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Weißenbrunner Mitteilungsblatt
Ausgabe 2/2026
Aus dem Rathaus
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Kein Gaudiwurm für Weißenbrunn

Die Gemeinde Weißenbrunn hat in den vergangenen Wochen intensiv versucht, den traditionellen Faschingsumzug auch in diesem Jahr zu ermöglichen. Über unsere Facebook-Seite haben wir einen öffentlichen Aufruf gestartet, da bis dahin keinerlei Anmeldungen eingegangen waren. Wir baten um Unterstützung - sei es durch teilnehmende Gruppen, Helferinnen und Helfer oder andere Engagierte.

Tatsächlich hat der Aufruf erste Rückmeldungen ausgelöst, wofür wir sehr dankbar sind. Insgesamt haben sich sechs Gruppen gemeldet. Dieses Interesse freut uns, reicht jedoch leider nicht aus, um den organisatorischen Aufwand, der mit einem Umzug verbunden ist, verantwortungsvoll zu stemmen. Bereits im vergangenen Jahr war die Beteiligung rückläufig, und die Durchführung gelang nur mit erheblichem Einsatz aller Beteiligten.

Besonders die gestiegenen Sicherheitsanforderungen stellen uns vor große Herausforderungen. Die Auflagen für öffentliche Veranstaltungen haben sich in den letzten Jahren deutlich verschärft. 2025 waren sämtliche Feuerwehren der Gemeinde zur Absicherung des Umzugs im Einsatz - ein Aufwand, der in keinem Verhältnis mehr zur Größe der Veranstaltung stand.

Da der Faschingsumzug in Weißenbrunn nicht von einem Verein, sondern direkt von der Gemeinde organisiert wird, haben wir im Vorfeld Gespräche mit örtlichen Vereinen geführt. Leider fand sich keine Organisation, die die Durchführung übernehmen oder unterstützen konnte. Auch für das Rahmenprogramm meldeten sich keine zusätzlichen Helferinnen und Helfer. Veranstaltungen dieser Art können jedoch nur gelingen, wenn viele gemeinsam anpacken - ohne das Ehrenamt zu überfordern.

Aktuell konzentrieren wir unsere Bemühungen darauf, zumindest einen Kinderfasching im Saal Räther zu ermöglichen. Wir stehen hierzu in Gesprächen mit möglichen Akteuren. Sollte sich keine ehrenamtliche Lösung finden, prüfen wir eine Durchführung durch externe Unterstützung. Ob dies gelingt, ist derzeit noch offen. Sollte auch dieses Angebot nicht zustande kommen, verweisen wir gerne auf die etablierten Kinderfaschingsveranstaltungen in Thonberg, die seit Jahren erfolgreich von der Feuerwehr Thonberg und dem Radsportverein Soli Reuth organisiert werden. Für dieses Engagement sprechen wir unseren ausdrücklichen Dank aus.

Der Weißenbrunner Faschingsumzug ist damit nicht endgültig aufgegeben. Innerhalb der Gemeinde wird bereits darüber nachgedacht, ob eine Durchführung im zweijährigen Rhythmus künftig sinnvoller wäre. Vielleicht gelingt es so, die Beteiligung wieder zu erhöhen und die Tradition langfristig zu erhalten.

Unser Appell bleibt bestehen: Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, diese schöne Tradition lebendig zu halten. Ob und wann der Faschingsumzug wieder durch Weißenbrunn zieht, hängt davon ab, wie viele Menschen bereit sind, ihn mitzutragen.