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Ausgabe 24/2026
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Regenwasser nutzen – einfach, nachhaltig und gut für den Garten

 

Jeder Regenschauer liefert kostenloses Wasser direkt vor unserer Haustür. Statt es ungenutzt in die Kanalisation abfließen zu lassen, kann Regenwasser im Garten gesammelt und sinnvoll genutzt werden. Eine Regentonne ist dafür eine einfache und kostengünstige Lösung.

Das gesammelte Regenwasser eignet sich ideal zur Bewässerung von Beeten, Rasenflächen, Hochbeeten oder Kübelpflanzen. Besonders in trockenen Sommermonaten hilft es dabei, wertvolles Trinkwasser zu sparen. Gleichzeitig profitieren viele Pflanzen von dem weichen, kalkarmen Regenwasser.

Mit einer Regentonne leisten Sie einen kleinen, aber wirkungsvollen Beitrag zum Klimaschutz und sparen gleichzeitig Geld. Bereits ein Garagendach von 20 m² kann bei einem kräftigen Sommerregen mehrere hundert Liter Wasser liefern.

Praxisbeispiel: Regentonne installieren

1. Schritt: Standort auswählen

Wählen Sie einen stabilen, möglichst ebenen und windgeschützten Standort in der Nähe eines Fallrohrs der Dachrinne. Ein Mindestabstand von 50 cm zum Gebäude hilft, mögliche Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.

2. Schritt: Untergrund vorbereiten

Eine Regentonne sollte auf einem festen Untergrund stehen, beispielsweise auf Betonplatten, Kies oder Pflastersteinen. Ein Podest ist sinnvoll, damit später eine Gießkanne bequem unter den Auslaufhahn gestellt werden kann.

3. Schritt: Regentonne aufstellen

Wählen Sie eine Regentonne mit einem Fassungsvermögen, das zu Ihrem Wasserbedarf passt. Einfache Kunststofftonnen mit etwa 200 Litern Fassungsvermögen sind bereits ab rund 20 bis 30 Euro erhältlich. Hochwertige Design-Regentonnen kosten je nach Ausführung etwa 80 bis über 200 Euro.

4. Schritt: Anschluss an das Fallrohr

Montieren Sie einen Regensammler oder Regendieb zwischen Fallrohr und Regentonne. Viele Systeme verfügen über einen integrierten Filter für Laub und Schmutz und verhindern gleichzeitig ein Überlaufen der Tonne. Verbinden Sie die Regentonne anschließend über einen Schlauch mit dem Regensammler.

5. Schritt: Nutzung und Pflege

Um Algenbildung zu vermeiden, sollte die Regentonne abgedeckt sein und regelmäßig gereinigt werden. Vor dem Winter sollte sie vollständig entleert werden, um Frostschäden zu verhindern.

Kostenübersicht

Für eine einfache Regenwasseranlage im Garten sollten folgende Kosten eingeplant werden:

  • Regentonne (ca. 200–250 Liter): 20–30 Euro
  • Regensammler oder Regendieb: 20–50 Euro
  • Podest oder Unterbau: 10–30 Euro

Insgesamt lässt sich eine funktionierende Anlage häufig bereits für etwa 50 bis 130 Euro realisieren. Wer sich für dekorative Design-Regentonnen entscheidet, muss mit Gesamtkosten von 150 bis 300 Euro rechnen.

Tipp

Wer Unterstützung beim Aufbau benötigt, findet im Internet zahlreiche kostenlose Anleitungs- und Erklärvideos. Diese zeigen Schritt für Schritt, wie eine Regentonne aufgestellt, an das Fallrohr angeschlossen und für den Winter vorbereitet wird.

Wer mehr Regenwasser speichern möchte, kann mehrere Regentonnen miteinander verbinden und so die Speicherkapazität deutlich erhöhen. Damit sich die Tonne harmonisch in das Gartenbild einfügt, lässt sie sich beispielsweise mit Holz verkleiden oder durch Rankpflanzen begrünen. Auch bepflanzbare Regentonnen sind eine attraktive Möglichkeit, Funktionalität und Gestaltung zu verbinden. Darüber hinaus müssen nicht immer neue Behälter angeschafft werden: Oft eignen sich bereits vorhandene wasserdichte Behälter als kostengünstige Alternative zur klassischen Regentonne und können mit etwas Kreativität sinnvoll weiterverwendet werden.