Die “Bonstetter Wichtel” (vlnr. Estelle Sauer, Annika Fladerer, Annalena Seemiller und Leonie Fladerer) umrahmten musikalisch den Neujahrsempfang.
Nun war es also so weit: nach 30 Jahren als Bürgermeister von Bonstetten lud Anton Gleich zum letzten Mal zum Neujahrsempfang der Gemeinde ein. Er wird nicht mehr für dieses Amt kandidieren. Mehr als 80 Bürger nutzten die Gelegenheit, sich auch teilweise persönlich zu verabschieden. „Unsere Kinder haben oft von den Entscheidungen des Gemeinderats unter Führung von Bürgermeister Gleich profitiert! Neuer Kindergarten, Teilnahme am Nachtbus und jetzt die Erweiterung der Grundschule Adelsried-Bonstetten - das passt!“, ist sich Sebastian sicher. „Durch die Ausweisung von Neubaugebieten hatten wir die Gelegenheit, hier zu bauen. Das war eine wirklich gute Entscheidung!“
Bürgermeister Gleich begrüßte alle herzlich, vor allem auch die Neubürger, die erstmalig den Weg in den Bonstetter Bürgersaal gefunden hatten, aber auch erfolgreiche Sportler und natürlich die „Jung-Bürger“, die im vergangenen Jahr ihren 18. Geburtstag feiern konnten.
Dann ließ er die politischen Entscheidungen des vergangenen Jahres Revue passieren und bot einen Ausblick auf das kommende Jahr.
Neue Ortsmitte ist alternativlos
Nicht nur, weil der Bürgerentscheid ein positives Signal brachte, sei die neue Ortsmitte alternativlos. Die finanzielle Differenz, zwischen einer „echten“ Mitte, bei dem in einem Bürgerhaus neben der Feuerwehr, Musikverein, Rathaus, Veranstaltungsflächen (innen wie außen) und einer kompletten Außenanlage mit Parkplätzen und Treffpunkten für alle Generationen alles beinhaltet, ist der finanzielle Unterschied zum Pflichtbau eines Feuerwehrhauses und der Sanierung des Bestandsrathauses nur marginal, da die staatliche Förderung von etwa 6 Mio. Euro wegfällt.
Ferner steht u.a. die Fertigstellung des Breitbandausbaues, die Wärmeplanung, die Wasserverbundleitung und die Schulhauserweiterung mit Adelsried an.
Ehrenamt und Miteinander sind beispielhaft
Das Ehrenamt in den Vereinen und Organisationen sei hervorragend. Als Beispiel für ein „tolles Miteinander“ stellte Gleich die Eisfläche in den Fokus. Nach Anregung von Angela Bschorr arbeiteten alle Hand in Hand: Feuerwehr, Stocker und Gemeinde ermöglichten diesen Freizeitspaß mitten in Bonstetten. Schließlich wurden gar warme Getränke und Muffins angeboten. Aber auch das von Johannes Greger organisierte Gemeinschaftsfeuerwerk an Silvester, war ein Beweis dafür, denn mehr als 300 Bürger kamen freudig in die Ortsmitte und genossen „ihre“ Raketen und Böller.
Gleichs Ziel war „Immer das Beste für Bonstetten!“
Dann wurde es nicht nur für den scheidenden Bürgermeister emotional, als er betonte, dass diese 30 Jahre nicht nur fünf Amtszeiten im Dienst der Gemeinde waren, sondern „das war ein wichtiger Lebensabschnitt“. „In diesen Jahren durfte ich zusammen mit ihnen gemeinsam Bonstetten gestalten, entscheiden, manchmal auch ringen, aber immer mit dem Ziel, das Beste für unser Dorf zu erreichen!“ Er bedankte sich bei seinen Mitstreitern über all die Jahre, denn „Politik ist Teamarbeit!“ Nachdem Bürgermeister Anton Gleich seine Rede mit den Worten: „Vielen Dank für die vergangene Zeit! Es war mir eine Ehre!“ beendet hatte, wischte nicht nur er kurz über seine Augen.
Jetzt war Zeit, miteinander auf das Neue Jahr anzustoßen, sich zu unterhalten und auch neue Menschen kennenzulernen und den Melodien der „Bonstetter Wichtel“ zu lauschen, die die Veranstaltung musikalisch untermalten.
Matthias Stegherr für 25 Jahre Feuerwehrdienst geehrt
Leider konnte Matthias Stegherr seine Ehrung und Dankesworte von Anton Gleich für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst nicht persönlich entgegennehmen. Mehr als die Hälfte seines Lebens ist er für den Schutz von Hab und Gut in der örtlichen Feuerwehr im Einsatz.
Erfolgreiche Sportler stehen im Rampenlicht
Eine schöne Tradition ist es mittlerweile, dass auch erfolgreiche Bonstetter Sportler ihre Bühne beim Neujahrsempfang ihrer Gemeinde bekommen. Manch einer wurde von seinen Mitbürgern gleich wiedererkannt, so zum Beispiel Tobias Stiastny, dessen großes Ziel es war, an den Olympischen Spielen teilzunehmen, klappte dieses Mal wegen Verletzungspech noch nicht. Doch der renommierte Diskus- und Kugelwerfer ist zuversichtlich: „Ich trainiere wieder an und bin schon ganz gut in Form. Also auf die nächste Olympiade!“
Der vier Jahre jüngere Bruder Simon tritt eifrig in Tobias’ Fußstapfen. Er konzentriert sich auf Hammerwurf und Diskus und belegte bei den Bayerischen Meisterschaften die Plätze 3 (Hammer) und vier (Diskus).
Max Stegherr siegte bei den Schwäbischen Meisterschaften im 800 Meter-Lauf und wurde zweiter im 4 x 100m Lauf. Sein kleiner Bruder Matthias siegte mit der Mannschaft im Waldlauf.
Monika Bschorr und Tim Pufal waren für die Schützen im Luftgewehr und Bogen in der Gaumeisterschaft auf der Siegertreppe.
Bonstetten hat einen Weltmeister
Eine grandiose Leistung verbrachte der 43jährige Ultracyclist Sebastian Mayr in den fernen USA. Innerhalb von 24 Stunden fuhr er 865 km und 3.101 Höhenmetern bei bis zu 35 Grad Hitze ohne Pause mit dem Rad drei Minuten vor dem Zweitplatzierten durch das Ziel und wurde somit Zeitfahrweltmeister 2026.