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Rund um den Grüntensee
Ausgabe 33/2026
Markt Wertach
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Amtliche Bekanntmachungen

Öffentliche Sitzung vom 02.07.2026

TOP1

Genehmigung der Sitzungsniederschrift der öffentlichen Marktgemeinderatssitzung vom 11.06.2026

Die Sitzungsniederschrift der Gemeinderatssitzung vom 11.06.2026 ist den Ratsmitgliedern zugegangen.

Beschluss:

Die Sitzungsniederschrift der Gemeinderatssitzung vom 11.06.2026 wird genehmigt.

Abstimmungsergebnis:  Ja 12 Nein 0

TOP2

Mittagsbetreuung Neubau: Vergabe Baumeister- und Tiefbauarbeiten

Sachverhalt:

Der Marktgemeinderat hat in seiner Sitzung vom 05. Juni 2025 das gemeindliche Einvernehmen für den Neubau der Mittagsbetreuung erteilt. Nun stehen die ersten Auftragsvergaben zum Bauvorhaben an.

Die Submission für die Baumeister- und Tiefbauarbeiten fand am Donnerstag, den 25. Juni statt. Da die Ergebnisse dieser Submission zum Zeitpunkt der Ladung noch nicht feststanden, werden die daraus resultierenden Ergebnisse noch als Anlage zur Sitzung vor der Marktgemeinderatssitzung beigefügt.

Der Auftrag soll an den wirtschaftlichsten Anbieter vergeben werden.

Die Bürgermeisterin teilt ergänzend mit, das Submissionsergebnis läge mit 592.274,14 € rund 100.000,- € unter der Kostenschätzung.

Beschluss:

Der Marktgemeinderat beschließt, dem Bieter 1 mit dem wirtschaftlichstem Angebot (Summe siehe Anlage zur Sitzungsvorlage) den Auftrag zu erteilen.

Abstimmungsergebnis:  Ja 13 Nein 0

TOP 3

Fahrzeugbeschaffung für die Wasserversorgung: Vergabe

Sachverhalt:

Derzeit muss der Mitarbeiter, der für die Wasserbereitschaft eingeteilt ist, zunächst das Feuerwehrgerätehaus anfahren, um dort das vorhandene Bauhoffahrzeug abzuholen. Erst anschließend kann er die erforderlichen Einsatzorte, wie beispielsweise Leitungen, Hochbehälter oder sonstige Anlagen der Wasserversorgung, erreichen. Dadurch entstehen zusätzliche Wegezeiten, die insbesondere bei Störungen zu Verzögerungen führen.

Zur Verbesserung der Einsatzbereitschaft und der Effizienz der Wasserbereitschaft ist die Beschaffung eines eigenen Einsatz- und Servicefahrzeuges vorgesehen. Das Fahrzeug soll mit einer Werkbank, den erforderlichen Werkzeugen sowie einem Materiallager ausgestattet werden. Dadurch können kleinere Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten direkt vor Ort durchgeführt werden, ohne dass wiederholt Fahrten zum Bauhof oder zum Materiallager erforderlich sind.

Darüber hinaus soll dem jeweils diensthabenden Mitarbeiter der Wasserbereitschaft ermöglicht werden, das Fahrzeug während seiner Bereitschaftszeit mitzuführen. Dies gewährleistet eine deutlich schnellere Reaktionszeit bei Störungen und Notfällen, da der Mitarbeiter unmittelbar von seinem jeweiligen Standort aus zum Einsatzort fahren kann.

Vorteile der Beschaffung

  • Verkürzung der Anfahrts- und Reaktionszeiten bei Störungen der Wasserversorgung.
  • Entfall der zusätzlichen Fahrt zum Feuerwehrgerätehaus zur Fahrzeugübernahme.
  • Durchführung kleinerer Reparaturen und Wartungsarbeiten direkt vor Ort.
  • Reduzierung von Fahrten zum Bauhof und Materiallager.
  • Effizientere Arbeitsabläufe und bessere Nutzung der Arbeitszeit.
  • Verbesserung der Einsatzbereitschaft und Versorgungssicherheit im Bereich der Wasserversorgung.

Für die Fahrzeugbeschaffung wurden mehrere Angebote eingeholt (sh. Anlage). Bei allen Fahrzeugen muss noch die Ladefläche ausgebaut bzw. nachgerüstet werden. Für die Beschaffung sowie die zusätzlichen Ausbauten sind ausreichend Mittel im Haushalt 2026 (60.000,-€) vorhanden.

Auf Frage wird mitgeteilt, für den erforderlichen Ausbau fallen Zusatzkosten in Höhe von rund 10.000,-€ an. Weiter wird mitgeteilt, dass auch in anderen Gemeinden Fahrzeuge dieser Art zur Verfügung stehen. Gleichzeitig kann das Fahrzeug von 2 Personen, die mitfahren können, genutzt werden.

Beschluss:

Der Gemeinderat beschließt die Beschaffung eines Einsatz- und Servicefahrzeuges für die Wasserbereitschaft der gemeindlichen Wasserversorgung.

Den Zuschlag erhält der wirtschaftlichste Anbieter gemäß der zur Sitzungsvorlage beiliegenden Anlage.

Das Fahrzeug (Ford, 39.900,70 €) ist entsprechend der betrieblichen Anforderungen mit Werkbank, Werkzeug- und Materiallager auszustatten und auch der noch zusätzliche Ausbau bzw. die Nachrüstung der Ladefläche ist entsprechend vorzunehmen. Die Verwaltung wird beauftragt, die notwendigen Schritte zur Beschaffung einzuleiten.

Abstimmungsergebnis:  Ja 13 Nein 0

TOP4

BioVi - Biodiversität im Grenzraum Wertach - Jungholz: Beschluss Teilnahme am Interregprojekt

Die biologische Vielfalt vom Grüntensee in Wertach bis nach Jungholz ist sehr breit gefächert. Auch das aktuelle Thema Energie kann auf dem geplanten aufzuwertenden Weg bespielt werden. Der bereits existierende Weg entlang der Wertach wird von Einheimischen und Gästen sehr gut frequentiert – leider bisher ohne auf die Besonderheiten der Natur des Weges aufmerksam gemacht zu werden.

Der Markt Wertach und die Gemeinde Jungholz ergänzen sich bezüglich des touristischen Angebots hervorragend und arbeiten hier bereits eng zusammen.

Um den gesperrten Bereich am Grüntensee trotzdem attraktiv zu gestalten, ist im Rahmen des Projekts BioVi Wertach-Jungholz angedacht, die letzte am Streckenweg platzierte Station am Grüntensee zu installieren. Diese Station soll informieren, aber auch interaktiv gestaltet werden. Die Information soll sich unter anderem mit dem Thema befassen, warum der Grüntensee im Bereich des Einlaufs nicht mehr zum Baden freigegeben ist, aber auch die spannenden Themen wie Flora und Fauna im und um den See herum behandeln.

Der Beherbergungsbetrieb am Grüntensee ist einer der wichtigsten touristischen Leistungsträger in Wertach. Für Gäste, die direkt am Grüntensee Urlaub machen, ist die Bademöglichkeit im See ein Hauptargument für die Wahl ihres Urlaubsdomizils.

Umso bedauerlicher ist es, dass diese Bademöglichkeit rund um den am See installierten Steg nicht mehr möglich ist.

Das Projekt BioVi Wertach – Jungholz soll das Thema Biodiversität (biologische Vielfalt) allen Wanderern, Radlern und Interessenten, aber auch Kindern und Jugendlichen näherbringen und dieses einfach und verständlich an verschiedenen Stationen erklären. Gleichzeitig soll es die Gemeinden Wertach und Jungholz weiter zusammenbringen und die POI´s entlang der Strecke in den Vordergrund rücken.

Bei dem Projekt handelt es sich um ein Interreg Projekt und wird mit einem Zuschuss von 75 % der EFRE-förderfähigen Gesamtkosten bezuschusst, bis zur maximalen Fördersumme laut vertragsgegenständlichen Projektantrag. Der Markt Wertach wird für die Umsetzung des Projektes eine finanzielle Beteiligung in Höhe von insgesamt ca. 16.317,00 Euro aufbringen, wenn die für Wertach zugesagte Fördersumme von 65.268,00 Euro ausgeschöpft und die 75 % Fördersumme geflossen sind. Die Kosten des Projektes müssen im Haushalt 2027 berücksichtigt werde, da die Marktgemeinde in Vorfinanzierung gehen muss.

Der vom Markt Wertach und der Gemeinde Jungholz gestellte Projektantrag für das Projekt „BioVi Wertach-Jungholz“ wurde im Projektauswahlverfahren, das am 16.06.26 in Füssen stattfand, von der Förderstelle genehmigt.

Aus der folgenden Diskussion bleibt festzuhalten, dass einige Ratsmitglieder das Vorhaben insgesamt sehr positiv sehen und denken, dass ein Mehrwert für Gäste, Einheimische und auch Schulklassen gegeben ist; der Weg kann in Etappen gegangen werden und lässt sich teils mit den Angeboten des ÖPNV nutzen. Andere Ratsmitglieder sehen das Vorhaben sehr kritisch; es wird befürchtet, dass viel Geld des Zuschusses in eine evtl. aufwändige Planung fließt und außer einzelnen Ruhebänken Infotafeln mit QR-Codes entstehen könnten, die ohne Förderung günstiger zu bekommen seien. Einigkeit besteht, dass man am See dringend Angebote zur Attraktivierung schaffen muss. Auf Frage wird mitgeteilt, der Unterhalt liege künftig bei beiden Gemeinden gemeinsam, wobei für die Umsetzung des Projektes geplant ist, das Jungholz ein Drittel der offenen Kosten zu tragen hat und Wertach die restlichen beiden Drittel.

Die Bürgermeisterin stellt klar, dass die Planung kostengünstig über den Landschaftspflegeverband erfolge und man momentan noch gar keine konkrete Planung habe; die Gedanken, die für den Förderantrag zusammengefasst wurden, müssen also noch konkretisiert werden; insofern steht es uns somit auch frei, dass nicht jede Station gleich viel kosten muss/darf, sondern durchaus Schwerpunkte am See selbst gesetzt werden können. Ein Ratsmitglied ergänzt, allein mit dem prognostizierten Eigenbehalt des Marktes Wertach von rund 16.000,-€ könne am See nur sehr wenig gestaltet werden, mit der Fördersumme zusammen hingegen könne dort viel erreicht werden.

Beschluss:

Der Marktgemeinderat beschließt, an dem Interreg Projekt „BioVi Wertach – Jungholz“ teilzunehmen und die Maßnahme wie bereits beantragt einschließlich der Vorfinanzierung umzusetzen. Die Verwaltung wird beauftragt, die entsprechenden Haushaltsmittel in 2027 einzustellen und das Projekt voranzutreiben.

Abstimmungsergebnis:  Ja 10 Nein 3

TOP 5

Anfragen und Berichte

Sachverhalt:

a) Die nächste öffentliche Ratssitzung ist für Donnerstag, 06.08.2026 vorgesehen.

b) Die Bürgermeisterin gibt bekannt, dass die Raiffeisenbank in aussichtsreichen Gesprächen ist und Stand jetzt ein Ladengeschäft in den ehem. Räumlichkeiten von Sport Mayr angesiedelt werden kann.

c) Die Sanierung der St. Ulrich Straße steht bevor; mit dem Beginn der Bauarbeiten ist Ende Juli / Anfang August zu rechnen. Unmittelbar betroffen sind acht Häuser, für die ein Beweissicherungsverfahren in Auftrag gegeben wurde.

d) Ein Ratsmitglied moniert das Parken insbesondere verschiedener Wohnmobile; ein Einzelfall in diesem Zusammenhang ist geklärt, die Situation aber insgesamt unbefriedigend; das Thema Parken werde separat im Rat nochmals zu behandeln sein. Dies betrifft auch die Parksituation beim Feuerwehrgebäude.

Wertach, 10.08.2026
Für die Richtigkeit:
Gertrud Knoll
Jörg Meyer 
Erste Bürgermeisterin
Schriftführer