Eine Handvoll Frauen startete am Ulrichsbrunnen zur traditionellen Wallfahrt nach Maria Rain. Bald schon schlossen sich weitere Frauen an. Der Anlass für die erste Wallfahrt der Wertacher nach Maria Rain war die Dankbarkeit über das Ende des 2. Weltkrieges und dafür, verschont geblieben zu sein. Wie kostbar, bedroht, ersehnt und zerbrechlich der Frieden ist, erfahren wir gegenwärtig oft genug.
„Es gibt immer einen Grund zu danken und zu bitten“, so sagte eine Teilnehmerin. Den eigenen und weiten Horizont im Herzen und vor
Augen beteten die Wallfahrerinnen mit den Füßen. Das Rosenkranzgebet gab den verlässlichen Rhythmus vor.
Dankbar waren wir für die kurze Einkehr in der Kirche St. Wolfgang in Haslach. Vor Maria Rain kam uns für das letzte Wegstück Pfarrer Franz J. Reiner entgegen. Die Glocken der Kirche schickten ihr Willkommen. Zum Wallfahrergottesdienst sind noch einige Wertacher nachgekommen.
Das ursprüngliche Versprechen für die Tradition der Wallfahrt bleibt aktuell:
„Wer den letzten Krieg vergisst, der bereitet schon den nächsten vor.“
Diese Mahnung eines Schweizer Schriftstellers bekräftigt die Fortsetzung der Wertacher Wallfahrt für den Frieden, auch Generationen später.