Der Marktgemeinderat hat im vergangenen Jahr die Stellschrauben für die Neuausrichtung der Trinkwasserversorgung im Markt Welden gestellt, nachdem die Behörden dem Trinkwasserbrunnen in Reutern keine Genehmigungsfähigkeit in Aussicht gestellt haben. Folgende Maßnahmen für die Neuausrichtung der Trinkwasserversorgung im Markt Welden sind im Wesentlichen geplant: Erneuerung einzelner Wasserleitungen, Errichtung einer Verbundleitung zwischen Welden und Reutern mit Pumpwerk, Errichtung einer Verbundleitung zwischen dem neuen Brunnenstandort und dem bestehenden Wassernetz, sowie ein neuer Trinkwasserbrunnen. Als erste und essentiell wichtige Maßnahme ist nun die Erkundungsbohrung für den neuen Trinkwasserbrunnen vorgesehen. Der neue Standort, in den Fuggerschen Wäldern zwischen Emersacker und Welden auf Flur-Nr. 1619 Gemarkung Emersacker wurde in mehreren öffentlichen Sitzungen, den Bürgerversammlungen und der öffentlichen Informationsveranstaltung am 08.10.2025 erläutert. Die Firma INGEO, Fachfirma für Hydrogeologie, hatte im Vorfeld vier mögliche Standorte ermittelt. Davon wird der Standort P2 (siehe Lageplan) von den Fachstellen als der geeignetste angesehen. Auch die Erschließung über bestehende Waldwege ist möglich. Zwischenzeitlich wurde die erforderliche Erkundungsbohrung ausgeschrieben und an den Anbieter mit dem wirtschaftlichsten Angebot, die Firma JoanniKling GmbH in Zusmarshausen zum Bruttopreis von ca. 270.000 € vergeben. Die Genehmigung der erforderlichen Bohranzeige, das Einverständnis des Grundstückseigentümers, sowie das Einverständnis der Gemeinde Emersacker liegt uns vor. Aktuell laufen die Vorbereitungsmaßnahmen. Bereits in den nächsten Tagen wird die Erkundungsbohrung mit einer Bohrungstiefe von max. 180 m durchgeführt. Dabei sollen belastende Nachweise über die hydraulischen und hydro-geochemischen Eigenschaften der zwei Hauptgrundwasserstockwerke in der tertiären Abfolge am geplanten Standort ergeben. Ziel ist die sichere Abgrenzung vor allem des oberen tertiären Stockwerkes, das vornehmlich künftig erschlossen werden soll. Zur Bestimmung der hydraulischen Parameter ist bei der nun erforderlichen Bohrung auch ein für ca. 144 Stunden (2x 72 Stunden) andauernder Pumpversuch geplant. Das im Pumpversuch geförderte Pumpwasser wird breitflächig versickert bzw. über den forstlichen Entwässerungsgraben abgeleitet. Wir können aktuell nur hoffen, dass bereits die erste Erkundungsbohrung zum Erfolg führt.