Neben der bereits gesondert veröffentlichten Beratung zum Windkraftvorhaben befasste sich der Gemeinderat Emersacker in seiner Sitzung am 18. Juni mit einer Reihe weiterer Themen und brachte mehrere Investitionen sowie Zukunftsprojekte auf den Weg.
Ein weiteres Thema war die Lüftungsanlage im Kinderhaus. Nachdem dort in den vergangenen Monaten wiederholt Störungen aufgetreten waren, lag zunächst ein Reparaturangebot über 4.305,75 Euro vor. Da die Kosten deutlich höher ausfielen als ursprünglich angekündigt, holte die Gemeinde eine zweite fachliche Einschätzung ein. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, zunächst eine umfassende Reinigung, eine Hygieneüberprüfung nach VDI 6022 sowie die technische Einregulierung der Anlage durchführen zu lassen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf insgesamt 2.433,56 Euro.
Auch für den gemeindlichen Winterdienst wurde eine Entscheidung getroffen. Der bisherige Schneepflug war im vergangenen Winter mehrfach ausgefallen, sodass zeitweise sogar ein Ersatzgerät ausgeliehen werden musste. Eine große Reparatur wäre auf Grund des Alters nicht wirtschaftlich. Um die Einsatzfähigkeit künftig dauerhaft sicherzustellen, wurden drei Angebote eingeholt. Den Zuschlag erhielt die Firma Drutzel GmbH mit dem wirtschaftlichsten Angebot in Höhe von 9.881,47 Euro.
Mit Blick auf den ab dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise eingeführten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung beschäftigte sich der Gemeinderat außerdem mit der Einführung einer interkommunalen Ferienbetreuung. Gemeinsam mit den Gemeinden Altenmünster und Heretsried soll künftig ein gemeinsames Betreuungsangebot entstehen, das zentral in Altenmünster durchgeführt wird. Eine im April durchgeführte Bedarfsabfrage zeigte, dass auch in Emersacker insbesondere während der Oster-, Pfingst- und Sommerferien ein entsprechender Bedarf besteht. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Teilnehmerzahlen für ein eigenständiges Angebot in Emersacker zu gering wären. Über die Höhe des Elternbeitrages für Emersacker wird der Gemeinderat in einer der kommenden Sitzungen entscheiden.
Um für die Gestaltung des Schlossplatzes eine belastbare Planungsgrundlage zu schaffen, vergab der Gemeinderat den Auftrag für die erforderliche Grundlagenvermessung. Die Vermessung kostet 1.785 Euro und bildet die Grundlage für die künftige Planung und Gestaltung des Schlossplatzes.
Im Anschluss befasste sich das Gremium mit einer Bürgeranfrage zur Errichtung eines Buswartehäuschens an der Haltestelle „Sägmühle“. Die Gemeinde hatte in den vergangenen Jahren bereits vier Bushäuschen errichtet im Gemeindegebiet. Nachdem auch an der Haltestelle in der Lauterbrunner Straße Bedarf besteht, sollen beide Standorte nun im Rahmen einer Bauausschusssitzung gemeinsam besichtigt und hinsichtlich eines möglichen Wartehäuschens bewertet werden.
Schließlich informierte Bürgermeister Karl-Heinz Mengele über die Planungen der Deutschen Telekom zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung im Bereich des Eisweihers und der angrenzenden Waldflächen. Ein ursprünglich geplanter Standort im Weiherbachtal wurde aufgrund naturschutzfachlicher Bedenken verworfen. Nun wird ein alternativer Standort im Bereich der neuen Bunkeranlagen am Waldrand geprüft. Der geplante Mast würde rund 500 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt errichtet und soll insbesondere bestehende Versorgungslücken schließen. Zum Vergleich: Der bisherige Mast am Kellerweg hat eine Entfernung von rd. 325 Meter zur nächsten Wohnbebauung. Die Gemeinde wird das weitere Verfahren weiterhin eng begleiten.
Text: Gemeinde Emersacker