SG Sonneberg I - SKW I — 4,5:3,5
Der Regionalligaabsteiger wartete auf die Erste des SKW, und nicht wenige bezeichneten das Match als Abstiegsthriller, den beide konnten jeden Punkt brauchen. Insofern war Spielleiter Olaf Knauer natürlich froh, dass Weidhausen in Topbesetzung antreten konnte, während bei Sonneberg zwei Spieler ersetzt werden mussten.
Die Taktik war klar: Brett 7 und 8 ist nominell klar besser besetzt, hier müssen ganze Zähler her. Am schwersten würde es an Brett 1 werden, wo Rüdiger Günther gegen Spitzenspieler Hartleb (2140 DWZ) mit weiß seine Außenseiterchancen nutzen wollte. Tatsächlich gelang es ihm, sich in der Eröffnung einen klaren Vorteil zu erarbeiten - den er im 19. Zug prompt einzügig wegwarf, als er einen Läuferspieß übersah. So stand es um 10.45 Uhr 0:1 und ab jetzt musste gepunktet werden.
Die positive Nachricht zuerst: Kein weiterer Weidhäuser verlor seine Partie! Und dann die schlecht: es gewann auch keiner. Sage und Schreibe sieben Remis wurden an den restlichen Brettern erzielt, eines genauso wenig hilfreich wie das andere.
Dabei zeigten einige Spieler durchaus großen Kampfgeist: Christoph Sonnenberg lehnte Remis an Brett zwei ab, Volker Herdin tat dies gegen den bietfreudigen Rierl mehrfach.
Das Remis von Jürgen Dehler kurz nach 12 Uhr ging dann völlig in Ordnung, er musste einige Drohungen abwehren und konnte sich in ein ausgeglichenes Endspiel retten. Auch die Unentschieden von Herdin und Sonnenberg waren schließlich unabwendbar. Enttäuschend und entmutigend für den Rest war allerdings der Friedensschluss von Gert Schillig, der mit Schwarz völlig passiv spielte und es Herrmann somit leicht machte, die Partie stets ausgeglichen zu halten.
Den Ausgleich auf dem Fuß hatte Spielleiter Olaf, der Altmeister Geisensetter klar dominierte und zwei Mehrbauern eroberte. Doch der alte Hase hatte noch einen taktischen Trick, der ihm ein Dauerschach gebracht hätte - Olaf gab die 2 Bauern zurück. Auch hier wurden die Punkte nur geteilt, die Felle schwammen endgültig davon.
Herbert Hempfling, der die ganze Partie über recht unnötig in großer Bedrängnis war, da seine Figuren kaum harmonierten, versuchte noch ein paar Tricks, dies kam allerdings zu spät, auch diese Partie verflachte. Der letzte Kämpfer war einmal mehr Vorstand Tom Carl, der einen Bauern für aktives Spiel gab, am Ende aber auch nur ein Dauerschach erarbeiten konnte, sein lange Zeit gut positionierter Springer hatte doch nicht die erhoffte siegbringende Wirkung.
Nun hängt man tief im abstiegssumpf und muss in Bindlach unbedingt gewinnen, will man noch eine realistische Chance auf das rettende Ufer haben.
Pokal 2025
Im Viertelfinale sind folgende Paarungen am heutigen Freitag zu spielen:
Tom Carl - Klara Stengel
Christoph Sonnenberg - Finn Knauer
Jürgen Dehler - Gert Schillig
Termine:
| 30.01.26 | U-14 gg Burgkunstadt |
| 30.01.26 | Endtermin Pokal Viertelfinale |
| 07.02.26 | SKW II - SSV Burgkunstadt II |
| 08.02.26 | TSV Bindlach II - SKW I |
| 13.02.26 | 4. Blitz-Turnier 2025/26 |
| 20.02.26 | Endtermin 5. Runde VM |
| 27.02.26 | 4. Schnellschach-Turnier |