Bericht und Foto: Karin Hirschberger
Im Juni fand das feierliche Gelöbnis der 7./Versorgungsbataillon 4 auf dem Sportplatz in Wald statt. Zuvor hatte ein Gottesdienst in der Pfarrkirche Wald stattgefunden. Die Rekruten marschierten auf dem Platz ein, der stellvertretende Kommandeur David Günther und Bürgermeisterin Barbara Haimerl schritten die Ehrenformation ab. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Heeresmusikkorps Veitshöchheim. Oberstleutnant Günther begrüßte die Ehrengäste in der Patengemeinde der 3./Versorgungsbataillon 4, darunter auch eine Abordnung des amerikanischen Patenverbandes aus Vilseck und des österreichischen Patenverbands aus Hörsching. Das Gelöbnis sei ein Versprechen an ein Land und die Menschen in diesem Land. Die wahre Grundlage des soldatischen Dienstes sei für ihn Vertrauen und Kameradschaft. In einer Welt, die oft von Egoismus geprägt sei, entstehe Gemeinschaft durch Verantwortung.
„Sie schützen die Möglichkeit, frei zu leben, dass Menschen ihre Meinung sagen dürfen und dass Kinder ohne Angst aufwachsen können“, so der stellvertretende Kommandeur. Die Rekrutinnen und Rekruten würden das Gelöbnis nicht für ihre Vorgesetzten sprechen, sondern für ihre Heimat, ihre Familien und ihr Land.
Bürgermeisterin Barbara Haimerl freute sich, dass das Gelöbnis in Wald stattfinde, seit 1968 habe man durch die Patenschaft ein gutes Verhältnis zur Bundeswehr. Die Rekruten hätten sich in Krisenzeiten dazu entschieden in die Bundeswehr einzutreten und für ihre Heimat zu kämpfen, wenn es sein müsse. Die Bundeswehr stehe für ein demokratisches, weltoffenes Deutschland. Diese Feier sei ein Zeichen für die Verbundenheit mit der Bundeswehr und eine große Ehre.
Der Gefreite Roll sprach im Namen der Rekruten. Er und seine Kameraden seien mit verschiedenen Voraussetzungen angetreten, die letzten Wochen seien vor allem von Disziplin geprägt gewesen. Man habe gesehen, was es bedeute ein Soldat zu sein, an seine körperlichen und mentalen Grenzen zu stoßen. Aber als Kollektiv habe man es geschafft. Die Kameradschaft sei das Fundament und man habe sein Rüstzeug für die Zukunft erhalten. Soldat sei kein gewöhnlicher Beruf, sondern ein Dienst von höchstem Wert für das Land. Abschließend dankte er den Ausbildern, die gefordert und geformt haben.
Dann trat die Fahnenabordnung vor und die Rekrutenabordnung bestehend aus sechs Rekruten marschierte zur Fahne. Dort sprachen sie die Eides- bzw. Gelöbnisformel, gemeinsam mit allen Rekruten. Das Gelöbnis wurde dann per Handschlag mit dem stellvertretenden Kommandeur, Bürgermeisterin Haimerl, MdL Dr. Gerhard Hopp und Brigadekommandeur Berger besiegelt. Abschließend fand noch ein Empfang in der Gemeindehalle Wald statt.