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Weitramsdorfer Nachrichten
Ausgabe 25/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Riesenbärenklau: Gefahr für Mensch und Natur – Grundstückseigentümer zur Bekämpfung aufgerufen

Gefahr für Mensch und Umwelt durch den Riesenbärenklau auch im Coburger Land – die Untere Naturschutzbehörde ruft zur gezielten Beseitigung der Pflanze auf. Insbesondere für spielende Kinder kann diese gefährlich werden. Foto: Landratsamt Coburg/ Janine Ilge

 

Der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, breitet sich auch im Landkreis Coburg zunehmend aus und stellt sowohl für die heimische Natur als auch für die Gesundheit von Menschen eine erhebliche Gefahr dar. Wie die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Coburg informiert, befinden sich größere Bestände beispielsweise an der Steinach in den Gemarkungen Fürth am Berg und Wörlsdorf. Grundstückseigentümer werden deshalb gebeten, die Pflanze auf ihren Flächen zu erkennen und gezielt zu bekämpfen.

Die mehrjährige Staude kann eine Höhe von bis zu vier Metern erreichen und bildet ab dem zweiten Jahr große weiße Blütendolden aus. Nach der Blüte stirbt die Einzelpflanze zwar ab, produziert zuvor jedoch bis zu 50.000 Samen. Diese sind sowohl flug- als auch schwimmfähig und sorgen für eine rasche und weiträumige Ausbreitung. Anzutreffen ist die Pflanze insbesondere an Straßenböschungen, Waldrändern, Feuchtwiesen oder Brachflächen.

Der Riesenbärenklau birgt erhebliche Gesundheitsrisiken. Der Pflanzensaft enthält Stoffe, die bei Hautkontakt in Verbindung mit Sonnenlicht schwere Hautreizungen und Verbrennungen verursachen können.

Besonders gefährdet sind Kinder, die die imposante Pflanze häufig nicht als Gefahr erkennen.

Alle Grundstückseigentümer werden gebeten, vorhandene Bestände frühzeitig zu beseitigen. Die Bekämpfung des Riesenbärenklaus erfordert jedoch besondere Sorgfalt. Einfaches Mähen oder Ausreißen reicht in der Regel nicht aus, da die robuste Pflanze erneut austreiben kann.

Für eine erfolgreiche Bekämpfung des Riesenbärenklaus sollten bereits im Vorfrühling bekannte Standorte kontrolliert und junge Pflanzen mitsamt dem Vegetationskegel an der Wurzel ausgegraben/ abgehackt werden. Da über das gesamte Jahr hinweg weitere Keimlinge aufgehen können, sind Nachkontrollen bis in den September erforderlich.

Im Sommer ist das bloße Entfernen der Blüten meist nicht zielführend, da die Pflanze neue Blüten ausbildet. Effektiver ist es, die Samenstände erst dann zu entfernen, wenn die Hauptdolde bereits grüne Samen ausgebildet hat. Dabei müssen die samentragenden Dolden fachgerecht entsorgt werden, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.

 

Bei größeren Beständen ist die Bekämpfung deutlich aufwendiger. Neben wiederholtem Mähen, Mulchen, Fräsen oder einer Beweidung mit Schafen kann in bestimmten Fällen auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erforderlich sein. Dieser ist jedoch genehmigungspflichtig und darf nur von sachkundigen Personen durchgeführt werden.

 

 

 

Grundsätzlich gilt: Je früher der Riesenbärenklau erkannt und entfernt wird, desto größer sind die Erfolgsaussichten.