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Rund um den Grüntensee
Ausgabe 11/2020
Markt Wertach
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Jetzt Wälder kontrollieren – viel Brutmaterial für Borkenkäfer - Sturmschäden im Wald

Sturmschäden im Wald

Sturmschäden im Wald

Jetzt Wälder kontrollieren - viel Brutmaterial für Borkenkäfer

Nach den Winterstürmen im Februar werden Windwürfe und Bruchschäden in den Wäldern sichtbar. In höheren und niederen Lagen des Allgäus sind Fichten aber auch andere Baumarten von den Stürmen geworfen und gebrochen worden. Förster Thomas Schneid empfiehlt allen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern, frühzeitig Ihre Waldbestände auf Schadholz zu kontrollieren. Eine schnelle Aufarbeitung des Fichten-Schadholzes und die zügige Abfuhr sind wichtig, um den Borkenkäfern im kommenden Frühjahr keinen Brutraum zu hinterlassen. Gerade Einzelbrüche und kleinere Windwurfnester sind das ideale Brutmaterial für den Borkenkäfer. Wenn im April die ersten Käfer fliegen, soll das Schadholz schon abgefahren sein.

Auch vom Borkenkäfer befallene Fichten aus dem vergangenen Jahr sollten jetzt aufgearbeitet werden. Unter der Rinde dieser Fichten und den Nachbarbäumen können sich noch viele Borkenkäfer versteckt halten. Eine Abfuhr des Holzes ist hier die beste vorbeugende Maßnahme.

Das Wichtigste ist jedoch, dass bei der Sturmholzaufarbeitung keine Unfälle passieren. Deshalb sollen betroffene Waldbesitzer geeignete und gut ausgerüstete Forstunternehmen mit den besonders gefährlichen Holzerntearbeiten beauftragen. Unterstützung bieten dabei z.B. die Forstbetriebsgemeinschaft, die Waldbesitzervereinigung oder zertifizierte Forstunternehmen an.

Für die spätere Aufforstung der Schadflächen mit stabilem Mischwald können die Waldbesitzer sich zur Beratung und Förderung an das Forstrevier Wertach wenden.

Förderung bei Sturmschäden im Wald

Waldbesitzer/innen, die in den vergangenen Wochen in ihren Wäldern Sturmschäden erlitten haben, können staatliche Fördermittel zur Vorbeugung und Bekämpfung von rindenbrütenden Insekten erhalten. Hierfür gelten folgende Voraussetzungen:

  • Antragsstellung beim staatlichen Forstrevier vor Beginn der Aufarbeitung des Schadholzes

  • Es muss das gesamte Schadholz einschließlich Kronen- und Astmaterial waldschutzwirksam aufgearbeitet werden

  • Schadholzmenge (Fichte) mindestens 100 Festmeter bzw. mindestens 17 Festmeter im Schutzwald

  • Abschluss der Aufarbeitung inkl. Abfuhr des Holzes ins Sägewerk bis zum 31.03.2020 oder nach Absprache mit dem Revierleiter

Die Förderhöhe beträgt 5,- € je Festmeter bzw. 30,- € je Festmeter im Schutzwald.

Kontakt: Thomas Schneid - Telefon: 08365 543.