Links außen Wieskurat Florian Geis, rechts Pfarrer Julius Kreuzer, rechts hinten Dirigent Robert Bosch, links davon Vorständin Renate Tröber
Chor Stöttwang-Frankenried gestaltet Messe in der Wieskirche.
Ein Chorleben besteht immer aus langen Übungsphasen und einigen wenigen Höhepunkten in Form von Auftritten. Die Singgemeinschaft Stöttwang-Frankenried hatte am 20. Juni so ein Highlight in der Kirche zum „Gegeißelten Heiland auf der Wies“. Ein Chorvortrag der besonderen und exquisiten Art.
Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums und zur Ehre des Chorbegründers und ehemaligem Chorleiters, Herrn Erwin Nieberle und aller verstorbenen Mitglieder des Chores, wurde eine Messe musikalisch mitgestaltet. Im Rahmen der Vorbereitung hatte Dirigent Robert Bosch die Messe „Messe Brève“ von Leo Delibes (1836-1891) mit dem Chor einstudiert.
Nach intensiver Vorbereitung und großen Bemühungen, durch Chorleiter und der Vorständin Renate Tröber, war es gelungen, einen der wenigen freien Termine im Kirchenjahr, in des weltberühmten UNESCO-Welterbes nahe Steingaden zu ergattern.
- „Hier wohnt das Glück, hier findet das Herz seine Ruh“ - ganz nach diesem Motto der Wies, begann der Tag mit Gästen, Passiven und Anhängern des Chores. Ein Bus brachte die illustre Gesellschaft an die Wies.
Die Messe wurde vom Wieskurat Florian Geis in einer sehr authentischen und humorige Art zelebriert. Kozelebrant war Pfarrer Julius Kreuzer, der es sich nicht nehmen ließ „seinen“ Chor zu begleiten.
Nach dem Eingangslied wurde das „Kyrie“ und das „Gloria“ gesungen. Mit einer Konzentration und einer Chorharmonie die ganz diesem wunderbaren Renaissance-Gotteshaus gerecht wurde. Gefolgt vom Zwischengesang „Laudate omnes gentes“, einem Taizegesang mit einen „meditativen“ musikalischen Teppich. Zur Gabenbereitung ertönte das „Ave verum“ von W.A. Mozart, eine tiefgründige und andächtige Verehrung der Mutter Gottes.
Gefolgt von einem kraftvollen und uralten Segen zur Verheißung Gottes, dem „Blessing of aaron“ von Norman Ramsey. Das Stück ist besonders für seine dichten Harmonien und ein siebenfaches "Amen" am Ende bekannt.
Am Ende des Gottesdienstes wurde vom zahlreich vorhandenen, begeisterten Publikum applaudiert. Maßgeblich trug der Organist Luis Mayr auf der barocken Hörterich-Orgel durch seine anmutig geschmeidigen bis wuchtigen Vortragsweise einen Großteil dazu bei.
Die Kommentare der Zuhörer gingen von „außerordentlich“ über „wunderbar“ bis hin zum
„himmlisch“. Das größte Lob war jedoch die Einladung zu einem weiteren Auftritt in der Wies vom Pfarrer und dem Kommentar: „Singt ihr eigentlich immer so gut?“
Die folgenden Kirchenführung erfolgte ebenfalls durch den Wieskurat Geis. Seine kompetente, spaßige, lebendige und unterhaltsame Art präsentierte er den Besuchern Wissenswertes mit einem Augenzwinkern.
Beim anschließenden Mittagessen wurde der Vormittag kommentiert und stolz resümiert.
Die folgende 2-stündige Rundfahrt auf dem Forggensee brachte dann für alle, bei herrlichstem Wetter, Entspannung pur.
Nach der Heimfahrt per Bus, fand dieser absolut gelungene und großartige Tag seinen Ausklang im „Sonnenhof“ Mauerstetten.