Anfang Juni fand der Spatenstich für den ersten netzdienlichen Batteriespeicher in Deutschland statt, er entsteht in Wald an der Straße Richtung Wutzldorf.
Große Batteriespeicher können überschüssigen Strom aus Erneuerbaren Energien aufnehmen und zeitversetzt wieder bereitstellen – etwa wenn Solarstrom zur Mittagszeit im Überfluss vorhanden ist, der Bedarf aber erst am Abend steigt. Entscheidend ist dabei nicht allein die Technik, sondern ihre Einbindung ins Stromsystem. Erst wenn Speicher und Netzbetreiber eng zusammenarbeiten und die Anlage gezielt an den Bedürfnissen des Netzes ausgerichtet wird, entfaltet sie ihren vollen Nutzen als sogenannte netzdienliche Flexibilität.
Mit dem feierlichen Spatenstich starten die MaxSolar GmbH und die Bayernwerk Netz GmbH den Bau eines Batteriespeichers, der gezielt zur Stabilisierung des regionalen Verteilnetzes eingesetzt wird.
Der Speicher wird von MaxSolar entwickelt, errichtet und betrieben und an das Netz der Bayernwerk Netz GmbH angeschlossen. Mit einer Leistung von 5 Megawatt und einer Kapazität von 25 Megawattstunden kann die Anlage überschüssigen Strom gezielt aufnehmen und bedarfsgerecht wieder ins Netz einspeisen. Im Unterschied zu klassischen Speichern erfolgt der Betrieb nicht primär marktgetrieben, sondern orientiert sich an den Anforderungen des Verteilnetzes. Dadurch lassen sich Lastspitzen reduzieren, Netzengpässe entschärfen und zusätzliche erneuerbare Erzeugung integrieren, ohne unmittelbar umfangreiche Netzausbaumaßnahmen auszulösen.
Dr. Egon Leo Westphal von der Bayernwerk AG und Chistoph Strasser von MaxSolar GmbH erläuterten die Vorteile der Kooperation.
Landrat Christian Schindler und Bürgermeisterin Barbara Haimerl lobten dieses Projekt in ihren Grußworten. „Es ist wichtig, wenn wir die Energiewende umsetzen wollen, dass wir den Strom auch sinnvoll nutzen. Für mich ist dieses Projekt eine tolle Idee, die ich nur unterstützen kann.“, sagte Bürgermeisterin Barbara Haimerl.
Quelle: MaxSolar