Gut besucht war der Vortrag beim Senioren 60plus Nachmittag
Viel Informatives gab es in Wort, Bild und anhand kleiner Beispielfilme vom Referenten Herrn Herbke
Beispielfotos der zwei verschiedenen Polizeiausweise die im Moment gültig sind. Der rechte ist in Scheckkartenformat und gilt seit 2021 und wird den grünen auf Dauer ablösen
Beim vergangenen Senioren 60plus Nachmittag erwartete die Gäste Michael Herbke vom Polizeipräsidium Schwaben Süd/West, der über „Trickbetrügereien“ referierte. Ein Thema das jeden treffen kann. Kein Wunder also, dass sich gut 40 Zuhörer im Pfarrsaal eingefunden hatten, um sich zu informieren und Tipps aus erster Hand zu bekommen.
Die Betrugsdelikte sind vielschichtig, da gibt es zum einen die Fälle an der Haustüre. Ob angeblich bestellter Handwerker oder falsche Amtsperson, die sich unter einem Vorwand Zugang zur Wohnung verschaffen wollen. Hier lautet der Rat der Beamten, keine Handwerker in die Wohnung zu lassen, die nicht von Ihnen selbst oder vom Vermieter beauftragt worden sind. Das gleiche gilt für Amtspersonen, die sich nicht ausweisen können.
Bei Privatverkäufen mit größeren Geldbeträgen sollte man das Bargeld in Begleitung des Verkäufers auf der Bank einzahlen, um sicher zu gehen, dass es sich nicht um Falschgeld handelt.
Ein sehr großes Feld der Betrügereien sind die sogenannten Enkel- oder Schockanrufe. Hierzu gibt es von der Polizei die klare Empfehlung: Händigen Sie in keinem Fall Geld oder Wertgegenstände an fremde Personen aus. Nehmen Sie in jedem Fall mit der Person, die angeblich in Not ist, über die Ihnen bekannte Telefonnummer persönlich Kontakt auf und informieren Sie auch andere Familienangehörige über den Anruf. Das gleiche gilt für Schockanrufe. Hier geht es meistens um eine schnelle Zahlung einer Kaution oder Schadensrechnung. Es wird beispielsweise behauptet, dass ein Familienmitglied einen schweren Unfall verursacht hat und ohne Zahlung einer Kaution ins Gefängnis muss. Im Zweifel legen Sie auf und informieren die Polizei unter der Notruf-Nummer 110, so der Rat der Behörde. Es ist unvorstellbar, welche Summen mit den verschiedenen Betrugsmaschen ergaunert werden. Aber abgesehen von dem materiellen Schaden, ist der Verlust unwiederbringlicher Erinnerungsstücke und die Scham, dass man auf den Betrug hereingefallen ist, für die Geschädigten oft etwas, das um ein Vielfaches schwerer wiegt. Herr Herbke berichtete auch davon, dass es auf den verschiedenen Plattformen des Onlinedatings immer wieder zu Betrugsdelikten kommt. Hier wird über Wochen, ja Monate Vertrauen aufgebaut, bevor erste Anfragen nach Unterstützung finanzieller Art kommen. Da werden fehlende Möglichkeiten zum Onlinebanking, Operationen oder größere Wohnungsschäden als Grund für einen finanziellen Engpass und ein benötigtes Darlehen vorgebracht. Gründe, die für den Geschädigten, vielleicht auch mit dem Blick durch die“ rosarote Brille“, plausibel klingen und sie deshalb das Geld an den Onlinepartner überweisen.
Zum Ende seines wirklich sehr interessanten und informativen Vortrags bat der Referent die Anwesenden, Betrugsfälle jeglicher Art, egal, ob die Verbrecher erfolgreich waren oder nicht, immer bei der Polizei unter der Notruf-Nummer 110 zu melden. Denn nur so können die Beamten erfahren, in welcher Gegend die Betrüger agieren und, vielleicht durch gezielte Aufrufe in der Presse, den einen oder anderen Betrugsfall verhindern.
Bitte vormerken: Der nächste Senioren 60plus Nachmittag ist am 12.12.24. Auf dem Programm steht die alljährliche Adventfeier.
Text und Fotos: A. Götzfried