Die Ehrengäste bei der Einweihung des neuen Wasserspielplatzes im Rahmen der Erlebbaren Gennach in Dösingen. Im Bild (v.li.): Fritz Obermaier (ehem. Bürgermeister), Anette Nachbar (Bürgermeisterin), Markus Ferber (MdEP), Bernhard Pohl (MdL), Stephan Stracke (MdB), Sarah Balz (Wasserwirtschaftsamt), Brigitte Schröder (stellvertr. Landrätin), Andreas Kaufmann (MdL), Christian Kreye (Amt für ländliche Entwicklung Schwaben), Lothar Beck und Rebecca Zeller (Lars consult GmbH) und Bernhard Hofmann (2. Bürgermeister Westendorf).
PRESSEMITTEILUNG
In Westendorf ist die Gennach im Ortsteil Dösingen wieder erlebbar
Mehrjähriges Projekt zur Renaturierung wird heute den Bürgerinnen und Bürgern offiziell übergeben.
Westendorf, den 26.07.2026
Im Beisein von zahlreichen Ehrengästen, darunter MdEP Markus Ferber, MdB Stephan Stracke, MdL Andreas Kaufmann und MdL Bernhard Pohl, hat die Gemeinde Westendorf heute im Ortsteil Dösingen den Bürgerinnen und Bürgern die „Erlebbare Gennach“ als neuen Ort der Begegnung offiziell übergeben.
Wertvoll für Mensch und Ökologie
Das Projekt, das nach mehrjähriger Planung im Verlauf des Jahres 2025/2026 umgesetzt wurde, hatte den ökologischen Bachausbau des Gewässers zum Ziel. Der Bach wird wieder sichtbar und erlebbar. Der bestehende Wasserlauf und die Ufer wurden naturnah gestaltet, das Gewässerbett strukturell verbessert und um standortgerechte, ökologisch wertvolle Bepflanzung ergänzt. Das verbessert die Gewässerqualität, schafft Raum für Wasserlebewesen und steigert die Biodiversität und Lebensqualität von Menschen und Tieren vor Ort.
Möglichkeit zur Begegnung
Gleichzeitig wurden Wege und Querungen entlang der Gennach erneuert sowie neue Orte zum Sitzen, Begegnen und Verweilen geschaffen. Anette Nachbar, 1. Bürgermeisterin der Gemeinde Westendorf, stellt erfreut fest: „Unser Ziel ist, ein gutes Lebensumfeld für alle Generationen zu schaffen.“ Und sie fährt fort: „Die Aufenthaltsbereiche am Wasser, die verbesserten Zugänge zur Gennach sowie das abwechslungsreiche Angebot für Spiel und Freizeit am neu geschaffenen Spielplatz tragen dazu bei, dass der Bach nicht nur landschaftlich und ökologisch aufgewertet ist, sondern als öffentlicher Erholungsraum von Kindern und Erwachsenen genutzt werden kann. Das wertet unsere ganze Gemeinde auf“.
Projektumfang und Fördergeber, ausführende Firmen
Der Umfang des gesamten Projekts beläuft sich auf rund 2 Millionen Euro.
Die Renaturierung der Gennach wird mit staatlichen Fördermitteln[1] des Freistaates Bayern über das Wasserwirtschaftsamt Kempten zu 90 % bezuschusst. Bernhard Simon, Behördenleiter des Wasserwirtschaftsamts Kempten fest: „Wir unterstützen hier die Gemeinde finanziell nach Kräften und begleiten die Maßnahmen, um für die Menschen vor Ort, aber auch für die Ökosysteme etwas zu bewegen. Gerade in diesen heißen Wochen spüren wir die besondere Bedeutung solcher Orte.“
Für die bachbegleitenden Straßen, Wege, Aufenthaltsorte und Brückenbauwerke erwartet die Gemeinde Zuschüsse in Höhe von rund 500.000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) über das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben. „Mit Mut und Weitblick hat Westendorf sich um europäische Fördermittel bemüht und nun auch eingesetzt, um den ländlichen Raum lebenswerter zu machen. Dieses Projekt stärkt zudem die Schwammregion Gennach–Hühnerbach–Singold, in der sich 19 Gemeinden engagieren, um die Kulturlandschaft an den Klimawandel anzupassen“, so Christian Kreye, Leiter der Krumbacher Behörde.
Die Gemeinde hat sich im Jahr 2023 für dieses zukunftsweisende Projekt entschieden, und das Planungsbüro LARS consult aus Memmingen mit der Planung und Umsetzung beauftragt. Landschaftsarchitekt Lothar Beck, LARS consult sagt: „Wir gratulieren der Gemeinde zu dem gelungenen Ergebnis, das nur durch die vertrauensvolle und lösungsorientierte Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten im komplexen Planungsprozess möglich wurde – angefangen bei Bürgerschaft und Gemeinderat bis hin zu Fachplanern, Genehmigungsbehörden und Fördergebern.“
Michael Schmid, Bauleiter M. Eng., der ausführenden Baufirma Dobler aus Kaufbeuren äußert sich erfreut über das Projekt: „Ein spannender Auftrag mit viel Liebe zum Detail, bei dem man bei allen Beteiligten die Freude an der Umsetzung angemerkt hat.“
Ursprungsidee
Noch nicht vollumfänglich umgesetzt werden konnte die ursprüngliche Idee, einen durchgängigen und sicheren Fußweg vom südlichen Ende des Dorfes entlang des Gewässers bis zum nördlichen Ortsteilende zu gestalten.
Über die Gemeinde Westendorf
Die Gemeinde Westendorf ist eine familienfreundliche Kommune im Landkreis Ostallgäu mit einem regen Kultur- und Vereinsleben. Mit ca. 2000 Einwohnern in den zwei Ortsteilen Westendorf und Dösingen in attraktiver Lage zwischen Buchloe und Kaufbeuren bietet sie ein lebenswertes Umfeld für alle Generationen, und gute Bedingungen für Gewerbe. Sie ist seit Oktober 2025 eine der 19 Mitgliedsgemeinden der „Schwammregion Gennach-Hühnerbach-Singold“.
[1] Grundlage sind die „Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben“ (RZWas 2021) des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. Das Wasserwirtschaftsamt (WWA) Kempten ist dabei im Geschäftsbereich des Umweltministeriums die zuständige Behörde für die Abwicklung des Förderverfahrens.