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Ausgabe 34/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Niedrigwasser – ein Zeichen für unseren Wasserhaushalt

Niedrige Wasserstände sind derzeit in vielen Regionen Deutschlands zu beobachten. Doch Niedrigwasser bedeutet mehr als nur sichtbare Uferbereiche. Es zeigt, wie stark unser Wasserhaushalt durch trockene und warme Wetterphasen belastet wird.

Ursache ist das Zusammenspiel aus geringen Niederschlägen, hohen Temperaturen und einer erhöhten Verdunstung. Wenn über längere Zeit weniger Regen fällt, gelangt weniger Wasser in Bäche, Flüsse und Seen. Im vergangenen hydrologischen Winterhalbjahr (01.11.2025 – 30.04.2026) hatte Bayern ein Niederschlagsdefizit von rund 33 % und es war somit das trockenste Winterhalbjahr seit 1951. Die Temperaturbilanz für diesen Zeitraum weist vier zu warme Monate auf. Das hat zur Folge, dass die Landschaft mehr Wasser an die Atmosphäre abgibt. Die Folge: Die Wasserstände sinken und die verfügbare Wassermenge nimmt ab.

 

 

Das hat Folgen für Mensch und Natur. Für Fische, Muscheln und andere Wasserorganismen verändern sich die Lebensbedingungen. Weniger Wasser bedeutet häufig kleinere Lebensräume und höhere Wassertemperaturen. Auch die Schifffahrt kann beeinträchtigt werden, wenn die Wassertiefe für die sichere Befahrung nicht mehr ausreicht. In der Landwirtschaft und bei anderen Nutzungen kann die geringere Wasserverfügbarkeit ebenfalls zum Problem werden.

Besonders wichtig ist der Blick unter die Oberfläche: Längere Trockenphasen betreffen nicht nur Flüsse und Seen, sondern auch das Grundwasser. Wenn weniger Niederschlag fällt, kann weniger Wasser im Boden versickern und zur Grundwasserneubildung beitragen. Die Auswirkungen zeigen sich dabei oft nicht sofort. Während ein niedriger Wasserstand in einem Fluss schnell sichtbar wird, können Veränderungen beim Grundwasser zeitlich verzögert auftreten und länger anhalten.

Niedrigwasser ist deshalb nicht nur ein kurzfristiges Wetterphänomen. Es ist ein wichtiger Hinweis darauf, wie empfindlich unser gesamter Wasserhaushalt auf Trockenheit und Hitze reagiert. Die aktuelle Situation macht deutlich, wie wichtig es ist, Wasserressourcen langfristig zu beobachten und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen.

Weitere Infos zum Niedrigwasser sind auf der Internetseite www.nid.bayern.de der LfU zu finden.