 3. Bürgermeisterin Karin Hirschberger hielt dort die Ansprache für die Gemeinde.