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Mitteilungsblatt - Amtsblatt der Gemeinde Weidhausen b Coburg
Ausgabe 18/2026
Vereine und Verbände
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SK 1989 Weidhausen

SK Kulmbach I – SKW I 6,5:1,5

Die Vorzeichen waren klar: um aus eigener Kraft die Klasse zu halten, musste ein Sieg in Kulmbach her. Die Gastgeber jedoch brauchten einen Sieg zur Meisterschaft und traten entsprechend in Bestbesetzung an. Dennoch zeigte man von Beginn an und vor allem in den ersten 90 Minuten ansprechende Gegenwehr. Nur Jürgen Dehler hatte Probleme auf den weißen Feldern und kämpfte vergeblich drum, seinen Monarchen durch Rochade in Sicherheit zu bringen.

Vorstand Tom Carl entschied sich gegen 10.30 Uhr, die ruhigen Pfade zu verlassen, einen angegriffenen Springer stehen zu lassen und sein Heil im Angriff zu suchen. Für eine geopferte Figur bekam er zwei Bauern und eine aktive Angriffsstellung. Kurz darauf gelang Christoph Sonnenberg eine taktische Finte mit Figurengewinn und auch an Brett eins kam Rüdiger Günther mehr und mehr in Vorteil.

Gegen halb 12 verlor Toms Gegner unter dem Dauerdruck kurz den Überblick – statt in ein vorteilhaftes Endspiel abzuwickeln wollte er seinen König in Sicherheit zu bringen und rannte in ein Familienschach – Gabel auf König und Dame. Der Gast führte 1:0 und es kam Hoffnung auf, die Liga mit einem Sieg selbst zu sichern!

Der Ausgleich fiel dann durch die Niederlage von Jürgen, die nur eine Frage der Zeit war. Ließ man seinen Blick dann über die hinteren Bretter schweifen, wurde einem mit jeder Überlegung übler. Herbert hatte am 6. Brett einen Turm gegen vier Bauern weniger – und der Turm war auch noch vor dem König aufgespießt. Gert Schillig gelangte nach solidem Beginn immer mehr unter Druck und ein Figurenverlust lag quasi in der Luft. Auch Finn Knauer konnte zwar das Material gleich halten, das Läuferpaar und die offenen Linien sprachen aber klar für seinen Gegner.

Als um 12 Uhr Spielführer Olaf Knauer – der 48 Stunden lang versucht hatte, einen funktionierenden Flieger aus Ägypten nach Hause zu bekommen und kaum Schlaf bekam – eine taktische Kombination übersah, war die Niederlage besiegelt. Gert stellte mit Ansage die Figur ein und gab kurz darauf auf. Herbert zog souverän nach. Finn nahm dankend ein Remis an und Olaf blieb nach letzten Angriffsbemühungen nur, die Hand zum Zeichen der Aufgabe zu strecken.

So war es an Christoph und Rü, noch für Ergebniskosmetik zu sorgen. Doch wenn es läuft, dann läuft es. Die Kulmbacher Sesselmann und Bogatenko wollten den Flow der gesicherten Meisterschaft mitnehmen und auch ihre Partien noch siegreich gestalten. Die beiden Weidhäuser schlossen die Saison aber genau so, wie es die ganze Zeit lief. Beiden unterlag noch ein kräftiger „Bock“, der jeweils eine Figur bzw. einen Turm kostete – und die kräftige 1,5:6,5 – Klatsche war besiegelt. Alle Zeichen standen auf Abstieg!

Mit dem Eintreffen zum traditionellen Schlussessen in der Kulmbacher Kommunbräu aber kam Schützenhilfe aus dem Ligamanager: Erst gewann Kronach in Kirchenlaibach, dann Hollfeld in Sonneberg, beide knapp mit 4,5. Aber damit war klar, dass man trotz der wirklich desolaten Leistung ein weiteres Jahr in der BOL bleiben würde!

Und schließlich traf man sich mit den Fans noch im Schützenhaus, erfuhr von den verrückten Ergebnissen aus der Regionalliga, nach denen auch Rang 8 noch zum Klassenerhalt genügt hätte, und verbrachte beim klassischen „Aufzug“ noch ein paar vergnügliche Stunden, den „verdienten“ Klassenerhalt zu feiern!