Die Grund- und Mittelschule Küps öffnete ihre Türen für die vierten Klassen der Grundschule Johannisthal und Weißenbrunn. Da beide Grundschulen im Sprengel der Grund- und Mittelschule Küps liegen, durfte die große Schule von oben bis unten erkundet werden. Dazu gehörte auch ein Frühstück, das die Küpser Schule finanzierte, sowie ein Besuch im Hallenbad oder im offenen Jugendtreff KIWI der Marktgemeinde Küps.
Konrektor Holger Pohl organisierte den Tag gemeinsam mit seinen Lehrkräften auf die Minute, denn immerhin standen für die Viertklässler fünf verschiedene Workshops und Aktionen zur Auswahl. Mit Hilfe eines Wahlzettels durfte jeder drei Lieblingsthemen auswählen, die anschließend am Vormittag in den normalen Unterrichtsstunden durchgeführt wurden. Und die Wahl fiel sicherlich bei den tollen Angeboten schon schwer. In der Schulgartengruppe pflanzten sich die Schüler ihre eigenen Ableger in ein Töpfchen und lernten auch noch die schuleigene Schülerbücherei kennen. Förderlehrerin Monika Graß brachte mit ihrem Team dazu zahllose Pflanzenableger mit. Auch in den Werkräumen ging es rund. Hier wurde ein eigenes Discolicht bestehend aus einem Tischtennisball mit LED-Lampe zusammengebaut. Mit Hilfe der Schüler der Klassen 8a und 8b arbeitete Fachlehrer Ralf Heydemann rund um die Uhr, denn das LED-Licht stand bei sehr vielen Viertklässler auf der Wunschliste. Gleich nebenan führte Fachlehrerin Rebecca Müller in die Designarbeit mit dem Computer ein. Es durften Buttons gestaltet werden und diese wurden dann mittels Buttonmaschine gleich auch fertigzusammengepresst. Sei es das Lieblingstier, der Namen oder Manga – für jeden Wunsch hatte Frau Müller eine passende Grafik zur Hand. Im Musikzimmer fanden derweil bei Lehrerin Marina Stockinger die ersten Proben zum Musikvideo-Dreh statt. Wie bei MTV wurde zunächst ein Song einstudiert und die Choreographie geprobt, bevor es schließlich an die Arbeit vor und hinter der Kamera ging. Unterstützt wurden sie dabei von tanzfreudigen Mädchen der achten Klassen. Und im zweiten Werkraum gab es noch eine besondere Neuigkeit: veganes Leder – auch genannt Snap-Pap. Mit Schere, Nadel, Faden und Druckknöpfen bewaffnet erklärte Fachlehrerin Gabi Czurda jedem Kind die Herangehensweise an dieses neue Material. Jeder durfte sich seine Form aussuchen und dann zuschneiden. Ob Hundegesicht, Herzchen oder Kleeblatt, alles war zu finden. Mit einem Druckknopf versehen, dient ein Snap-Pap zum Beispiel zum ordentlichen Aufwickeln von Kopfhörer- und Akkuladekabeln.
Belegte Laugenstangen und frische Salatgurken
Die 10. Klasse unter Führung von Frau Söllner stand in der Pause schon bereit, um die Erlebnishungrigen wieder zu Kräften zu bekommen. Neben den Laugenstangen mit Putenbrust oder Käse standen verschiedene Getränke und Gemüse bereit. Schnell mischten sich die Weißenbrunner und Johannisthäler mit unter die restlichen Schüler in der Pause, denn manche hatten ehemalige Kolleginnen und Kollegen aus dem letzten Jahr wiedergetroffen und da galt es natürlich sich auszutauschen. Das Klettergerüst im neuen Pausenhof war gleich entdeckt und mit belagert.
Ab ins Schwimmbad oder an den Kicker
11.35 Uhr, die zweite Pause war beendet und es folgte der letzte Programmpunkt. Mit Lehrerin Romina Krämer ging es dann für die Wasserratten ins Hallenbad zum Toben. Die anderen durften mit ihren Lehrkräften zum Jugendtreff KIWI. Im KIWI wartete die Chefin des offenen Jugendtreffs Frau Pfluger schon auf die neuen Gäste und führte die Kinder durch die Räumlichkeiten. Bald hieß es auch hier: Feuer frei, denn Kicker, Air-Hockey und alle anderen Spielmöglichkeiten mussten natürlich getestet werden. Um 12.30 Uhr war dieser Schultag für die Weißenbrunner und Johannisthaler Schüler leider schon vorbei. Die Busse warteten und brachten alle wieder zurück an ihre Grundschulen, vollgepackt mit kleinen Geschenken, unvergesslichen Eindrücken und sicherlich gab es ganz viel zuhause zu erzählen über diesen „Schul"-tag an der Grund- und Mittelschule Küps.
Unsere Bilder zeigen die eifrigen Schülerinnen und Schüler der GS Weißenbrunn und Johannisthal bei den verschiedenen Aktionen zum Tag der offenen Tür an der GMS Küps
Am Freitag, 6. März 2026, machte sich die VK1 mit dem Zug auf den Weg nach Steinbach am Wald, um die Glasindustrie näher kennen zu lernen. Direkt vor den Toren des größten Arbeitsgebers im Landkreis Kronach wurden wir von einem Mitarbeiter der Firma Wiegand-Glas empfangen. Nach einem interessanten Vortrag des Werkstudenten Daniel Kunz über das Unternehmen, die Bedeutung des Altglases und die Glasherstellung wurden noch die Ausbildungsberufe kurz vorgestellt. Alle waren überrascht, dass 18 verschiedene Berufe im Angebot waren und auch viele, die mit der Glasherstellung an sich nichts zu tun haben, z. B. KfZ-Mechatroniker.
Danach wurden alle mit der nötigen Sicherheitsausrüstung für den Betriebsrundgang vorbereitet: gelbe Warnweste, Ohrstöpsel und – als Highlight – das allseits beliebte Haarnetz (siehe Foto). Der Sicherheitsbeauftrage Alexander Schröppel, der dann die Besichtigung auch durchführte, machte nochmals eindringlich auf die hohen Temperaturen des Glases aufmerksam. Er empfahl, die teilweise 600 °C heißen Flaschen auch nicht testweise kurz zu berühren. Außerdem warnte er vor selbstfahrenden Flurförderzeugen, denen man nicht unbedingt im Weg stehen sollte.
Spätestens beim Besuch der Wanne, war jedem klar, dass mit den Temperaturen nicht übertrieben wurde und alle waren froh, als der Rundgang in kühleren Bereichen fortgesetzt wurde. Dort konnte man dann noch sehen, wie die Flaschen auf Paletten für den Transport vorbereitet wurden.
Der krönende Abschluss war der Besuch des Showrooms. Die Jugendlichen staunten nicht schlecht, wie viele verschiedene Größen, Modelle und Farbtöne man bei Flaschen auswählen kann. Nachdem auch das Erkennungszeichen der Flaschen von Wiegand-Glas gezeigt wurde – der Buchstabe „W" in einem Kreis – war die Hausaufgabe übers Wochenende klar: Findet in eurem Haushalt eine Flasche von Wiegand-Glas. Da laut Aussage von Herrn Kunz jede 3. Flasche aus dem Hause Wiegand kommt, sollte das ja kein Problem darstellen. Über das Engagement der Klassenlehrerin Sabine Söllner freute sich besonders Rektor Michael Schnappauf, dem die Kooperation mit der örtlichen Wirtschaft eine Herzensangelegenheit ist.