Diese beachtliche, schön gewachsene Buche bei Waltenhofen belegte beim Wettbewerb den ersten Platz im Oberallgäu. Sie hat einen Stammumfang von 589 cm.
Der stolze Entdecker der dicksten Buche im Oberallgäu: Max Kulmus (3.v.l.) aus Kempten. Preis und Urkunde überreichten (v.l.) der ehemalige Bayerische Forstminister Josef Miller, die Bayerische Waldkönigin Antonia Hegele und Simon Östreicher, Bereichsleiter Forsten am AELF Kempten.
Waltenhofen - In Deutschland wachsen, verteilt auf rund 90 Baumarten, geschätzt 90 Milliarden Bäume. Die häufigste Laubbaumart ist dabei die Rotbuche (Fagus sylvatica), die im Jahr 2022 in Deutschland zum „Baum des Jahres“ gekürt wurde. Doch, wo steht die dickste Buche im Allgäu? Diese Frage stellten die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren, Kempten und Krumbach-Mindelheim bei einem Wettbewerb, der im gesamten bayerischen Allgäu ausgeschrieben war.
„Wir haben nicht damit gerechnet, dass der Wettbewerb eine so große Resonanz bei der Bevölkerung findet“ sagt Simon Östreicher, Bereichsleiter Forsten am AELF Kempten. „Uns haben über hundert Einsendungen mit Fotos erreicht.“ Der Aufruf, die Bürger sollten sich auf die Suche nach der dicksten Buche im Allgäu machen, hat Grundeigentümer, Wanderer, passionierte Naturfreunde und vom Jagdfieber gepackte Baumsucher massenhaft in Wald und Flur getrieben.
Jetzt wurden die Gewinner des Wettbewerbs im Rahmen einer Preisverleihung im Grünen Zentrum Kaufbeuren vom Schirmherrn der Veranstaltung, Staatsminister a.D. Josef Miller, und der amtierenden Bayerischen Waldkönigin Antonia Hegele bekannt gegeben. Der ehemalige Forstminister Miller lobte besonders die Besitzer der alten Buchen: „Sie haben über Generationen hinweg diese Raritäten auf freiwilliger Basis erhalten. Schenken Sie bitte den Baum-Methusalems weiterhin den Platz, an dem sie stehen.“
Die dickste Buche, die im Landkreis Oberallgäu und in der Stadt Kempten entdeckt wurde, war eine beeindruckende alleinstehende Buche auf einer Wiese bei Waltenhofen. Sie hat einen Stammumfang von 589 Zentimetern und wurde zuerst von Max Kulmus aus Kempten entdeckt. Ein beachtliches Format weist auch eine Blutbuche aus Kempten auf, die mit einem Umfang von 505 Zentimeter Platz 2 belegt. Den dritten Platz im Landkreis und in der Stadt teilen sich mit jeweils 502 Zentimetern Umfang zwei Buchen, die in Kempten und in Oy-Mittelberg stehen.
Die dickste Buche des gesamten Allgäus hat aber sage und schreibe 669 Zentimeter Stammumfang und steht im Gemeindewald Halblech im Ostallgäu. Diesem uralten Baum mit dem mächtigen Stamm ist anzusehen, dass er schon viele Stürme und Winter überlebt hat. Trotzdem ist er noch vital und treibt jedes Jahr wieder frische Triebe aus. Die Bayerische Waldkönigin überreichte den Wettbewerbssiegern die Preise mit den Worten: „Ich wünsche mir angesichts dieses Wettbewerbes sehr, dass die Wertigkeit des Waldes noch tiefer ins Bewusstsein der Menschen dringt. Vor allem Kinder sollen wieder erkennen, wie wichtig ein gesunder Wald und Bäume sind.“