Vorsitz:
Erster Bürgermeister Markus Koberstein
Der Vorsitzende erklärt die Sitzung um 19:00 Uhr für eröffnet. Er stellt fest, dass sämtliche Mitglieder ordnungsgemäß geladen sind und dass Zeit, Ort und Tagesordnung für die öffentliche Sitzung ortsüblich bekanntgemacht worden sind. Die Mehrheit der Mitglieder ist anwesend und stimmberechtigt. Der Gemeinderat ist somit beschlussfähig.
Weitere Teilnehmer/Gäste:
Sophia Papadopoulos zu TOP 2
Öffentliche Sitzung
1. | Genehmigung des öffentlichen Sitzungsprotokolls vom 21.05.2026 |
Sachverhalt:
Das Sitzungsprotokoll wurde dem Gemeinderat vorab zur Kenntnis gegeben. Innerhalb der Vier-Tagesfrist kamen keine Einwände der Gemeinderatsmitglieder, sodass das Protokoll bereits veröffentlicht wurde.
Beschluss:
Der Gemeinderat hat Kenntnis vom Inhalt des öffentlichen Sitzungsprotokolls vom 21.05.2026 und genehmigt dieses vollinhaltlich und vorbehaltlos.
Abstimmungsergebnis: 13 : 0
Christina Dollinger und Matthias Schmidt waren bei der Abstimmung noch nicht anwesend.
2. | Vorstellung Zweckverband Frankens Saalestück |
Sachverhalt:
Tourismusmanagerin Sophia Papadopoulos stellt dem Gemeinderat den touristischen Zweckverband Frankens Saalestück vor.
Diskussionsverlauf:
Frau Sophia Papadopoulos, Geschäftsstellenleiterin des Zweckverbandes „Frankens Saalestück“, stellte die touristische Arbeitsgemeinschaft und deren Aufgaben vor. Der seit 2022 bestehende Zweckverband umfasst zehn Kommunen sowie den Landkreis Bad Kissingen und hat seinen Sitz in Hammelburg. Ziel ist die touristische Vermarktung der Region, die Steigerung der Lebensqualität für Einheimische sowie die Erhöhung der regionalen Wertschöpfung.
In einer Präsentation wurden die touristischen Strukturen der Region, die Aufgaben des Zweckverbandes sowie aktuelle Marketingmaßnahmen vorgestellt. Dazu gehören insbesondere die Betreuung der touristischen Internetpräsenz, die Erstellung von Printmedien, Social-Media-Aktivitäten, Pressearbeit, Messeauftritte sowie die Zusammenarbeit mit regionalen Tourismusorganisationen.
Weiterhin wurden bereits umgesetzte und laufende Projekte erläutert, darunter die „Traumplätze“, Selbstversorgerautomaten, Radservicestationen, die Digitalisierung von Wanderwegen sowie der Thulba-Saaletal-Panoramaweg. Der Zweckverband übernimmt hierbei auch Aufgaben in der Projektentwicklung und Vermarktung.
Abschließend wurde die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Region hervorgehoben. Tourismus trägt zur regionalen Wertschöpfung bei und stärkt Gastronomie, Beherbergungsbetriebe, Direktvermarkter sowie weitere örtliche Unternehmen. Die Präsentation endete mit einem Ausblick auf die weitere Zusammenarbeit mit den Mitgliedsgemeinden.
3. | Antrag auf Baugenehmigung für den Neubau eines Milchviehstalles auf dem Grundstück FlNr. 150, 150/6 und 150/7 Gemarkung Dittlofsroda, |
Sachverhalt:
Es wird ein Antrag auf Neubau eines Milchviehstalles auf dem Grundstück Fl.Nr. 150,150/6 und 150/7 Gemarkung Dittlofsroda gestellt. Das Bauvorhaben liegt im Außenbereich. Das Vorhaben soll auf der alten Fläche der Halle errichten werden. Die Wasserversorgung ist vorhanden. Das zur Bebauung vorgesehene Grundstück befindet sich im Landschaftsschutzgebiet. Die Zufahrt ist gesichert.
Beschluss:
Der Gemeinderat von Wartmannsroth erteilt sein Einvernehmen zum Antrag auf Baugenehmigung für den Neubau eines Milchviehstalles auf dem Grundstück Fl.Nr.150, 150/6 und 150/8, Gemarkung Dittlofsroda.
Abstimmungsergebnis: 15 : 0
4. | Voranfrage für die Einleitung eines Bauleitplanverfahrens zur Umsetzung einer Gewerbefläche südwestlich von Waizenbach, Flnr. 658, Paradies |
Sachverhalt:
Herr Christian Kessler fragt an, ob es für den Gemeinderat vorstellbar wäre, seine Ackerfläche FlNr. 658 in Waizenbach als Gewerbefläche auszuweisen. Beabsichtigt wäre die Errichtung einer Montagehalle, 15 m x 25 m für seine eigene Firma sowie vielleicht einer weiteren Halle zur Vermietung von Unterstellplätzen.
Im Flächennutzungsplan ist die Fläche als Fläche für Landwirtschaft ausgewiesen. Eine hiervon noch weiter südlich gelegene Fläche ist bereits als „Sondergebiet Holz“ ausgewiesen. Hier betreibt der Bauwerber bereits einen Holzplatz, der aber für diese Zwecke zu eng ist und bei dem der Erschließungsaufwand erheblich aufwändiger wäre. Benötigt wird zunächst eigentlich nur die Hälfte der Fläche. Vom Bauwerber wurde angeboten, dass – sofern vorhanden – auch ein weiterer Interessent mit auf die Fläche könnte.
Die Gemeinde entwickelt derzeit in Dittlofsroda eine kleinere gewerbliche Fläche. Außerdem hatte der Gemeinderat im letzten Jahr einer gewerblichen Flächenentwicklung in Völkersleier zugestimmt, die dann aber nicht zur Umsetzung kam. In beiden Fällen dreht es sich um innerörtliche Flächen. Eine Ausweitung des Gewerbegebietes in Schwärzelbach scheiterte bisher am Grunderwerb.
Finanzielle Auswirkungen:
Damit keine Kosten für die Gemeinde entstehen, müsste ein Erschließungsvertrag für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan abgeschlossen werden. Sämtlich Kosten für Planung, Erschließung und Verwaltungsaufwand würden dann zu Lasten des Antragstellers gehen.
Diskussionsverlauf:
Von den Waizenbacher Gemeinderatsmitgliedern wird berichtet, dass man sich mit Anwohnern unterhalten habe. Diese sehen das Vorhaben unkritisch. Die größten Bedenken werden hinsichtlich möglicher Immissionen geäußert. Auch ob ein Heckengürtel als Abgrenzung zum Baugebiet nicht sinnvoll wäre, wird ins Gespräch gebracht.
Geschäftsleiter Görke erklärt darauf hin, dass Grünordnung, Immissionsschutz und sonstige Details alle im Rahmen des Bauleitplanverfahrens geprüft würden. Hier hätte die Gemeinde alle Möglichkeiten die Entwicklung und Nutzung der Fläche zu steuern. Dabei hinterfragt er kritisch die Errichtung einer Unterstellhalle. Im Falle einer Ausweisung der Fläche als Gewerbegebiet, ggf. mit Anbindung an die Holzverarbeitungsfläche weiter südlich, sei es für die Gemeindeentwicklung nicht erstrebenswert, die Errichtung einer Unterstellhalle. Im Falle einer Ausweisung der Fläche als Gewerbegebiet, ggf. mit Anbindung an die Holzverarbeitungsfläche weiter südlich, sei es für die Gemeindeentwicklung nicht erstrebenswert, die Errichtung von Hallen zur Unterstellung von Wohnmobilen und dergleichen zu fördern. Wenn man diesen Weg beschreite, sollte hierdurch eine wirkliche gewerbliche Entwicklungsmöglichkeit entstehen.
Im Gemeinderat wird darüber diskutiert, ob in die Planung auch die südlich gelegene Fläche einbezogen werden soll. Man kommt zu dem Schluss, dies im Laufe des weiteren Fortgangs zu entscheiden, je nachdem, wie sich das Landratsamt grundsätzlich zur Thematik positioniert.
Beschluss:
Der Gemeinderat steht der Entwicklung einer Gewerbefläche südlich von Waizenbach grundsätzlich positiv gegenüber und stellt die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans in Aussicht. Das Vorhaben sollte vom Antragsteller weiterentwickelt und konkretisiert werden. Vorbesprechungen mit dem Landratsamt hinsichtlich Immissionsschutzes und weiteren Auflagen werden angeraten.
Der Gemeinderat favorisiert dabei eine Gewerbefläche, die für die Entwicklung der Gemeinde von Vorteil ist, beispielsweise durch das Entstehen von Arbeitsplätzen oder die Ansiedelung eines gewerbesteuerpflichtigen Betriebes. Reine Unterstellhallen entsprechen diesem Ziel nicht.
Mit dem Antragssteller soll darüber diskutiert werden, wie die Holzverarbeitungsfläche weiter südlich ggf. in die Bauleitplanung einbezogen werden kann.
Abstimmungsergebnis: 15 : 0
5. | Projekt Innovatives Regenwassermanagement Dittlofsroda; Gestaltung des Lehrpfades |
Sachverhalt:
Im Rahmen des Projekts soll ein Lehrpfad durch die Streuobstwiese angelegt werden. Hierbei sollte die Grundschule einbezogen werden, da der Lehrpfad künftig auch als Schulungsort genutzt werden kann.
Auszug aus der Projektbeschreibung:
4.5 Maßnahmen zur Steigerung des Erholungsraumes für die Bürger
Um die Maßnahmen östlich des Gerstenbergs für Bewohner und interessierte Bürger zugänglich zu machen, werden bestehende Wanderwege im Umfeld von Dittlofsroda angebunden und in die Maßnahmen integriert.
Für Schulklassen und interessierte Gruppen soll ein Lehrpfad entstehen, der auf den Sinn und den Nutzen der verschiedenen Maßnahmen und des Klimaschutzes allgemein hinweist und diese erläutert.
Von den Schulkindern wurden verschiedene Bilder zum Thema „Streuobstwiese“ gestaltet. Es ist nun darüber zu beraten in welcher Form und welchem Umfang diese nun in den Lehrpfad eingebunden werden können/ sollen, wie der Lehrpfad an sich ausgestattet und gestaltet werden soll und ob weitere Elemente eingebaut werden sollen.
Finanzielle Auswirkungen:
Im Förderantrag wurden 15.000 Euro für die Ausstattung des Lehrpfades (Beschilderung, Informations- und Hinweistafeln) vorgesehen. Der Fördersatz beträgt 90%.
Diskussionsverlauf:
Bürgermeister Koberstein fragt im Gemeinderat nach, ob es jemanden gäbe, der ambitioniert sei, sich bei diesem Projekt einzubringen. Daraufhin erklärt Frau Vaultrin-Hofmann, dass sie seit vielen Jahren Naturkundeprojekte begleite und auch schon an einem Lehrpfad mitgearbeitet habe. Gerne wolle sie sich der Thematik annehmen und hierzu auch Kontakt mit der Schulleitung aufnehmen. Die Idee wäre es, eine Art „grünes Klassenzimmer“ zu erschaffen, welches fortlaufend von den Schülerinnen und Schülern der Grundschule weiterentwickelt werden kann. Hierzu sollen Schautafeln und Erlebniselemente die Themen Klimawandel, Hochwasserschutz und Streuobstwiese für Kinder und Erwachsene veranschaulicht werden.
Bürgermeister Koberstein ruft dazu auf, hierfür einen Arbeitskreis zu gründen, der das Projekt zusammen mit anderen Interessierten vorantreibt. Eine Umsetzung muss bis Ende des Jahres erfolgen.
6. | Bericht und Informationen des Ersten Bürgermeisters |
Aus dem Bauamt:
| - | Für die Errichtung eines Anbaus und einer Doppelgarage mit Carport beim Anwesen Am Schafberg 10 wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. |
| - | Anhand einiger Bilder erläutert der Bürgermeister den Baustand zur Brücke in Heiligkreuz, die weitestgehend fertiggestellt ist und zum Kindergarten Schwärzelbach, wo man auch kurz vor dem Einzug steht. |
| - | Die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt in Schwärzelbach liegen laut Auskunft der Baufirma voll im Zeitplan. Lob gibt es für die Baufirma für das erneute Aufschottern der Umfahrung. |
7. | Verschiedenes |
Diskussionsverlauf:
| - | An der Gasstation zwischen Dittlofsroda und Waizenbach soll vermeintlich Gas ausgetreten sein. Markus Hutzelmann möchte wissen, ob sich dies bewahrheitet hat. Von der Gemeindeverwaltung wurde die Meldung weitergeleitet. Allerdings gab es hierzu keinerlei Rückmeldung, dass sich dieser Verdacht bestätigt hat. |
| - | Uwe Kaiser möchte wissen wann der Funkmast in Heiligkreuz nun in Betrieb geht. Bürgermeister Koberstein wird diesbezüglich nachfragen. |
| - | Marcus Stiller beantragt einen Abfalleimer für die Sitzgruppe im Bereich der Metzgerei. Bürgermeister Koberstein sieht das eher kritisch, da auch dieser Abfalleimer dann vom Bauhof geleert werden müsse. Der allgemeine Trend gehe eigentlich dahin, Abfalleimer abzubauen, um die Leute dazu zu animieren ihren Müll mitzunehmen. Allerdings wolle er auch mit den Betreibern des Selbstversorgungsautomaten reden, ob diese nicht bereit wären, einen Abfalleimer beim Automaten zu installieren. |
Um 20:43 Uhr wird die Sitzung geschlossen.