In der Gemeinde Westendorf steht der Neubau der Kindertagesstätte (Kita) im Ortsteil Dösingen kurz vor der Fertigstellung. Die bisherige, 1993 in moderner und kindgerechter Konzeption gebaut, wurde um einen geschickt positionierten Neubau mit Naturgarten erweitert, und ist demnächst bezugsfertig.
Das neue Kitajahr 2026/2027 wird für alle Gruppen unter einem Dach beginnen. Die derzeit noch in die Grundschule Westendorf ausgelagerte Gruppe zieht in Kürze um, dann befindet sich wieder alles unter einem Dach.
Hohe Nachfrage machte den Neubau notwendig
Der Grund für den Neubau war, dass die Nachfrage nach freien Plätzen die bisher verfügbaren Kapazitäten überstieg. Jetzt stehen genügend Plätze zur Verfügung, es können weitere Kinder, auch aus umliegenden Gemeinden, aufgenommen werden.
Schwerpunkt Bildung
Anette Nachbar, 1. Bürgermeisterin der Gemeinde Westendorf, stellt erfreut fest: „Unser Ziel ist, ein gutes Lebensumfeld für alle Generationen zu schaffen. Westendorf soll zukunftsfest werden. Um dies zu erreichen, braucht es gute Bildungseinrichtungen“. Und sie fährt fort: „Ohne Kinder, die mit Chancen und Unterstützung aufwachsen, gibt es keine Zukunft. Dafür wollen wir als Gemeinde alles Notwendige tun.“
Fokus liegt auf den Kindern
Birgit Munk, stellt erfreut fest: „Mit der Eröffnung unseres Neubaus im September schaffen wir einen Ort, an dem Kinder sich von Anfang an sicher, willkommen und geborgen fühlen können. Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit steht das Kind mit seiner individuellen Persönlichkeit, seinen Stärken und Bedürfnissen. In den neu gestalteten Räumen bieten wir eine anregende Lernumgebung, die Partizipation, selbstständiges Entdecken und die ganzheitliche Entwicklung jedes einzelnen Kindes fördert.“
Planung und Projektumfang
Bereits in der Sitzung vom 27.09.2022 hatte der damalige Gemeinderat die Kita-Bedarfsplanung beraten, und beschlossen, dass eine Erweiterung in naher Zukunft notwendig sein würde. Das Projekt wurde vorangetrieben, und der Beschluss gefasst, Architekt Förg aus Buchloe mit der Planung zu beauftragen. Maßnahmenbeginn für das Projekt war der 20.05.2025, der Bau wurde zügig im Verlauf des Jahres 2025/2026 umgesetzt.
Insgesamt tätigt die Gemeinde Westendorf eine Investition von 3,8 Millionen Euro, das bedeutet umgerechnet mehr als 1.900 EUR pro Einwohner. Für den Neubau erhält sie über die Regierung von Schwaben eine Förderung von ca. 1,5 Millionen Euro vom Freistaat Bayern nach Art. 10 BayFAG. Zusätzlich wurden der Gemeinde aus dem Investitionsprogramm der Bundesregierung (Sondervermögen Infrastruktur) Zuschüsse von ca. 154.000 Euro zugesagt.
Besonderheiten des Gebäudes
Der Neubau weist moderne, freundliche und kindgerechte Räumlichkeiten auf. Im Innenbereich sind die ausgebildeten Sicht- und Lichtachsen ein zentrales Element, ein weiteres ist der natürliche Werkstoff Holz, der bei Böden und Holz-Akustik-Decken verwendet wurde. Die Außenanlagen werden ein besonderer Blickpunkt, da durch den Geh- und Radweg sowie die Bobbycar-Strecke die einzelnen Gebäude auf dem Grundstück verbunden werden. Architekt Förg sagt: „Das Bauen für Kinder und das Schaffen von Räumen, in denen sich die Kinder und Erzieherinnen täglich wie zuhause fühlen ist mit die schönste Aufgabe eines Architekten“. Er fährt fort: Die Besonderheit bei diesem Projekt ist das Zusammenspiel von Gebäuden und Freianlagen, die hier als Ergebnis eine harmonische Symbiose eingehen.“
Ankauf des ehemaligen Pfarrhofs mit Umgriff war Voraussetzung
Um das Projekt verwirklichen zu können, hatte die Gemeinde im Vorfeld im Jahr 2023 den ehemaligen Pfarrhof mit umliegender Fläche in Dösingen angekauft.