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Weitramsdorfer Nachrichten
Ausgabe 18/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Wertvolle Wiesen - wo Mensch und Hund nichts zu suchen haben

Braunkehlchen, Wiesenpieper, Wachtelkönig, Bekassine und Kiebitz finden im Coburger Land wichtige Lebensräume in feuchten Wiesen. Da diese jedoch zunehmend seltener werden, sind die Bestände stark zurückgegangen. „Bei einigen Arten gibt es nur noch eine Handvoll Brutpaare“, so Phillip Wagenknecht von der Unteren Naturschutzbehörde. Besonders sensibel ist die Zeit von März bis Ende Juli.

Naturschutzbehörde, Landwirtschaft und Verbände rufen daher gemeinsam dazu auf, Wiesenflächen - insbesondere im Itzgrund - nicht zu betreten und auf den Wegen zu bleiben. Auch der Bayerische Bauernverband unterstützt dies. Hundekot im Grünfutter stellt ein ernstes Problem dar und kann bei Kühen zu Todesfällen führen. Hundebesitzer werden gebeten, Hinterlassenschaften zu entfernen.

Störungen durch Menschen oder freilaufende Hunde führen dazu, dass Vögel ihre Nester verlassen. „Eier und Jungvögel sind dann ungeschützt“, erklärt Kerstin Cramer (LBV). Besonders geschützte Bereiche sind neben dem Itzgrund unter anderem die Glender Wiesen, die Rodachaue sowie Offenlandbereiche bei Meeder und Wiesenfeld.

Während der Brutzeit sollten diese Gebiete nicht betreten und Hunde stets kurz angeleint werden. Ziel ist ein rücksichtsvolles Miteinander von Mensch und Natur. Sanktionen sollen nur im Ausnahmefall erfolgen; stattdessen wird auf Einsicht gesetzt. In Naturschutzgebieten gilt ganzjährig ein Wegegebot sowie ein Verbot freilaufender Hunde.

Naturschutzwächter informieren vor Ort, der „BayernAtlas“ bietet Orientierung zum Schutzstatus der Flächen. Der für die Region erstellte Flyer „Wiesenbrüter im Coburger Land“ ist im Landratsamt sowie online erhältlich.

 

Ausführliche Informationen gibt es auf der Homepage des Landkreises Coburg unter www.landkreis-coburg.de oder direkt über den QR-Code.