Einstimmig sprach sich der Gemeinderat für den Bauantrag zur Errichtung einer Toilettenanlage am Gemeindestadel aus. Mit der Maßnahme soll die Infrastruktur rund um den Gemeindestadel weiter verbessert und insbesondere bei Veranstaltungen eine zeitgemäße sanitäre Versorgung geschaffen werden.
Intensiv diskutierte der Gemeinderat über die künftigen Elternbeiträge für die interkommunale Ferienbetreuung, die gemeinsam mit den Gemeinden Altenmünster und Heretsried organisiert wird und künftig in Altenmünster stattfindet.
Mehrere Gemeinderäte machten deutlich, dass den Kommunen – wie so oft – neue gesetzliche Aufgaben übertragen werden, ohne dass hierfür eine ausreichende finanzielle Beteiligung durch Bund oder Freistaat vorgesehen ist. Vor diesem Hintergrund wurde auch die Auffassung vertreten, die tatsächlich entstehenden Kosten vollständig an die Eltern weiterzugeben, um weitere Defizite im Gemeindehaushalt zu vermeiden.
Nach ausführlicher Beratung einigte sich der Gemeinderat schließlich darauf, den Elternbeitrag – analog zu den Gemeinden Altenmünster und Heretsried – auf 120 Euro je Betreuungswoche festzulegen. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass die Eltern künftig mindestens 75 Prozent der jeweils neu berechneten Betreuungskosten tragen sollen. Grundlage hierfür sind die tatsächlichen Kosten des Schuljahres 2026/2027. Ziel ist es, die Ferienbetreuung auch künftig verlässlich anbieten zu können und gleichzeitig die finanziellen Belastungen der Gemeinde in einem vertretbaren Rahmen zu halten.
Bürgermeister Karl-Heinz Mengele informierte den Gemeinderat über den aktuellen Sachstand des Baugebiets „Am Weinberg“. Derzeit werden durch das beauftragte Ingenieurbüro die Ausschreibungsunterlagen für die Erschließungsarbeiten erstellt. Die öffentliche Ausschreibung soll im August erfolgen. Über die Vergabe der Bauleistungen wird der Gemeinderat voraussichtlich in seiner Sitzung im September entscheiden. Der frühestmögliche Baubeginn für die Erschließungsarbeiten ist für den Herbst 2026 vorgesehen, der Abschluss der Erschließungsarbeiten soll spätestens im Herbst 2027 erfolgen.
Damit steht nun ein klarer Fahrplan für die weitere Entwicklung des Baugebiets fest. Nach Vorliegen der Ausschreibungsergebnisse wird der Gemeinderat die endgültigen Bauplatzpreise festlegen. Anschließend kann mit der Vermarktung der Baugrundstücke begonnen werden. Über den Beginn des Bewerbungs- und Vergabeverfahrens wird die Gemeinde die Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig gesondert informieren.
Der Gemeinderat befasste sich außerdem mit Schäden an einzelnen Böschungsbereichen entlang des Weiherbachs, die vermutlich durch Biber oder Bisamratten verursacht wurden. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, die betroffenen Böschungsbereiche durch den gemeindlichen Bauhof instand setzen und die entstandenen Erdlöcher verschließen zu lassen. Gleichzeitig soll die Situation weiterhin beobachtet werden.
Außerdem beschloss der Gemeinderat, die notwendigen Reparaturarbeiten am gemeindlichen Pritschenfahrzeug durchführen zu lassen. Vor der anstehenden Hauptuntersuchung (TÜV) sind verschiedene Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf rund 1.800 Euro.
Eine erfreuliche Nachricht konnte Bürgermeister Mengele im Bereich der digitalen Infrastruktur bekannt geben: Die Gemeinde Emersacker wurde vom Bayerischen Breitbandzentrum mit dem Qualitätssiegel „GigabitRegionBayern“ ausgezeichnet. Damit gehört Emersacker zu einer der rund 300 Kommunen in Bayern, die bereits eine nahezu flächendeckende Gigabitversorgung erreicht haben und das offizielle Siegel künftig führen dürfen. Die Auszeichnung würdigt den erfolgreichen Ausbau der digitalen Infrastruktur und unterstreicht die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde.
Die nächste Sitzung des Gemeinderates findet am Donnerstag, 17. September 2026, statt.