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Gemeindebote Wartmannsroth
Ausgabe 3/2019
Amtliche Bekanntmachungen
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Niederschrift über die öffentliche Sitzung Nr. 3/2019

am Samstag, den 09.03.2019

entschuldigt:

Roland Brönner

(privat verhindert)

Astrid Mützel

(privat verhindert)

Hubert Roth

(privat verhindert)

Gabriel Vogt

(privat verhindert)

An der Ortsbesichtigung nehmen, neben den Gemeinderatsmitgliedern und Landschaftsplaner Valtin Dietz, dreizehn interessierte Bürgerinnen und Bürger teil. Zu Beginn der Sitzung begrüßt Bürgermeister Karle alle Anwesenden. Er stellt einleitend klar, dass es bei dem heutigen Ortstermin darum ginge gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie der Anschlussbereich zum Rathausplatz künftig gestaltet und genutzt werden könnte. Dabei ginge es nicht darum einen herkömmlichen Spielplatz zu planen sondern einen Platz der sowohl von Kindern als auch Erwachsenen als Treffpunkt angenommen wird und der möglichst einen überörtlichen Charakter besitzt, sodass auch Bürgerinnen und Bürger aus anderen Ortsteilen mit ihren Kindern hier Zeit verbringen. Anschließend leitet er zum Tagesordnungspunkt über und übergibt das Wort dem verantwortlichen Fachplaner Valtin Dietz.

1.

Standort und Gestaltung des Spielplatzes in Wartmannsroth;

Ortstermin mit dem Planungsbüro Dietz

Zunächst erläutert Herr Dietz den Sachstand zur ersten Entwurfsplanung. Diese war vom Gemeinderat aus Kostengründen bisher abgelehnt worden. Anschließend werden alle Anwesenden gebeten ihre Vorstellungen zur Gestaltung des Geländes vorzutragen.

Folgende Vorschläge werden gemacht und teilweise diskutiert:

  • Im Spielplatz soll ein Wasserlauf integriert werden. Bürgermeister Karle erklärt hierzu, dass dies mangels eines fließenden Gewässers nur schwer realisierbar sei. Auch ein Wasserlauf gespeist aus Trinkwasser sei aus hygienischen Gründen sehr problematisch.
  • Grundsätzlich ist man sich einig, dass es nicht darum gehen soll einen Spielplatz, wie in allen anderen Ortsteilen zu errichten. Vielmehr soll ein generationenverbindender, zentraler Platz geschaffen werden.
  • Das Gelände soll durch Terrassierung in verschiedene Bereiche, für Kleinkinder, Kindergartenkinder, Schulkinder und Erwachsene (Aufenthaltsbereiche) eingeteilt werden.
  • Verbindendes Element soll ein stufenloser Weg sein, der von verschiedenen Aktivgeräten für Erwachsene flankiert wird und gleichzeitig als Bobbycar- oder Inliner Strecke genutzt werden kann.
  • Der Aufenthaltsbereich soll durch verschiedene Sitzgelegenheiten und einen Grillplatz zur intensiven Nutzung einladen. Dabei könnten auch unkonventionelle Lösungen, wie z.B. Sitzmöbel aus Abbruchmaterial, zum Tragen kommen.
  • Eine Bocciabahn soll angedacht werden.
  • Außerdem wird ein eingefasster Hartplatz zum Ballbespielen, wie z.B. in Fuchsstadt oder Waldfenster befürwortet.
  • Es soll ein fließender Übergang zum Friedhof hergestellt werden, der aber dennoch eine hinreichende Abgrenzung bietet, um die Würde des Ortes zu erhalten.

Zu all den Vorschlägen merkt Ratsmitglied Marcus Scholz mehrfach an, dass hier nicht mit Kosteneinsparungen zu rechnen sei. Im Gegenteil die Kosten würden angesichts der vielen Wünsche sicherlich steigen. Allerdings halte er persönlich dieses Geld für gut investiert. Berücksichtige man die Nutzungsdauer des Geländes.

In einer abschließenden Besprechung, anschließend im Sitzungssaal, wirbt Marcus Scholz nochmals für den Abbau von Berührungsängsten zwischen Friedhof und Spielplatz. Beides seien Elemente, die zum Leben dazu gehörten und er sei zuversichtlich, dass Friedhofsbesucher nicht durch Spielplatzbesucher gestört würden bzw. dass die gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz selbstverständlich sei.

Abschließend werden noch folgende Punkte festgehalten:

  • Soweit dies trotz der umfangreichen Tiefbauarbeiten möglich ist, soll der Baumbestand als natürlicher Sonnenschutz erhalten bleiben.
  • Das Gelände soll so angelegt werden, dass eine spätere Entwicklung und Umgestaltung jederzeit möglich ist.
  • Es wird vorgeschlagen auch die Kinder in die Planungen miteinzubeziehen. Eltern sollen zusammen mit ihren Kindern Ideen entwickeln. Außerdem soll die Grundschule einbezogen werden, wo vielleicht im Rahmen einer Projektarbeit Ideen für die Spielplatzgestaltung erarbeitet werden können.
  • In 2-3 Arbeitskreissitzungen soll das Konzept für die Platzgestaltung weiter ausgearbeitet werden. Hierzu wird von der Gemeinde über den Gemeindeboten oder die Presse geladen.
  • Herr Dietz sagt zu einen Entwurf auf Grundlage der heutigen Besprechung noch vor Ostern vorzulegen. Auf dieser Basis soll dann in den Arbeitskreissitzungen weiter gearbeitet werden.
  • Da für die gemachten Vorschläge der Begriff „Spielplatz“ nicht mehr ganz treffend sei, wird vorgeschlagen das Projekt künftig mit dem Arbeitstitel „Mehrgenerationenplatz“ oder „Freizeitgelände“ weiterzuführen.

Bürgermeister Karle bedankt sich für das rege Interesse und die konstruktive Diskussion und schließt die Sitzung um 10.30 Uhr.