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Rund um den Grüntensee
Ausgabe 16/2021
Markt Wertach
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Zeit für die Aussaat!

Feuerbohnen sind in Brasilien ein Grundnahrungsmittel

Das Engagement von uns Wertachern hat schon viele gute Früchte in Brasilien getragen.

Zum letzten Missionssonntag im Oktober haben wir anstelle unseres Missionsessens Saatbohnen in der Gemeinde verteilt und Sie haben sehr großzügig für unsere Partnergemeinden in Brasilien gespendet.

Bis zum Jahresende 2020 hat die Spendensumme, die wir nach Brasilien weiterleiten konnten, 5000 € überschritten. Für die Armen in Pilao Arcado eine wichtige Hilfe, denn sie leiden sehr unter einem Preisanstieg für Grundnahrungsmittel um ca. 1/3 und bekommen immer weniger staatliche Unterstützung.

Umso dankbarer äußerten sich im letzten Brief von unseren Padres Bernhard und Wilhelm einige Gemeindemitglieder, hier ein Beispiel:

"Liebe Brüder und Schwestern in Deutschland, ich möchte Euch danken für Eure Solidarität und Hilfe für uns Arme in Campo Alegre de Lourdes. Unser Leben ist im Augenblick sehr schwierig . Alles ist sehr teuer geworden, unser täglicher Reis und alle anderen wichtigen Lebensmittel sind so teuer wie noch nie zuvor. Auch das Material für den Bau unserer Zisternen und Hütten ist unheimlich teuer geworden. Jetzt mit der Regierung unseres Präsidenten Bolsonaro ist für uns Arme alles schwieriger geworden und zu allen Schwierigkeiten kam noch die Pandemie des Coronavirus hinzu. In dieser Situation hätten wir es allein nicht geschafft, unsere Zisterne zu bauen. Aber dank Eurer Hilfe haben wir jetzt unsere Zisterne und damit auch in der Trockenzeit genügend sauberes Trinkwasser."

Francineide aus der Gemeinde Gergelim / Campo Alegre de Lourdes

Jetzt kommt die Zeit, in der die Bohnen bei uns wachsen und neue Frucht bringen sollen. Bohnen sind recht frostempfindlich, sie sollen deshalb nicht vor Mitte Mai ins Freiland. Sie können sie dann entweder direkt im Freien aussäen oder schon jetzt ein wenig auf dem Fenstersims vorziehen (damit verschaffen Sie den Pflänzchen auch einen Vorsprung vor den Schnecken im Garten).

In dieser nicht enden wollenden Zeit der Beschränkungen wird es uns gut tun, so ein Zeichen der Hoffnung wachsen zu sehen. Wir hoffen, dass wir im Herbst eine gute Ernte einbringen und wieder gemeinsam den Weltmissionssonntag feiern können. Auch unsere Freunde in Brasilien, das noch viel härter von Corona getroffen ist als wir, brauchen dringend Aussicht auf bessere Zeiten.

Pflanzen Sie so ein kleines lebendiges Zeichen, das bis zum Herbst erstaunlich groß werden kann!